Häufiges Bilder anschauen
Re: Häufiges Bilder anschauen
Geht mir ähnlich, deshalb hier mein Senf, mit dem ich mir wieder viele Freunde mache:
Wenn sich der persönliche Geschmach im Lauf des Lebens hin und wieder verändert, finde ich das normal und teil der lebenslänglichen Entwicklung der Persönlichkeit. Fotos, die ich heute gut finde, müssen das morgen schon nicht mehr sein. Übermorgen aber vielleicht wieder schon. Deshalb lösche ich persönlich nur wirklich schlechte Fotos, also solche, die aus technischer oder bildgestalterischer Sicht meinen Grundansprüchen nicht so recht genügen, oder solche, die allzu Banales zeigen, das ich nicht aufheben will. Ansonsten sehe ich ab und zu immer wieder mal durch meine Fotos und entdecke so im "Archiv" so manches interssante Objekt.
Von out-of-camera Fotos halte ich nicht viel, dazu bin ich zu sehr Perfektionist (das Streben nach Perfektion ist meiner Meinung nach ein Trieb, den man absolut nicht unterdrücken darf). Bildbearbeitung gehört für mich zum Fotografieren so wie das Drücken des Auslösens.
"Der Weg das Ziel" - wäre ich ein vollkommener Fotograf, so hätte sich die Fotografie für mich aus Langeweile wahrscheinlich rasch erledigt. Solange ich lernen will und kann und es etwas zu lernen gibt, bleibt alles spannend. Ansonsten würde Stillstand herrschen.
Ich empfehle, alles einfach auf einen zukommen zu lassen und die Veränderungen im Geschmack, der Bewertung von Fotos usw. einfach als Teil einer fortlaufenden Entwicklung anzunehmen. Sich unnötig den Kopf schwer zu machen, bringt nichts. Wer weiß, wie man schon morgen über die eigene Meinung von heute denkt...
Wenn sich der persönliche Geschmach im Lauf des Lebens hin und wieder verändert, finde ich das normal und teil der lebenslänglichen Entwicklung der Persönlichkeit. Fotos, die ich heute gut finde, müssen das morgen schon nicht mehr sein. Übermorgen aber vielleicht wieder schon. Deshalb lösche ich persönlich nur wirklich schlechte Fotos, also solche, die aus technischer oder bildgestalterischer Sicht meinen Grundansprüchen nicht so recht genügen, oder solche, die allzu Banales zeigen, das ich nicht aufheben will. Ansonsten sehe ich ab und zu immer wieder mal durch meine Fotos und entdecke so im "Archiv" so manches interssante Objekt.
Von out-of-camera Fotos halte ich nicht viel, dazu bin ich zu sehr Perfektionist (das Streben nach Perfektion ist meiner Meinung nach ein Trieb, den man absolut nicht unterdrücken darf). Bildbearbeitung gehört für mich zum Fotografieren so wie das Drücken des Auslösens.
"Der Weg das Ziel" - wäre ich ein vollkommener Fotograf, so hätte sich die Fotografie für mich aus Langeweile wahrscheinlich rasch erledigt. Solange ich lernen will und kann und es etwas zu lernen gibt, bleibt alles spannend. Ansonsten würde Stillstand herrschen.
Ich empfehle, alles einfach auf einen zukommen zu lassen und die Veränderungen im Geschmack, der Bewertung von Fotos usw. einfach als Teil einer fortlaufenden Entwicklung anzunehmen. Sich unnötig den Kopf schwer zu machen, bringt nichts. Wer weiß, wie man schon morgen über die eigene Meinung von heute denkt...
Andreas
Re: Häufiges Bilder anschauen
Bei vielen Bildern habe ich beim Photographieren schon das Bearbeiten im Kopf. Das ist Teil des Photographierens bei mir. D.h. ich sehe nicht zu, dass es OOC gut aussieht, sondern dass alles was ich brauch im Bild in möglichst guter Qualität im Bild ist. Ich habe auch früher eher selten Dias photographiert, sondern fast ausschliesslich Negativfilm (NC21) weil ich da in der Dunkelkammer das eigentliche Bild mache und die eigentliche Fein-Belichtung und Farbabstimmung.
Und was Bildqualität angeht: nur ca. 1 von 1000 Bilder ist wirklich gut.
