Stacking mit allen Kamerasystemen (offen)

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Christoph O.
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Stacking mit allen Kamerasystemen (offen)

Beitrag von Christoph O. » Samstag 25. Juni 2016, 22:51

Hallo Leute,
es gibt ja leider kein Thema was sich speziell mit dem Stacken befasst.
Wichtiger wäre noch, zu beweisen, das Stacken auch mit einer Kompaktkamera und überschaubaren Aufwand möglich ist.
Im Stackingforum o.ä. würde man dafür wahrscheinlich nur belächelt werden, aber hier geht vielleicht was.

Deshalb fange ich hier einfach mal an und hoffe daß sich andere anschließen.
Mein Equiment ist noch lange nicht perfekt, aber es wird immer besser.

Detail einer Rosenknospe. 58 Aufnahmen mit Raynox Msn-202
Rosendetail.JPG
Rosendetail.JPG (245.23 KiB) 7872 mal betrachtet
Noch eine Fliege. 45 bzw.48 Aufnahmen Auch mit dem 202er.
Fliege 1.JPG
Fliege 1.JPG (181.43 KiB) 7872 mal betrachtet
Fliege2.JPG
Fliege2.JPG (156.97 KiB) 7872 mal betrachtet
Grüße
Christoph

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Sennheiser
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Re: Stacking mit den Kompakten (Offen)

Beitrag von Sennheiser » Sonntag 26. Juni 2016, 20:53

Hallo Christoph,

Bin der Neue und komme jetzt öfter... :lol:

Das sieht doch bei dir schon gut aus mit den Fliegen.

Bei mir läuft gerade der Zerene Stacker mit Aufnahmen von nem radioaktiven Mineral.
Gruß Rolf

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Re: Stacking mit den Kompakten (Offen)

Beitrag von Christoph O. » Sonntag 26. Juni 2016, 21:03

Heute habe ich mal versucht Objekte im Sonnenlicht zu stacken. Mit mäßigem Erfolg.
Meine Stative rauben mir noch den letzten Nerv. :cry:
Ein Reprotisch o.ä. muss her.
Falls jemand einen günstigen loswerden möchte, bitte bei mir melden.

Das ist leider nicht gut geworden. Jetzt verstehe ich warum zu starke Lichtreflexe beim stacken nicht funktionieren.
98 Aufnahmen mit dem 202er.
Mineral Azurit mit Malachit.JPG
Mineral Azurit mit Malachit.JPG (376.99 KiB) 7821 mal betrachtet
Die Motte ist schon besser, aber nicht wirklich gut.
Jeweils 70 Aufnahmen. Bei Falter3 war dann der Akku alle. :(
Falter1.JPG
Falter1.JPG (350.24 KiB) 7821 mal betrachtet
Falter3.JPG
Falter3.JPG (295.65 KiB) 7821 mal betrachtet
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Christoph

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Re: Stacking mit den Kompakten (Offen)

Beitrag von Sennheiser » Sonntag 26. Juni 2016, 21:39

Ich habe vorhin ganz dämlich überbelichtet, zeig´s aber trotzdem mal.

Eine Stufe mit radioaktiven Uranocircit unter Beigabe von UV - Licht.
Die Kristallplättchen haben eine Kantenlänge von ca. 2,5 mm.
Stack aus 191 Aufnahmen, Blende 3,2, 1/30 sec, 600 mm Brennweite mit dem Raynox 250. Bin froh wenn ich nächste Woche das 202 bekomme...


Bild
Gruß Rolf

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Re: Stacking mit den Kompakten (Offen)

Beitrag von Christoph O. » Sonntag 26. Juni 2016, 21:54

Hallo Rolf,

die Fluoreszenz und die "Plättchenanordnung" vom Uranocircit sieht klasse aus.
Was wirst Du erst mit dem 202er anstellen??

Hier was für die Bildung:
https://de.wikipedia.org/wiki/Fluoreszenz
https://de.wikipedia.org/wiki/Uranocircit
Grüße
Christoph

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Re: Stacking mit den Kompakten (Offen)

Beitrag von Sennheiser » Sonntag 26. Juni 2016, 22:09

Christoph O. hat geschrieben:Hallo Rolf,

die Fluoreszenz und die "Plättchenanordnung" vom Uranocircit sieht klasse aus.
Was wirst Du erst mit dem 202er anstellen??

