JPEG besser al RAW ????

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mikesch0815
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Re: JPEG besser al RAW ????

Beitrag von mikesch0815 » Mittwoch 22. Juni 2016, 10:18

Valentino hat geschrieben:@mikesch0815

Wenn Deine Bilder auf Flickr kommen haben sie dann ja auch das jpg Format. Welchen Vorteil hat Deine Vorgehensweise gegenüber den jpg aus der Kamera wenn Du per Stapelverarbeitung entwickelst?
Ich hab einfach mehr Einfluß auf den Look, wie ich ihn haben möchte. Ich mag z.B. keine überschärften Bilder. Und ich bin wesentlich flexibler mit dem Weißabgleich. Den stell ich überhaupt nicht groß in der Kamera ein, das ist mir komplett wuppe. Geht im DNG prima anzupassen.
Ich merke schon einen wesentlichen Unterschied in der Bearbeitbarkeit von DNG vs. JPG. Gerade bei der Konvertierung in SW z.B. sind da Welten.

Zudem sind die Aufnahmen ggf. in der Zukunft für weitere Bearbeitungen in dem bestmöglichen Format vorhanden.

JPG ist ein sehr gutes Format. Ideal für Bildschirmanzeigen (Flickr) und auch für einige Druckgeschichten. Wobei ich für Prints TIFF bevorzuge, gern auch komprimierte. Die Komprimierung arbeitet feiner als bei JPGs.

Letztlich kann jeder so arbeiten wie er mag. RAW ist nicht komplizierter oder zeitaufwendiger. Für mich ist es wie beim Entwickeln damals - das gehört auch dazu. Sonst ist es für mich nur die halbe Miete. Und am Ende ist der Abzug auf Papier gewesen, genauso als ob er in einem Labor entwickelt wurde. Das ist wohl wahr, aber ich habs eben mehr in der eigenen Hand.

Natürlich muss es Spaß machen. Wenn es einem nicht liegt, dann bitte eben so, wie man es gern hat. Solange es nicht mit einem Spiegelkasten.... :mrgreen:

so weit
Maico
S1RII, GX8, EM-10II(IRmod) und viel Glas - also viel Spaß!

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videoL
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Re: JPEG besser al RAW ????

Beitrag von videoL » Mittwoch 22. Juni 2016, 11:07

mikesch0815 hat geschrieben: Speicherplatz ist für mich kein Thema, die Zeiten sind nun wirklich Geschichte.
so weit Maico
Hallo Meico,
sehe ich auch so.
Früher dachte ich wer braucht schon 1TB Speicher und zu den damaligen Preisen.
Heute habe ich selbst 1 TB und 2 TB FPs.
Bei manchen 4K-Videos habe ich z.T. über 300 GB ( in Worten: dreihundert ) Rohmaterial.
Und nicht immer kann ich gleich selektieren bzw. bearbeiten.
Manches Rohmaterial will ich dann u. U. auch nicht löschen.
Viele Grüße Bild videowilli

Deutschland:
BildBildBild
Das Motiv, es kommt darauf an, wie man es sieht.
Ohne Kritik kann ich nicht besser werden.

Kamera = FZ 1000, LED Videoleuchte, Stative, DCR 150, Canon 500d, Kenko Pro1 +3 Dioptrin,3D Schlitten, Hoya Filter
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Wolfgang B.
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Re: JPEG besser al RAW ????

Beitrag von Wolfgang B. » Mittwoch 22. Juni 2016, 13:02

Maico hat geschrieben:
JPG ist ein sehr gutes Format. Ideal für Bildschirmanzeigen (Flickr) und auch für einige Druckgeschichten. Wobei ich für Prints TIFF bevorzuge, gern auch komprimierte. Die Komprimierung arbeitet feiner als bei JPGs.
Das ist ein nicht ganz unwichtiges Argument. Die jpg-Kompression ist immer verlustbehaftet, auch bei der höchsten Qualitätsstufe. Für den Fall, dass man ein Foto im Laufe der Jahre ab und zu neu bearbeitet und wieder speichert, hat man jedes Mal Verluste, die nach mehrmaligem Speichern beispielsweise als Farbflächen deutlich zu sehen sind.
Die (abschaltbare) Tiff-Kompression (LZW oder zip) hingegen arbeitet nicht nur feiner sondern absolut verlustfrei.