Und was Bildqualität angeht: nur ca. 1 von 1000 Bilder ist wirklich gut.
Lumix G3, GF3
Blackmagic Pocket Cinema Camera (super16 sensor, Cropfaktor 2.88 KB)
Panasonic 7-14, Laowa 7.5 mm, SLR Magic Hyperprime 12 mm, Panasonic 14-42, Sigma 19, Panasonic 20, Panasonic 45-150
Pentacon 29/f2.8, Pentacon 50/f1.8, Pentacon 135/f2.8
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- irene49
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Re: Häufiges Bilder anschauen
Ich finde diese Diskussion äußerst interessant zumal sich hier zwei recht unterschiedliche Lager abzeichen. Diejeinigen, die nach Möglichkeit nach dem Drücken des Auslösers nichts mehr am Bild verändern wollen und diejenigen für die der eigentliche Spaß erst nach dem Auslösen anfängt. Ich zähle mich zur zweiten Gruppe und halte es mit ThomasT: Beim Fotografieren schaue ich in erster Linie, dass ich alles was ich haben möchte in der entsprechenden Schärfe (oder Unschärfe) drauf habe und das Bild weder stark unter- noch überbelichtet ist. Der Rest findet danach in aller Ruhe am Computer statt. Und ich weiß gar nicht genau, was mir mehr Spaß macht - das Fotografieren oder das Bearbeiten - ich vermute sogar, dass es zweiteres ist. Denn dieses gewisse "Prickeln" das alle "Spaßhormone" im Gehirn mobilisiert, das habe ich vor allem, wenn ich mich an den Computer setze und die fotografische Ausbeute sichte und mit der Bearbeitung beginne. Aus einem "durchschnittlichen" Foto ein "gutes" Foto zu zaubern, das ist eine Herausforderung und wenn es gelingt, auch sehr befriedigend.
Mich mit einem OOC-Foto zufriedenzugeben, kann ich mir gar nicht vorstellen. Denn auch bei der nachträglichen Bearbeitung ist es nicht immer die erste Version, mit der ich schließlich zufrieden bin. Und manchmal sind es mehrere Durchgänge oft auch an verschiedenen Tagen hintereinander bis ich endlich das Foto habe, das mir gefällt. Und manchmal setze ich mich auch noch Monate später an ein Foto und schaue, ob ich noch mehr herausholen kann. Denn auch in Bezug auf Bildbearbeitung habe ich in den letzten Monaten einen Lernprozess durchgemacht.
Und da schließt sich der Kreis zu der ursprünglichen Frage von Ulrike. Natürlich ändert sich die Einschätzung eines Fotos mit zunehmender Erfahrung und Übung. Das heißt aber nicht, dass mir beim Anschauen aller alten Fotos das Grausen kommt. Die meisten finde ich immer noch ok, manche würde ich heute anders machen. Und selbst die, die ich aus heutiger Sicht schlecht finde, haben immer noch einen gewissen Erinnerungswert. Und gottseidank habe ich genügend Speicher um all die Fotos aufheben zu können.....
Mich mit einem OOC-Foto zufriedenzugeben, kann ich mir gar nicht vorstellen. Denn auch bei der nachträglichen Bearbeitung ist es nicht immer die erste Version, mit der ich schließlich zufrieden bin. Und manchmal sind es mehrere Durchgänge oft auch an verschiedenen Tagen hintereinander bis ich endlich das Foto habe, das mir gefällt. Und manchmal setze ich mich auch noch Monate später an ein Foto und schaue, ob ich noch mehr herausholen kann. Denn auch in Bezug auf Bildbearbeitung habe ich in den letzten Monaten einen Lernprozess durchgemacht.
Und da schließt sich der Kreis zu der ursprünglichen Frage von Ulrike. Natürlich ändert sich die Einschätzung eines Fotos mit zunehmender Erfahrung und Übung. Das heißt aber nicht, dass mir beim Anschauen aller alten Fotos das Grausen kommt. Die meisten finde ich immer noch ok, manche würde ich heute anders machen. Und selbst die, die ich aus heutiger Sicht schlecht finde, haben immer noch einen gewissen Erinnerungswert. Und gottseidank habe ich genügend Speicher um all die Fotos aufheben zu können.....
