RAW und Rauschen

Alles rund um Hard- und Software, die man zur Bildbearbeitung benötigt.
ahinterl
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Re: RAW und Rauschen

Beitrag von ahinterl » Donnerstag 12. Juli 2012, 17:19

Schönheit liegt im Auge des Betrachters ;)

Ich würde nicht sagen, dass ordentliche Nachbearbeitung Fotos unnatürlich macht. Ich selber bin auch nicht der Typ, der auf Fotos steht, denen man sofort ansieht, dass sie stark nachbearbeitet worden sind. Allerdings ist sowas manchmal auch "schön" - aber auch ich bin eher der "natürliche" Typ!

Mit der digitalen Fotografie ist heutzutage eben viel mehr möglich als damals in der analogen Welt. Fotografieren macht nur die Hälfte aus, der Rest ist die digitale Nachbearbeitung. Und mit der bekomme ich eben Rauschen weg, Schärfe und Farben rein, kann Details zum Vorschein bringen, die sonst fast unsichtbar blieben etc. etc. Das muss überhaupt nicht heißen, dass da irgendwas "unnatürlich" wird. Sicher kann man da leicht übertreiben, man muss aber nicht 8-)

Ich habe eine Mappe wunderbarer Ausdrucke, die sehr natürlich rüberkommen, und ich behaupte mal, dass alle diese Fotos um Eckhäuser besser sind als alles, was sich analog machen lässt. Das ist der Fortschritt! Ich jedenfalls bin froh, eben nicht die analogen Altlasten geerbt zu haben!

Aber wie du schon richtig sagst: Jedem das Seine! In diesem Sinn: Weiterhin frohes Fotografieren!
Andreas

ThomasT
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Re: RAW und Rauschen

Beitrag von ThomasT » Donnerstag 12. Juli 2012, 17:47

MinoltaFan hat geschrieben:Ich bin eher "naturalistisch" veranlagt
Das ist im Bildbereich so, aber auch im Tonbereich (wo ich noch "tätig" bin):
Um einen natürlichen Eindruch zu haben muss man "verfremden". D.h. das "natürliche" Rohmaterial so aufbereitet wie es ein Betrachter als "natürllich" erwarten würde.

Und dann muss man manchmal was verfremden um etwas als richtig erscheinen zu lassen. Im Tonbereich ist das z.B. ein Metal-Schlagzeug, dass in modernen Produktionen nicht mehr mit dem natürlichen Klang eines Schlagzeugs zu tun hat, sondern quasi "aufgeblasen", größer als natürlich erscheint. Aber eben als genre-richtig. So wie es alle erwarten.
Beim Bild ist es z.B. der Weissabgleich. Da tue ich mich besonders schwer, denn ich kann - im Rahmen - Farbtemperatur und Farbfehler absolut sehen. Für mich ist die weisse Tischdecke abends bei Kerzenschein orange.
Für viele andere aber weiss. Was tun?
Ich habe gelernt, dass in vielen Fällen ein richtiger Weissabgleich der graues wieder zu grau macht oft am besten kommt. D.h. es sieht auf dem Photo am besten aus. Um die Stimmung wiederzugeben, wenn gewünscht, dreht man es wieder in Richtung originaler Farbstich aber nur zu max. 50% eher 30%. Z.B. durch 70% Ebenendeckkraft.

Was ich sagen wil: oft ist das was der Betrachter/Hörer als naturlichen Eindruck erwartet, so weit von dem entfernt was man mit natürlichen Mitteln herausbekommt, dass man stark tunen muss.
Lumix G3, GF3
Blackmagic Pocket Cinema Camera (super16 sensor, Cropfaktor 2.88 KB)
Panasonic 7-14, Laowa 7.5 mm, SLR Magic Hyperprime 12 mm, Panasonic 14-42, Sigma 19, Panasonic 20, Panasonic 45-150
Pentacon 29/f2.8, Pentacon 50/f1.8, Pentacon 135/f2.8

franeu
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Re: RAW und Rauschen

Beitrag von franeu » Montag 16. Juli 2012, 12:42

@ Lenno
warum muß ich in Lightroom und Photoshop die gleichen Arbeitsschritte machen. Ich verstehe das so, wenn ich in Lightroom meine Fotos vom Rauschen befreit habe und sonstige verbesserungen gemacht habe speichere ich doch zb. die Fotos als jpeg-datei ab. warum brauche ich noch Photoshop (als Beispiel) ?

Lenno

Re: RAW und Rauschen

Beitrag von Lenno » Montag 16. Juli 2012, 12:52

Hallo franeu, da machst natürlich nur jeweils in Lightroom oder Photoshop die Arbeitsschritte.
Nur mancher hat halt eben nur Lightroom und ein anderer nur Photoshop, deßhalb die Erklärung für beide Programme.
Alles klar? ;)

franeu
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Re: RAW und Rauschen

Beitrag von franeu » Montag 16. Juli 2012, 13:00

Ja super. Danke dir.

Jürgen

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