Und beim RAW bleibt das Original ohnehin unverändert erhalten.

Beste Grüße, Wolfgang
G70, G81

Nikon, Canon sprach die Tante, als sie Lumix noch nicht kannte.

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dinus
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Re: JPEG besser al RAW ????

Beitrag von dinus » Mittwoch 22. Juni 2016, 13:37

Eine Interessante Diskussion, einige Bilder habe ich auch schon vom RAW entwickelt.
Bearbeite aber meistens meine JPG, weil ich meist wenig anpasse. Hauptsächlich die Kontraste und das Bild zuschneiden.
Dabei arbeite ich immer mit Anpassungs-Ebnen und speichere die angepasste Datei mit den Ebenen unter einem Neuen Dateinamen im Photoline Format (ohne Kompression) ab.

Hat jemand von Euch Beispiele von Photos als Vergleich, wo sie aus dem RAW noch Details raus geholt haben welche im JPG nicht mehr vorhanden waren?

Danke und Gruss
Dinus
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nordishbynature
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Re: JPEG besser al RAW ????

Beitrag von nordishbynature » Mittwoch 22. Juni 2016, 15:02

Zwar ist jede Kompression verlustbehaftet (da hat Wolfgang recht), aber das gilt natürlich für jedes komprimierende Daten-Format, nicht nur für JPG.

Für jedes ordentliche(!) Bildbearbeitungsprogramm aber gilt, daß es die Ursprungsdatei unbearbeitet läßt, die wird als auch nach mehrmaliger Bearbeitung nicht verändert und daher auch nicht schlechter/artefaktreicher. Ein Export der Bilddaten sollte immer nur die Kopie einer Arbeitsdatei sein!
Moin!, sagt Jenso
aka Nordishbynature – doch ich trage ja wieder meinen alten Namen…

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cani#68
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Re: JPEG besser al RAW ????

Beitrag von cani#68 » Mittwoch 22. Juni 2016, 15:19

mikesch0815 hat geschrieben: Letztlich kann jeder so arbeiten wie er mag. RAW ist nicht komplizierter oder zeitaufwendiger. Für mich ist es wie beim Entwickeln damals - das gehört auch dazu.
Natürlich muss es Spaß machen. Wenn es einem nicht liegt, dann bitte eben so, wie man es gern hat.
Sehr passende Aussage - die analoge Dunkelkammer heißt heute Lightroom ( oder Capture One, ....)
Und für manche ist die Entwicklung (Analog oder Digital) dann halt ein Teil der Fotografie.
______________
Schöne Jrooß
Uwe


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Wolfgang B.
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Re: JPEG besser al RAW ????

Beitrag von Wolfgang B. » Mittwoch 22. Juni 2016, 16:09

nordishbynature hat geschrieben:
Zwar ist jede Kompression verlustbehaftet (da hat Wolfgang recht), aber das gilt natürlich für jedes komprimierende Daten-Format, nicht nur für JPG.
Hallo nordishbynature,

nein, das ist definitiv nicht richtig. Die zip- und die LZH/LZW-Kompression, wie sie beispielsweise bei Tiffs verwendet werden kann, ist definitiv nicht verlustbehaftet.

Das lässt sich auch leicht recherchieren:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bildkompression

Beste Grüße, Wolfgang
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Re: JPEG besser al RAW ????

Beitrag von nordishbynature » Mittwoch 22. Juni 2016, 16:57

OK, OK, Wolfgang, dann vergiß meine Worte - aber es ging hier ja zum Glück mehr um die JPG-RAW-Gegenüberstellung…
Moin!, sagt Jenso
aka Nordishbynature – doch ich trage ja wieder meinen alten Namen…

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