Viele Grüße
Irene
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- Moonbull
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Re: Häufiges Bilder anschauen
Sehe ich genau so!
Viele Motive geben einfach nicht genug für OOC her. Erst durch die Betrachtung meiner EBV-Brille bekommt das Motiv das Potenziel zur Aufnahme.
Sicherlich lässt sich schon sehr viel durch die Kamera einstellen, besonders bei der Oly M5II, aber ich knipse lieber in RAW und macht der Rest in Ruhe am PC.
Viele Motive geben einfach nicht genug für OOC her. Erst durch die Betrachtung meiner EBV-Brille bekommt das Motiv das Potenziel zur Aufnahme.
Sicherlich lässt sich schon sehr viel durch die Kamera einstellen, besonders bei der Oly M5II, aber ich knipse lieber in RAW und macht der Rest in Ruhe am PC.
Re: Häufiges Bilder anschauen
Obwohl ich zur zweiten, zur Bearbeitergruppe zähle, haben die "Direktfotografen" meine Bewunderung.
Im Moment der Aufnahme alle Parameter, Belichtung, Komposition, Farbwirkung, Ausschnitt ... in wenigen Sekunden bestimmen und optimieren halte ich für die Hohe Schule der Fotografie.
Zu Analogzeiten ohne eigenes Labor ging es nicht anders. Weil es heute anders geht, sind meine Bilder besser geworden.
Horst
Im Moment der Aufnahme alle Parameter, Belichtung, Komposition, Farbwirkung, Ausschnitt ... in wenigen Sekunden bestimmen und optimieren halte ich für die Hohe Schule der Fotografie.
Zu Analogzeiten ohne eigenes Labor ging es nicht anders. Weil es heute anders geht, sind meine Bilder besser geworden.
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Handliche Kameras
- Moonbull
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Re: Häufiges Bilder anschauen
Ich sehe das nach wie vor als Grundvoraussetzung für gute Fotos, egal ob OOC oder durch EBV. Wenn die Grundvoraussetzungen nicht gegeben sind, lässt sich auch mit EBV nicht wirklich viel mehr retten.Horka hat geschrieben: Im Moment der Aufnahme alle Parameter, Belichtung, Komposition, Farbwirkung, Ausschnitt ... in wenigen Sekunden bestimmen und optimieren halte ich für die Hohe Schule der Fotografie.
Horst
- irene49
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Re: Häufiges Bilder anschauen
Nur ist das heutzutage nicht mehr sehr realistisch. Natürlich muss man die Grundparameter - und dazu zähle ich vor allem Blende, Belichtungszeit, WB, ISO an das Motiv bzw. den gewünschen Effekt anpassen. Aber schon bei der Farbwirkung stimmt die Sache nicht mehr ganz. Denn wenn man auf OOC-JPGs wert legt, dann liefert man sich und das zu fotografierende Bild gnadenlos der JPG-Engine der jeweiligen Kamera aus. Und dass es da z.T. gewaltige Unterschiede gibt, dazu kann man zahlreiche Artikel im Internet finden. Und das gleiche gilt für Schärfen, Rauschunterdrückung, Kontraste etc. Da hat die Kamera ihre Vorgaben, die sich zwar individuell verändern lassen. Aber da passt auch nicht jede Einstellung für jede Fotosituation. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es besonders praktikabel ist, diese Einstellung immer wieder der Situation entsprechend zu verändern. Geschweige denn, dass auch der perfekteste Fotograf in jeder Situation genau vorhersagen kann, wie sich die gerade aktuelle Kameraeinstellung auf das geplante Bild auswirkt.Horka hat geschrieben: Im Moment der Aufnahme alle Parameter, Belichtung, Komposition, Farbwirkung, Ausschnitt ... in wenigen Sekunden bestimmen und optimieren halte ich für die Hohe Schule der Fotografie.
Genau genommen ist OOC-fotografieren nicht viel anders, als wenn man früher seine Filme in den Drogeriemarkt getragen hat und dann halt das genommen hat was das Labor daraus gemacht hat. Mich hat das das schon damals nicht wirklich glücklich gemacht. Und deshalb habe ich mich schon damals auf SW-Fotografieren konzentriert, weil ich da im Labor das Bild selber entwickeln konnte. Vielleicht waren es ja die unzähligen Nächte in meinem kleinen Fotolabor, denen ich auch meine heutige Leidenschaft für die Fotobearbeitung verdanke.
