LR4 und temporäre Kameraprofile. Geht das?

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f_m_b
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LR4 und temporäre Kameraprofile. Geht das?

Beitrag von f_m_b » Samstag 15. September 2012, 18:28

Hallo,

ich bin gerade dabei ein wenig Erfahrung mit dem ColorChecker Passport zu sammeln.

Ich mache eine Bildserie mit ähnlichen Lichtbedingungen und nehme dabei ein Bild inklusive ColorChecker auf.

In Lightroom importiere ich die Serie und auch das Bild mit dem abgebildeten ColorChecker. Damit erstelle ein Kameraprofil über Datei-Exportieren-ColorChecker Passport.
Danach muss LR einmal beendet und wieder gestartet werden, damit das Farbprofil für die Fotoserie mit den ähnlichen Licht-Bedingungen angewendet werden kann.
Da ich keine Studioaufnahmen mit immer gleichbleibenden Lichtbedingungen mache, sammeln sich jetzt schon eine ganze Menge Farbprofile auf meiner Platte.
Platz genug ist noch für reichlich mehr Farbprofile... Aber ich verwende sie nur für die eine Serie und benötige danach das Farbprofil nicht mehr.

Kennt jemand von Euch eine Möglichkeit ein "temporäres" Farbprofil zu erstellen oder gibt es eine einfachere Möglichkeit ein Profil auf andere Bilder zu übertragen :?:


PS: Übrigens: Für Weißabgleich reicht es mit der Pipette eine Kachel des ColorCheckers anzuwählen und den damit eingestellten Weißabgleich auf die ganze Serie zu übertragen. :-)
Gruß Frank
Kamera: Pana G6 - Objektiv: Pana 7-14, 20, 12-35, 35-100, 100-300 - Lochblende - Marumi Achromat (+5)
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sardinien

Re: LR4 und temporäre Kameraprofile. Geht das?

Beitrag von sardinien » Samstag 15. September 2012, 19:59

Frank,
diese einfache Lösung meinst du sicherlich nicht?

1 Bild bearbeiten und anschließend die Einstellungen kopieren und auf die ausgewählten Bilder anwenden.

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f_m_b
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Re: LR4 und temporäre Kameraprofile. Geht das?

Beitrag von f_m_b » Sonntag 16. September 2012, 07:02

Guten Morgen sardinien

doch natürlich, so was einfaches meine ich. Bei Weißabgleich funktioniert das auch recht gut.

Wenn ich aber eine "automatische" Farbanpassung über colorChecker vornehmen möchte kenne ich nur den Weg den ich beschrieben habe.
Neues Farbprofil erstellen (Datei-Exportieren-ColorChecker Passport) und das Profil mit einem neuen Namen abspeichern. LR neu starten und dann wie Du sagst bei allen anwenden.
Ich möchte mir diesen Weg aber sparen und "einfach" die Farbkorrekturen anhand des colorChecker Bilds anwenden.

Vielleicht stelle ich eine kleine Bilderserie ein damit klarer wird was ich machen möchte.
Gruß Frank
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sardinien

Re: LR4 und temporäre Kameraprofile. Geht das?

Beitrag von sardinien » Sonntag 16. September 2012, 07:47

Hallo Frank,
erst durch deinen Beitrag kenne ich jetzt den ColorChecker. Vielleicht hilft dieser Beitrag
Meine eigenen Entwicklungseinstellungen speichere ich zur Einzel- bzw. Batchverwendung ab. Sind Objektiv- bzw. Kameraprofile hinterlegt, fließen diese mit in die Entwicklungseinstellung
mit ein.

ahinterl
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Re: LR4 und temporäre Kameraprofile. Geht das?

Beitrag von ahinterl » Sonntag 16. September 2012, 11:22

Ich müsste das mal checken, denke aber, die Sachlage ist so:

Nach dem Registrieren meines ColorChecker Passport auf der X-Rite Homepage habe ich per Mail einen Download-Link für ein Tool zugeschickt bekommen (DNG Profile Manager). Mit dem ist es möglich, Kameraprofile mehr oder weniger ein- oder auszuschalten. D.h. das Tool verwaltet die Profile, die in Lightroom entweder entfernt oder zugefügt werden. Die Anzahl der Profile in Lightroom kann so sehr überschaubar gehalten werden.

Aber: Wenn du einmal ein Kameraprofil auf ein oder mehrere Bilder angewendet hast, kannst du es nicht einfach wieder "ausschalten" (mit dem X-Rite Tool) oder die Profildatei löschen, ohne dass da negative Folgen damit verbunden wären: Lightroom bezieht sich nämlich auf die zugewiesene Profildatei (d.h. die Profilinformationen werden nicht in's XML oder DNG für ein RAW übernommen). Ist die nicht mehr vorhanden (z.B. weil du sie mit dem DBG Profile Manager "ausgeschaltet" hast), wendet Lightroom das nächste Profil in der Liste zu. Du verlierst so die korrekte Profilzuweisung!

Im Prinzip steht jeder, der Kameraprofile verwendet, vor dem gleichen Dilemma wie du, und solange Lightroom kein verbessertes Handling für Kameraprofile bieten kann, wird das auch für absehbare Zeit so bleiben. Ich persönlich löse das so: Ich hebe mir die Fotos, auf denen ich den ColorChecker fotografiert habe, einfach auf. Weil meine Bilder nach Datum sortiert sind, weiß ich auch, für welche Fotos eine ColorChecker-Aufnahme gültig ist. Ich mache dann mit dem X-Rite Plugin ein Kameraprofil und weise es den entsprechenden Fotos zu. Diese öffne ich dann in Photoshop, nehme nach Bedarf Korrekturen in Camera Raw vor, und speichere das jeweilige psd. Danach kann ich das Kameraprofil im DNG Profile Manager gefahrlos "ausschalten" oder sogar ganz löschen, alle Informationen sind in den Photoshop-Dateien drin. Und sollte ich das Kameraprofil irgendwann wieder mal brauchen, habe ich immer noch das Originalfoto vom ColorChecker, von dem ich jederzeit ein Profil erstellen kann!
Andreas

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f_m_b
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Re: LR4 und temporäre Kameraprofile. Geht das?

