Frage zu ProRes Codec

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burn4ever
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Frage zu ProRes Codec

Beitrag von burn4ever » Sonntag 30. September 2018, 16:47

Hallo,
ich habe jetzt schon auf diversen Plattformen gelesen und gehört das es sich empfiehlt sein Videofootage vor dem Schnitt in ProRes zu wandeln da somit weniger last und Probleme im Schnitt, soll wohl auch beim color-graden von Vorteil sein.

Nun habe ich mit meiner Lumix ca 380Clips im H.264 Codec aufgenommen.
Wenn ich einen original Clip mit ca. 140MB nehme und diesen als ProRes (HQ) codiere erhalte ich einen 44MB Clip.
Das macht mich doch etwas stutzig :roll:

Habt ihr mit ProRes Erfahrung? Machen oder lieber lassen?

burn4ever
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Re: Frage zu ProRes Codec

Beitrag von burn4ever » Sonntag 30. September 2018, 22:35

Muss ich evtl. einen anderen ProRes Codec nehmen für mein G-81 H.264 Footage?
Evtl. ProRes 4444 oder gar ProRes 4444 XQ?

Der ProRes HQ verschlechtert jedenfalls das Material.

Bongo Bong
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Re: Frage zu ProRes Codec

Beitrag von Bongo Bong » Dienstag 9. Oktober 2018, 11:59

Schau dir dazu mal das Thema Proxy Schnitt an:
https://www.tonfilmer.com/praxistipp-no ... neuen-pcs/

Gruß
Dirk

ThomasT
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Re: Frage zu ProRes Codec

Beitrag von ThomasT » Freitag 12. Oktober 2018, 16:59

Wandel deine Originalaufnahmen nicht, wenn es nicht sein muss.
Es wird nie besser. Sondern bleibt maximal, bei einem unkomprimierten Format (z.B. Einzelbilder) gleich.
Processorlast zum decodieren könnte auch weniger ins Gewicht fallen als Festplatten-I/O. In dem Fall wäre es also sogar besser.

ProRes kann sogar schlechter sein als H264.
Lumix G3, GF3
Blackmagic Pocket Cinema Camera (super16 sensor, Cropfaktor 2.88 KB)
Panasonic 7-14, Laowa 7.5 mm, SLR Magic Hyperprime 12 mm, Panasonic 14-42, Sigma 19, Panasonic 20, Panasonic 45-150
Pentacon 29/f2.8, Pentacon 50/f1.8, Pentacon 135/f2.8

HotCookie
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Re: Frage zu ProRes Codec

Beitrag von HotCookie » Freitag 12. Oktober 2018, 20:07

Hallo Burnie, ;)

die ganze Wandlerei vor dem Schnitt bringt wirklich nur dann etwas, wenn Dein Schnittsystem zu langsam ist, um mit dem Original-Material zu arbeiten. Bei jeder Konvertierung geht im allgemeinen Qualität verloren, denn es muss einmal dekodiert und dann wieder kodiert werden. Da auch die wenigsten modernen Abspielgeräte ProRes darstellen können, geschweige denn das Format kennen, muss ganz zum Schluss dann doch wieder in H.264 gewandelt werden. Daher empfehle ich, Dein Material in dem Codec zu bearbeiten, in dem es vorliegt, bei Dir also H.264. Wenn Dir die Arbeitsgeschwindigkeit nicht ausreicht, dann hilft es vielleicht, zukünftig im MP4-Format und nicht in AVCHD (.mts) aufzunehmen. AVCHD braucht mehr Rechenleistung beim Schnitt, obwohl es sich um den gleichen Codec handelt (H.264). Mit welcher Schnittsoftware arbeitest Du denn?
Möge das Licht mit Euch sein
HotCookie

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burn4ever
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Re: Frage zu ProRes Codec

Beitrag von burn4ever » Freitag 12. Oktober 2018, 23:03

Hey Cookie ;)
Ich arbeite mit Premiere Pro CC .
Denke ich werde das mit dem ProRes auch knicken und wenn wirklich nötig wie von Bongo Bong vorgeschlagen mit Proxy Dateien arbeiten.

HotCookie
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Re: Frage zu ProRes Codec

Beitrag von HotCookie » Freitag 12. Oktober 2018, 23:44

Also wenn Du mit einer Schnittsoftware arbeitest, die sogar Profis verwenden, dann sollte die auch ohne die Konvertiererei schnell genug arbeiten, es sei denn, Du hast keinen aktuellen PC oder verarbeitest 4k Material. Dann kommen auch echte Power-PCs ins Schwitzen. Ferner ist die Arbeit mit Proxis eine brauchbare Alternative zur Super-Schnitt-PC-Monster-Höllenmaschine. Solltest Du über einen Wechsel der Schnittsoftware nachdenken, kann ich Dir Edius von GrasValley nur wärmstens empfehlen, denn Edius ist sauschnell, hat einen eigenen Codec an Bord und braucht nach meiner Erfahrung von allen Schnittprogrammen die geringsten Ressourcen.
Möge das Licht mit Euch sein
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