OOC-Fotografie hat natürlich in bestimmten Situationen ihre Berechtigung. Das ist immer dann, wenn in kurzer Zeit sehr viele Fotos unter ähnlichen Bedingungen gemacht werden sollen, wie z.B. auf Reisen. Und selbst da würde ich persönlich wohl eher nachträglich die Bilder am Computer entwicklen und die Einstellungen für vergleichbare Bilder synchronisieren.
Wie auch immer - mein Ehrgeiz wird es immer sein aus technisch brauchbaren Fotos am Computer gute Bilder zu entwickeln - auf die Möglichkeiten der EBV würde ich einfach nicht mehr verzichten wollen.
Viele Grüße
Irene
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- Karoline
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Re: Häufiges Bilder anschauen
Freut mich, dass hier so diskutiert wird. Nur leider schaffe ich es jetzt zeitlich nicht mehr als TO wie zu Anfang auf alles einzugehen. Aber das ist bestimmt nicht schlimm oder gefordert.
Richtig gute Bilder direkt aus der Kamera, auch mit der kamerainternen Bearbeitung, fände ich gut, das hieße für mich mehr fotografieren und weniger am Rechner sitzen. Aber das Letzte aus dem Bild rauskitzeln, wie es hier manche können, hat auch seinen Reiz. Vermutlich liegt die Wahrheit wieder mal irgendwo dazwischen. Zumindest ich stoße schnell an Grenzen, wenn ich mir einen bestimmten Frame wünsche und das Objekt der Begierde sich aber bewegt oder nicht stillhält. Dann ist es aus mit dem Bestimmen der/aller Parameter.
Meine Wahrheit nach der bisherigen Diskussion ist, beim Fotografieren alle Parameter zu gut wie möglich zu kontrollieren und in der EBV dann das Beste daraus zu machen. Und ich finde, Andreas hat irgendwie auch Recht: Mehr auf sich zukommen lassen.
Allen stets gutes Licht!
Viele Grüße
Karoline
Richtig gute Bilder direkt aus der Kamera, auch mit der kamerainternen Bearbeitung, fände ich gut, das hieße für mich mehr fotografieren und weniger am Rechner sitzen. Aber das Letzte aus dem Bild rauskitzeln, wie es hier manche können, hat auch seinen Reiz. Vermutlich liegt die Wahrheit wieder mal irgendwo dazwischen. Zumindest ich stoße schnell an Grenzen, wenn ich mir einen bestimmten Frame wünsche und das Objekt der Begierde sich aber bewegt oder nicht stillhält. Dann ist es aus mit dem Bestimmen der/aller Parameter.
Meine Wahrheit nach der bisherigen Diskussion ist, beim Fotografieren alle Parameter zu gut wie möglich zu kontrollieren und in der EBV dann das Beste daraus zu machen. Und ich finde, Andreas hat irgendwie auch Recht: Mehr auf sich zukommen lassen.
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Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche. (Che Guevara)
http://www.Karoline-Haustein.de
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Karoline
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Re: Häufiges Bilder anschauen
Deswegen habe ich auch Farbe gemacht. Wobei mir - das weiss ich jetzt - die altmodischen ORWO-Prozesse, die bei 20°C in normalen Dosen und Entwicklerschalen funktionieren, entgegen kamen. C41 ist kritischer bei >30°C. C41 habe ich mal zu DDR-Zeiten probiert (dank "Westpaket"). Bilder nie.irene49 hat geschrieben:Und deshalb habe ich mich schon damals auf SW-Fotografieren konzentriert, weil ich da im Labor das Bild selber entwickeln konnte.
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Re: Häufiges Bilder anschauen
Hallo Karoline,Karoline hat geschrieben:
...
notfalls gleich löschen oder wenigstens nicht bearbeiten. Das wird hart, wenn ich das richtig durchziehe. Aber 12 gute Bilder im Jahr sind ja eine gute Ausbeute, hat mal jemand gesagt (Achtung: **Ironie** und/oder schwarzer **Humor**). Das werde ich bestimmt nicht machen.
