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von Wolfgang B. » Dienstag 20. Juni 2017, 11:22
Um mich mal wieder an den Ursprung dieses Threads anzunähern:
All das, was mit den Signalen passiert, die von der Kamera in unterschiedlicher Art und Weise verarbeitet werden, nachdem sie als Lichtstrahl auf den Sensor gefallen sind, das ist die eine Sache, ich glaube nicht, dass sich diese Informationsverarbeitung zwischen den aktuellen Panas und Olys signifikant unterscheiden und wenn, dann sind unterschiedliches Rauschverhalten bzw. Verarbeitungsgeschwindigkeiten der Signale einschließlich Dynamik Dinge, in denen sich Olys und Panas sicherlich ein wenig unterscheiden. Aber diese Dinge sind nicht wirklich objektivabhängig, mal abgesehen von der Korrektur von tonnen- oder kissenförmigen Verzerrungen. Da kennen die Panas ihre eigenen Objektive besser als die Olys und umgekehrt.
Auch die unterschiedliche Art, wie die Bildstabilisierung passiert, wirkt sich zwar auf das fertige Bild aus, gehört aber nicht wirklich zum von Lenno aufgeworfenen Thema.
Wenn wir uns aber den Eigenschaften der Objektive zuwenden, also bevor und während der Lichtstrahl auf den Sensor fällt, dann gibt es da in der Tat einige Dinge zu beachten:
In der Anfangsphase der digitalen Fotografie wurde jedes Objektiv, vor allem der Fremdhersteller an verschiedenen Kameras getrennt getestet und es kam recht häufig vor, dass ein Objektiv von Tamron oder Sigma an der einen Kamera und da insbeosndere bei einem ganz bestimmten Sensortyp vollkommen anders abschnitt als bei einem anderen Sensor oder der Kamera eines anderen Herstellers.
Der Grund hierfür war, dass die Objektive so berechnet waren, dass sich die unterschliedlichen Farbstrahlen bei der analogen Fotografie in der Tiefe der Filmdicke kreuzen mussten. Ein Film ist zwar denkbar dünn, trotzdem mussten die einzelnen farbempfindlichen Schichten innerhalb des Films bei der Korrekturberechnung des Objektivs berücksichtigt werden.
Nun kam die digitale Fotografie und plötzlich mussten die blauen, roten und grünen Lichtstrahlen nicht mehr in der Tiefe des Films eintauchen, sondern mussten oben auf der "richtigen" Fotozelle auftreffen.
Dadurch wurden viele an sich hervorragende Objektive nur noch Mittelmaß oder umgekehrt. Ältere Besitzer von analogen Schätzchen werden vielleicht wissen, dass sich ihre Schätze in mancher (nicht in aller) Hinsicht an einer Pana oder Oly sehr viel unterschiedlicher verhalten, als das früher an analogen Kameras der Fall war.
Je nach Anordnung des Bayer-Gitters konnte es in der frühen Phase ebenfalls zu starken Abweichungen auch in der digitalen Welt kommen. Zudem sind die einzelnen Fotozellen auf dem Sensor in "Schächten" angebracht und wenn ein blauer, grüner oder roter Lichtstrahl nicht ganz genau auf die Oberfläche der jeweiligen Fotozelle fällt, dann kann es sein, dass er von der Zwischenwand zwischen zwei Fotozellen verschluckt wird oder auf die "falsche" Fotozelle fällt. Logisch, dass das zu CAs und Unschärfen führen kann.
Genau das war das Problem am Anfang der digitalen Welt: Die alten Objektive verhielten sich an Sensoren anders als früher an Filmen und die für die digitale Welt neu konstruierten Objektive, unterschieden sich auch von Kamera zu Kamera.
Das sind Probleme, die im Prinzip auch heute noch existieren, z.B. bei Objektiven von Drittherstellern, die mittels unterschiedlicher Bajonette sowohl für eine Nikon als auch für eine Canon konstruiert sind. - Selbstverständlich auch, wenn adaptiert wird.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es so große Unterschiede zwischen einer aktuellen 16 MB Pana und einer 16 MB Oly gibt. Es besteht ja sogar der Verdacht, dass zuweilen die Sensoren vom selben Hersteller kommen.
Unterschiede - aber keine signifikanten - kann ich mir aber zwischen einer 20 MB Pana und einer 16 MB Oly bzw. umgekehrt vorstellen.
Beim klassischen Film wussten die Objektivhersteller ganz genau, was sie in der Kamera erwartet. In der digatlen Welt ist das immer noch ein wenig differenzierter.
Beste Grüße, Wolfgang