Beitrag von f_m_b » Sonntag 16. September 2012, 22:35

Danke für Eure Antworten.

Leider komme ich heute nicht mehr dazu etwas auszuprobieren.
Ich melde mich wieder.
Gruß Frank
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Re: LR4 und temporäre Kameraprofile. Geht das?

Beitrag von f_m_b » Sonntag 23. September 2012, 21:16

Hallo Gerd
wenn ich Dich richtig verstanden habe legst Du für jedes Objektiv und einer dazugehörigen Lichtsituation ein Profil ab, welches Du dann bei gleichem Objektiv und ähnlichen Lichtverhältnissen wieder verwendest.
Was speicherst Du alles außer den Farbkalibrationsänderungen in diesen Profilen ab?
Die Objektivverzerrung und Farbsäume kannst Du ja separat unter einem "Objektivkorrektur"-Profil vorgeben. Dieses wird dann automatisch mit den verwendeten Objektivdaten (EXIF) angewendet.

Hallo Andreas
ich verstehe, Lightroom speichert nur eine Referenz auf das verwendete Profil in der Datenbank ab und nicht die Profilkorrekturen an sich. Bei Verlust des Profils kann dieses auch nicht mehr verwendet werden.
Wenn Du das Bild an Photoshop weitergibst wird das Bild als TIFF- oder PSD-Datei mit den eingestellten Profileinstellungen entwickelt.
Danach arbeitest Du auf der entwickelten TIFF Datei weiter.
Wird dadurch nicht die RAW-Prozessverarbeitung unterbrochen?

Kann Lightroom mit TIFF/PSD-Dateien gleichberechtigt umgehen wie mir DNGs?

Danke für Eure Antworten.
Ich werde mal versuchen ein paar Standard-Situationen mit dem ColorChecker Pasport aufzunehmen und als Profil hinterlegen und dann mit speziellen Profilen vergleichen.
Vielleicht benötige ich ja nur noch in ganz extremen Fällen ein spezielles Profil. Was auf jeden Fall sehr gut funktioniert ist die Steuerung des Weißabgleichs mit dem ColorChecker.
Gruß Frank
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sardinien

Re: LR4 und temporäre Kameraprofile. Geht das?

Beitrag von sardinien » Montag 24. September 2012, 10:06

Hallo Frank,
meine abgepeicherten Entwicklungseinstellungen umfassen keine Effekte und Teiltonungen.

Objektivkorrekturen innerhalb der abgespeicherten Entwicklungseinstellungen sind nur in den 7.5 mm Einstellungen enthalten, die ich ab und an auch für das PZ 14-42 mit WW und fisheye Konvertern verwende.

https://www.dropbox.com/s/ewfkcgl35id1j ... raphic.zip

Je nach Bedarf werden die Objektivkorrekturen für das. 7.5 mm noch manuell ergänzt.

Die Objektivkorrekturen incl. CA sind in den Metadaten der RW2 (bin zum RAW Fotografen zwischenzeitlich mutiert) enthalten. Diese werden von LR automatisch eingelsenen. Das reicht mir.

Hier ein Einstelungsfile für den Mond.
https://www.dropbox.com/s/nrshys95erdq4 ... Mond.zip?m

Zwischen der GF2 und G3 unterscheide ich nicht.

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Re: LR4 und temporäre Kameraprofile. Geht das?

Beitrag von ahinterl » Montag 24. September 2012, 10:54

f_m_b hat geschrieben:Hallo Andreas
ich verstehe, Lightroom speichert nur eine Referenz auf das verwendete Profil in der Datenbank ab und nicht die Profilkorrekturen an sich. Bei Verlust des Profils kann dieses auch nicht mehr verwendet werden.
Wenn Du das Bild an Photoshop weitergibst wird das Bild als TIFF- oder PSD-Datei mit den eingestellten Profileinstellungen entwickelt.
Danach arbeitest Du auf der entwickelten TIFF Datei weiter.
Wird dadurch nicht die RAW-Prozessverarbeitung unterbrochen?
Genau! Deine Frage verstehe ich allerdings leider nicht :( ... Ich mach' das so: In Lightroom nehme ich Grundkorrekturen vor (kein Schärfen, Entrauschen) und weise das Kameraprofil zu. Dann folgt "Bearbeiten in Photoshop", und wenn ich das Bild dann in Photoshop als .psd speichere, ist ab da "alles mit drin" ;) Eine Unterbrechung des RAW-Prozesses sehe ich nicht...
f_m_b hat geschrieben:Kann Lightroom mit TIFF/PSD-Dateien gleichberechtigt umgehen wie mir DNGs?
Sobald ich .psd Dateien habe, gehe ich nach Lightroom nur mehr zum Drucken zurück. Bearbeitet wird da nichts mehr, nur noch in Photoshop. Keine Ahnung, ob Lightroom mit den Dateien in punkto Bearbeitung was anfagen kann, bei TIFFs weiß ich das auch nicht. Aber wie gesagt, die Notwendigkeit sehe ich nicht, nachträglich da irgendwas in Lightroom zu machen, Photoshop ist da das Werkzeug der Wahl ;)

Frohes Entwickeln :)
Andreas

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