...
schlechte (oder einfach unzweckmäßige) Bilder VOR der Bearbeitung zu erkennnen und zu entsorgen ist ein wirklich wichtiger Schritt im Arbeitsablauf des Digitalfotografen. Dafür musst du dir vorher die Kriterien überlegen und dann wirklich gnadenlos sein. Diese Kriterien müssen nicht bei jeder Foto-Session dieselben sein!
Ich gehe in der Regel mindestend zweimal über die Bilder und markiere entsprechend:
1. technisch für den angestrebten Zweck unbrauchbar => das geht in der Regel relativ schnell
2. inhaltlich schlecht (Ist das gewünschte Motiv drauf, wieviel und welcher Hintergrund/Vordergrund, grobe Patzer bei der Bildgestaltung/Farbgestaltung) => ist manchmal mühsam oder langwierig
3. eliminieren von Doubletten, also mehrere fast identische Bilder => normalerweise bleib nur das Beste übrig, hier darf auch mal geschludert werden.
Bei der Bildbewertung positiv aufgefallene Bilder markiere ich immer gleich für die Bearbeitung. Zeit in die Bearbeitung wird nur bei den Bilder investiert, die auch ohne Bearbeitung schon vielversprechend sind. Ich würde niemals versuchen ein vermurxtes Bild per Bearbeitung zu 'Retten', außer es ist etwas wirklich aussergewöhnliches drauf.
Die kritische Beschäftigung mit der eigenen Arbeit ist ein wichtiger Weg um die eigenen Fähigkeiten zu verbessern.
Gruß
panne
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- Karoline
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Re: Häufiges Bilder anschauen
Hi Panne,
sehr einleuchtend, was Du schreibst. Wenn Du das so konsequent durchhältst, dann bist Du gut dran.
Arbeitest Du mir LR und bewertest Du Bilder mit Sternchen?
Und wann löschst Du? Die untauglichen vielleicht sofort, aber was ist mit den solala-Bildern?
Ich scheue mich teilweise zu löschen, weil es mir einfach Spaß gemacht hat, die Bilder zu machen - nur das Ergebnis macht nicht mehr so einen Spaß. Und ich lösche teilweise nicht, weil mir oft die Zeit fehlt, die Bilder aus RAW zu entwickeln und weil ich zudem noch so viel in der EBV lerne. Quatsch, weil man dann untergeht?
Viele Grüße
Karoline
sehr einleuchtend, was Du schreibst. Wenn Du das so konsequent durchhältst, dann bist Du gut dran.
Arbeitest Du mir LR und bewertest Du Bilder mit Sternchen?
Und wann löschst Du? Die untauglichen vielleicht sofort, aber was ist mit den solala-Bildern?
Ich scheue mich teilweise zu löschen, weil es mir einfach Spaß gemacht hat, die Bilder zu machen - nur das Ergebnis macht nicht mehr so einen Spaß. Und ich lösche teilweise nicht, weil mir oft die Zeit fehlt, die Bilder aus RAW zu entwickeln und weil ich zudem noch so viel in der EBV lerne. Quatsch, weil man dann untergeht?
Viele Grüße
Karoline
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Karoline
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Re: Häufiges Bilder anschauen
Eine interessante Diskussion,
die letzten Jahre habe ich sehr viel in RAW fotografiert (ETTR) und alles nachgearbeitet.
Inzwischen bin ich zum Großteil bei OOC (mit eventuellen Presets in der Kamera) angelangt.
Ich versuche die Belichtung und den Fokus dabei möglichst exakt vorzunehmen. Den Dynamikumfang des Sensors möglichst auszunutzen.
Warum?
Ich denke, wenn man das Verhalten seiner Kamera kennt weiß man wie sie sich unter gewissen Lichtbedingungen, Farben etc. verhält und kann sich darauf einstellen.
Das ist aber eine rein subjektive Sichtweise. Viele Wege führen nach Rom.
Meine Fotos finde ich übrigens fast alle nicht so prickelnd, da sie meinen Blick wiedergeben und den kenne ich ja.
Fotos anderer Fotografen, die sich ersthaft mit der Thematik auseinandersetzen finde ich für mich eine Bereicherung.
Viele Grüße
Andreas
die letzten Jahre habe ich sehr viel in RAW fotografiert (ETTR) und alles nachgearbeitet.
Inzwischen bin ich zum Großteil bei OOC (mit eventuellen Presets in der Kamera) angelangt.