Hier was für die Bildung:
https://de.wikipedia.org/wiki/Fluoreszenz
https://de.wikipedia.org/wiki/Uranocircit
Grins, mit Radioaktivität habe ich mich längere Zeit eingehend beschäftigt, und diese Artikel kenne ich.
Diese Stufe strahlt z.B. mit 8,23 Microsievert/h.

Wenn das 202 wirklich kaum chromatische Aberration verursacht werde ich endlich von den hohen Brennweiten wegkommen die eigentlich Wahnsinn sind. Zumindest über 600 mm die man ja leider wegen der Vignettierung bei den kleinen Konverterdurchmessern benötigt.
Gruß Rolf

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Re: Stacking mit den Kompakten (Offen)

Beitrag von Sennheiser » Montag 27. Juni 2016, 14:15

Christoph O. hat geschrieben:Hallo Leute,
es gibt ja leider kein Thema was sich speziell mit dem Stacken befasst.
Wichtiger wäre noch, zu beweisen, das Stacken auch mit einer Kompaktkamera und überschaubaren Aufwand möglich ist.
Im Stackingforum o.ä. würde man dafür wahrscheinlich nur belächelt werden, aber hier geht vielleicht was.
Ich denke die Fliegenbilder zeigen deutlich das dieses Stacken mit unseren Kompaktkameras und den verhältnismäßig preiswerten Konvertern zu brauchbaren Ergebnissen führt.
Selbstverständlich kann man das nicht mit hochwertigen Optiken und Vollformatkameras vergleichen die 30 oder 40 MB abspeichern und vom Finanziellen her wie auch Qualitativ in einer ganz anderen Liga unterwegs sind.

Zwei Sachen sind beim Stacken sehr wichtig.
Einmal weiches Licht - und die Gleichmäßigkeit der Stackschritte. Ungleiche Verstellung der Stackwege in der Feinverstellung führen zu partiellen Unschärfen im Objekt.

Nachfolgend nochmal ein Stack einer Fliege aus 249 Aufnahmen.


Bild
Gruß Rolf

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Re: Stacking mit den Kompakten (Offen)

Beitrag von Konrad-99 » Montag 27. Juni 2016, 15:35

Christoph O. hat geschrieben:Hallo Leute,
es gibt ja leider kein Thema was sich speziell mit dem Stacken befasst.
Wichtiger wäre noch, zu beweisen, das Stacken auch mit einer Kompaktkamera und überschaubaren Aufwand möglich ist.
An Beide: Mit welchem Bearbeitungsprogramm erstellt Ihr Eure Bilder?

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Re: Stacking mit den Kompakten (Offen)

Beitrag von lomix » Montag 27. Juni 2016, 15:39

tolles Ergebnis, aber ich brauche keine socooo grosse Fliege.Da träum´ich schlecht! :lol:
GX8 seit 1.9.2016 mit 14-42, Pana 35-100 2.8 Pro,PanLeica 100-400, Oly 60mm makro 2.8
FZ200- Raynox 150, Canon500D-Nahlinse,Funk-Fernauslöser,
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Re: Stacking mit den Kompakten (Offen)

Beitrag von Sennheiser » Montag 27. Juni 2016, 16:59

lomix hat geschrieben:tolles Ergebnis, aber ich brauche keine socooo grosse Fliege.Da träum´ich schlecht! :lol:
Danke.
Grins, ja, in der Größe könnten die Tierchen Vorlagen für Horrorfilme liefern. :lol:

@ Konrad-99

Ich hörte das auch der Christoph mit dem Zerene Stacker unterwegs ist.
Für mich das beste Stackprogramm zur Zeit. Absolut sein Geld wert.
Gruß Rolf

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Re: Stacking mit den Kompakten (Offen)

Beitrag von Christoph O. » Montag 27. Juni 2016, 18:21

Diese Fliege ist doch einsame Spitze!! Diesen metallischen Schimmer hast Du sehr gut eingefangen.

Ja auch ich benutze Zerene. Nach dem ich Combine Zp und Picolay probiert hatte und mit Zerene vergleichen konnte, war klar das Zerene deutlich besser ist. Ich würde mal behaupten, das ist eine andere Welt.
Es gibt noch die Software Helicon Focus, die wohl auch sehr gut und, in der Stackingscene, beliebt ist.

Das mit den gleichmäßigen Stacking-Schritten ist noch mein Problem. 180 Euronen für einen Lineartisch ist eigentlich günstig, wenn man das Ergebnis sieht und bedenkt was die Vollformat-Stacker für Equipment ausgeben. Kommt Zeit, kommt Lineartisch. Dazu muß man dann aber auch noch vibrationsfrei aufstellen können. Auch da gibt es bei mir viel Nachbesserungsbadarf.
Das weiches Licht wichtig ist, sieht man gut auf meinem missglückten Mineralienversuch. Nächstes mal benutze ich meine Softboxen.

