Hallo Jan,
Janer hat geschrieben:Das sehe ich etwas anders, denn das habe ich letztens gerade getestet!
Fotografiert werden sollte eine Flasche mit durchsichtigen Inhalt, weißen Etikett und weißen Hintergrund , mit der EOS 60D habe ich es hin bekommen ohne in einem Bereich abzublenden wo die Beugung eintritt, mit der Lumix nicht.
Hinzukommt, dass die ISO bei der GH4 sogar auf 100 gestellt werden kann, sicher nicht viel weiter runter als mit der GH3, aber insgesamt macht das schon eine Blendenstufe aus.
Was war das Problem. Der Beugungseintritt?.
Es gibt ein paar Möglichkeiten die Lichtintensität bei dem von Dir beschriebenen Modell zu reduzieren (Wobei ich auch insbesondere in diesem Fall nach rechts belichten würde):
1. Abblenden (Die 60D hat aufgrund ihrer 18MP mit APS-C Sensor ihre förderliche Blende bei ca. f/12 und 600nm. Bei den Gs setzt sie aufgrund des Pixelpitch ca bei f/8.0 ein.)
Die Idee ist also bei den mFTs nur bis f/8.0 mit guten Ergebnissen umzusetzen. Abblenden ist also nicht die beste Lösung um die Lichtintensität zu reduzieren, sondern nur um die Schärfentiefe zu bestimmen.
2. Die ISO zu reduzieren. Keine so gute Idee, denn den vollen Dynamikumfang erhält man nicht bei ISO 100 oder 125. Man verliert ca. 1 Blendenstufe an Ausgangsdynamik, denn oft wird bei den
erweiterten ISO-Werten eine kamerainterne Überbelichtung von x EV durchgeführt, um die Belichtungszeit entsprechend der ISO-Wertreduzierung zu verlängern.
3. Den Blitz Drosseln. Mit Systemblitzen ist eine Reduzierung bis 1/128 möglich. Das genügt nach meinen Erfahrungen selbst mit starken Systemblitzen in den meisten Fällen. Allerdings funktioniert das nicht allen Studioblitzen. Dann muss man eben die Distanz Blitz/Objekt vergrößern oder mit Diffusoren arbeiten.
4. Wenn das immer noch nicht ausreichen sollte kann man gut auf das HSS-Blitzen mit Belichtungszeiten bis 1/4000 oder gar 1/8000 ausweichen.
Dazu benötigt man keine kurze Synchronisationszeiten mehr. Allerdings wird als Nachteil die Blitzleistung reduziert. Ein Problem ist es im freien bei hellem Licht und Offenblende das richtige Verhältnis Licht zu Blitz zu erhalten.
(Das muss genügend Spielraum für sämtliche Belichtungssituationen sein.)
Janer hat geschrieben:Mit Vollformat hat man wohl sicher die besten Vorraumsetzungen, sicher wird da auch noch interpolieren!
Ich bezog mich auf Deine Aussage zu sehr großen Plakaten. Die werden nicht mit Vollformatkameras, sondern mit Mittelformat oder gar noch größeren Sensoren gemacht. Bei Vollformat (ehemals Kleinbild) ist die Welt noch nicht zu ende.
... Der Sensor der 60D ist schon etwas älter. Die Welt und die Sensortechnik hat sich inzwischen weiterbewegt.
Viele Grüße
Andreas