Ich versuche die Belichtung und den Fokus dabei möglichst exakt vorzunehmen. Den Dynamikumfang des Sensors möglichst auszunutzen.
Warum?
Ich denke, wenn man das Verhalten seiner Kamera kennt weiß man wie sie sich unter gewissen Lichtbedingungen, Farben etc. verhält und kann sich darauf einstellen.
Das ist aber eine rein subjektive Sichtweise. Viele Wege führen nach Rom.
Meine Fotos finde ich übrigens fast alle nicht so prickelnd, da sie meinen Blick wiedergeben und den kenne ich ja.
Fotos anderer Fotografen, die sich ersthaft mit der Thematik auseinandersetzen finde ich für mich eine Bereicherung.
Viele Grüße
Andreas
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Re: Häufiges Bilder anschauen
Nachdem ich vor ca. 2 Jahren auch zum RAW-Fotografieren übergegangen bin, habe ich gemerkt, dass ich doch etwas nachlässig geworden bin in puncto Bildausschnitt, exakte Ausrichtung, exakte Belichtung etc., weil man ja sooo viel am Rechner verbessern und verschönern kann.
Es kommt natürlich immer auf die eigenen Beweggründe zum Fotografieren an. Aber wenn man Momente festhalten möchte, die sonst ungesehen blieben, oder überraschende Blicke auf die Welt zeigen möchte, dann halte ich es mit dem Satz, den ich neulich in einem Buch übers Fotografieren gelesen habe: Wir Fotografen sollten mehr Zeit hinter dem Sucher verbringen als hinter dem Computer.
Anders formuliert: lieber mehr Zeit in die Suche nach dem besten Motiv stecken als in die beste Bearbeitung.
Es kommt natürlich immer auf die eigenen Beweggründe zum Fotografieren an. Aber wenn man Momente festhalten möchte, die sonst ungesehen blieben, oder überraschende Blicke auf die Welt zeigen möchte, dann halte ich es mit dem Satz, den ich neulich in einem Buch übers Fotografieren gelesen habe: Wir Fotografen sollten mehr Zeit hinter dem Sucher verbringen als hinter dem Computer.
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LG Stefan (G5, GX80)
Kritik zu meinen Bildern immer gerne.
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- jackyo
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Re: Häufiges Bilder anschauen
Nun ja, ich bin jetzt manchmal schon ein wenig erstaunt wenn hier jetzt immer wieder OOC (JPEG als Ausgangsmaterial, wenn ich das richtig verstanden habe) angepriesen wird. Vor allem nachdem einem immer wieder nachhaltig empfohlen wurde möglichst nur in RAW zu fotografieren weil da viel mehr Bildinformationen zur Verfügung stehen und die Bearbeitung viel dynamischer ist.valokuva hat geschrieben:Nachdem ich vor ca. 2 Jahren auch zum RAW-Fotografieren übergegangen bin, habe ich gemerkt, dass ich doch etwas nachlässig geworden bin in puncto Bildausschnitt, exakte Ausrichtung, exakte Belichtung etc., weil man ja sooo viel am Rechner verbessern und verschönern kann.
Auch auf die Gefahr hin, als Anfänger abgestempelt zu werden, werde ich weiterhin in RAW fotografieren. Zum ersten weil ich gerne mit LR arbeite und zum zweiten weil ich RAW nun mal echt dynamischer finde...
Grüsse
Jackyo
Fotograf*Innen setzen sich mit gesellschaftspolitischen Entwicklungen auseinander. Sie fotografieren und dokumentieren Diese und leisten damit einen Beitrag zur freien Meinungsbildung...
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Re: Häufiges Bilder anschauen
Da stimme ich zu.
Die gelungenen Bilder werde ich auch weiterhin in LR (oder anderen Programmen) aus RAW entwickeln. Ich sehe da definitiv mehr Dynamik.
ooC beziehe ich aktuell eher auf Motivwahl und Bildausschnitt als auf Farb-, Helligkeits- oder Kontrastanpassung.
Die gelungenen Bilder werde ich auch weiterhin in LR (oder anderen Programmen) aus RAW entwickeln. Ich sehe da definitiv mehr Dynamik.
ooC beziehe ich aktuell eher auf Motivwahl und Bildausschnitt als auf Farb-, Helligkeits- oder Kontrastanpassung.
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