Wichtig ist, glaube ich auch, die Achse der Focuslinie. Wenn ich schräg in ein Objekt reinfocussiere, gibt es Probleme (Die können von der Aglinfunktion nicht richtig ausgeglichen werden.). Leider habe die Bilder, auf denen ich das zeigen könnte schon gelöscht. Vielleicht ergibt sich ja nochmal die Situation :roll: , dann liefere ich nach.
Grüße
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Re: Stacking mit den Kompakten (Offen)

Beitrag von Sennheiser » Montag 27. Juni 2016, 19:05

Christoph O. hat geschrieben: ......
Wichtig ist, glaube ich auch, die Achse der Focuslinie. Wenn ich schräg in ein Objekt reinfocussiere, gibt es Probleme (Die können von der Aglinfunktion nicht richtig ausgeglichen werden.). Leider habe die Bilder, auf denen ich das zeigen könnte schon gelöscht. Vielleicht ergibt sich ja nochmal die Situation :roll: , dann liefere ich nach.
Nach meiner Erfahrung treten Schwierigkeiten die sich aus Abweichungen der optischen Achsen mehrerer eingesetzter Optiken ergeben in Richtung Randartefakte usw. bei mir eher am Mikroskop auf.
Entscheidend bei der Arbeit mit dem Mikrometertisch ist das parallele Ausrichten der Linie Kameraoptik zur Verfahrlinie des Tisches. Deshalb wurde die Schnellverschlußmimik von mir sehr genau ausgerichtet, ebenso wie das Anbringen der Wechselplatte am Kameraboden. Da habe ich eine Schmale die an der Kamera verbleibt und wo ich trotzdem an Akku und Speicherkarte herankomme.
Der aufgeschraubte Tubus mit dem verschraubten Konverter sind sauber verarbeitet, sodaß auch der Konverter absolut mittig in der Achse der Kameraoptik liegt, was aber nur mit StepDown Ringen funktioniert und weniger mit diesen witzigen Snap - Vorrichtungen.

Mit dieser Mimik gehe ich jedes Motiv stackmäßig an, egal aus welchem Winkel, ohne das es zu Artefakten kommt.
Eine Grenze setzt da nur die Überlegung einen kurzen Verfahrensweg zu bekommen um mit möglichst wenig Aufnahmen auszukommen.
Gruß Rolf

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Re: Stacking mit den Kompakten (Offen)

Beitrag von Sennheiser » Dienstag 28. Juni 2016, 12:10

Folgender Stack zeigt die beiden wesentlichsten Fehler die man machen kann.
Aufgenommen mit dem Raynox MSN 505, einem Konverter bei dem ich mich frage für welche Optik das Teil korrigiert wurde. Für die FZ300 wohl kaum wie mir Ergebnisse zeigen.

Das Objekt sind feine Kristallnaden von max. 3 mm Länge in einer Kristalldruse, die offen herumstand, vollkommen verdreckt ist und deshalb eine aufwändige Retuschierarbeit kaum lohnt.

Die beiden Kardinalfehler:
Fehler 1 ist die direkte Lichteinstrahlung, zu erkennen an den Reflexen und Überstrahlungen.
Fehler 2 sind die unterschiedlich großen Stackschritte die unterhalb der roten Linie größer werden und Unschärfe verursachen.
Dazu gehören auch die drei kürzeren Nadeln links, die zu dieser Schärfeebene gehören.


Bild
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Re: Stacking mit den Kompakten (Offen)

Beitrag von Konrad-99 » Dienstag 28. Juni 2016, 12:14

Sennheiser hat geschrieben: @ Konrad-99
Ich hörte das auch der Christoph mit dem Zerene Stacker unterwegs ist.
Für mich das beste Stackprogramm zur Zeit. Absolut sein Geld wert.
Für die Antwort: Danke
Zusatzfragen:
Das Programm benötigt doch noch ein Bildbearbeitungsprogramm?
Geht das auch mit GIMP?

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Re: Stacking mit den Kompakten (Offen)

Beitrag von Sennheiser » Dienstag 28. Juni 2016, 12:18

Das Zerene Stacker gibt die Stackergebnisse in JPEG und Tiff aus.
Damit kann man dann in allen gängigen Bildbearbeitungsprogrammen weiter bearbeiten.
Gruß Rolf

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