Vermutlich bin ich nicht der Einzige hier im Forum, der von einer Chemie-Kamera zu einem Elektronik-Monster umgestiegen ist. Damit stellte sich mir das Problem, alte Dias einzuscannen. Zum einen, weil die alten Schätze verblassen und zum anderen, weil ich die Bilder endlich einmal auf einem großen Bildschirm sehen möchte. Möglicherweise kommt ja auch noch ein Beamer hinzu. Vielleicht ist das Thema ja auch für andere interessant, deshalb starte ich mal diesen Thread.
Heute kam mein gebrauchter Scanner, den ich in eBay gebraucht gekauft hatte. Für den seit langem nicht mehr produzierten Scanner gibt es bei Nikon zwar noch Software, aber auf dem neuesten Stand ist die natürlich nicht. Aber ich verwende im Zusammenhang mit einem anderen Scanner schon seit einiger Zeit Vuescan Professional. Diese Software hat den Nikon-Scanner sofort erkannt, eine Installation von Treibern oder weiterer Software war nicht nötig. Und die ersten Scans von Kodachrome-Dias sehen vielversprechend aus, die von Agfa-Filmen ebenfalls.
Im Moment versuche ich, ob die gescannten Bilder nachbearbeitet werden müssen. Bei ersten Versuchen habe ich die vom Scanner erzeugten 48-Bit-tif-Dateien mit Silkypix nachbearbeitet. Mit Sikypix kann man noch einige Korrekturen vornehmen, z.B. die Farbkorrektur anhand von grauen Gegenständen oder anhand von Hautfarben. Bei einer Scanner-Auflösung von 4000 dpi ist Nachschärfen mit Sikypix nicht notwendig. Ich finde jedenfalls, daß ein RAW-Konverter wie Siklypix sehr gut mit einem Scanner zusammenarbeitet.
Auf diese Weise sind die Winterabende der nächsten Jahre gerettet, wie ich befürchte. Jetzt kommen allerdings die Folgekosten. Ich denke, daß ich nun endlich meinen Bildschirm kalibrieren sollte. Außerdem brauche ich jetzt eine wirklich große Festplatte, denn bei 100 MByte pro Bild kommt doch einiges zusammen. Da wäre mein armer kleiner Laptop wohl bald überfordert.
Sind hier Erfahrungen mit Dia-Scannern vorhanden? Wie handhabt Ihr das Thema?
Klaas
Dia-Scanner Nikon Coolscan V ED - und die Folgen
Dia-Scanner Nikon Coolscan V ED - und die Folgen
Lumix GH2 mit 12-60 mm, 20 mm, 14-42 mm, 45-200 mm, Nikon Coolscan V ED.
Windows 10 64 Bit, Lightroom 6.7, Photomatix Essentials, Gimp 2.8, Nikon Scan 4.0.3.
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- Wolfgang B.
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Re: Dia-Scanner Nikon Coolscan V ED - und die Folgen
Hallo Klaas,
bist Du Dir sicher, dass Du Deine Schätz auch weiterhin in 48-bit-Tiffs aufbewahren willst? Wenn Du mit der Nachbearbeitung durch bist und auch nicht die Absicht hast, Deine Fotos im professionellen Kunstdruck zu veröffentlichen, reicht meines Erachtens ein 8-bit-Tiff aus. Wenn Du nur auf ein elektronisches Medium wie Monotor ausgibst, reicht wahrscheinlich sogar ein jpg in der höchsten Qualitätsstufe aus.
Aber Du kennst Deine Fotos und Deine Ansprüche besser als ich.
Liebe Grüße, Wolfgang
Nebenbei: 100 MByte pro Bild sind gewaltig. Kennt Dein Programm eigentlich die Komprimierungsmöglichkeiten von Tiff-Bildern? Tiffs lassen sich nämlich verlustfrei komprimieren.
bist Du Dir sicher, dass Du Deine Schätz auch weiterhin in 48-bit-Tiffs aufbewahren willst? Wenn Du mit der Nachbearbeitung durch bist und auch nicht die Absicht hast, Deine Fotos im professionellen Kunstdruck zu veröffentlichen, reicht meines Erachtens ein 8-bit-Tiff aus. Wenn Du nur auf ein elektronisches Medium wie Monotor ausgibst, reicht wahrscheinlich sogar ein jpg in der höchsten Qualitätsstufe aus.
Aber Du kennst Deine Fotos und Deine Ansprüche besser als ich.
Liebe Grüße, Wolfgang
Nebenbei: 100 MByte pro Bild sind gewaltig. Kennt Dein Programm eigentlich die Komprimierungsmöglichkeiten von Tiff-Bildern? Tiffs lassen sich nämlich verlustfrei komprimieren.
G70, G81
Nikon, Canon sprach die Tante, als sie Lumix noch nicht kannte.
http://ansichtssachen.bruchhagen.de
Unser Skulpturen-Flickr: https://www.flickr.com/photos/christa-u ... ang/albums
Nikon, Canon sprach die Tante, als sie Lumix noch nicht kannte.
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Re: Dia-Scanner Nikon Coolscan V ED - und die Folgen
Danke für den Tipp!
Ich habe mit allen Kameras versucht, Dias abzufotografieren, das geht schneller. Aber vernünftige Farben gelingen mir nur mit dem Durchlichtscanner.
Willst Du wirklich alle Dias digitalisieren? Wie oft hast Du sie in den letzten Jahren angeschaut?
Digitalisieren ist ist gleichzeitig ein Grund zum Auswählen und Aussortieren...
Horka
Ich habe mit allen Kameras versucht, Dias abzufotografieren, das geht schneller. Aber vernünftige Farben gelingen mir nur mit dem Durchlichtscanner.
Willst Du wirklich alle Dias digitalisieren? Wie oft hast Du sie in den letzten Jahren angeschaut?
Digitalisieren ist ist gleichzeitig ein Grund zum Auswählen und Aussortieren...
Horka
Handliche Kameras
Re: Dia-Scanner Nikon Coolscan V ED - und die Folgen
Zunächst einmal danke für die Antworten.
Zu dem Thema 16-Bit-tif:
Ich habe gerade angefangen, mich mit dem Ding anzufreunden. Ich habe jetzt einige Kodachrome-Dias gescannt und kann am Monitor bezüglich 8-Bit und 16-Bit keinen Unterschied feststellen. Das war aber auch nicht der Sinn der Sache. Es geht mir darum, daß ich bei der Nachbereitung in Silkypix eine ausreichende Farbtiefe habe, um das Bild nachbearbeiten zu können. Damit will ich Lücken im Histogramm vermeiden. Das Ergebnis will ich dann in 8-Bit-tif lzw-komprimiert dauerhaft auf einem NAS speichern. Das ergäbe dann pro Bild nur noch rund 25 MB. Mit ein paar 2-TB-Festplatten sollte das dann kein Problem sein. Nach meinem Eindruck muß man fast jedes Bild nachbearbeiten.
Beim Versuch, 16-Bit-tif zu komprimieren, kamen etwas größere Dateien heraus als in der unkomprimierten Version. Das war mit Vuescan so und auch mit Silkypix. Die Komprimierung funktionierte nur bei 8-Bit-tif.
Zur Ausgabe der Bilder:
Kunstdrucke und ähnliches ist nicht beabsichtigt. Ich ersaufe in meiner Wohnung in Papierbildern und in Dias. Daher ja die Anschaffung eines Scanners, um endlich wieder Herr in meiner Wohnung zu werden.
Die Bilder liegen auf einer NAS und können von dort auf einen PC, ein Fernsehgerät oder (hoffentlich in naher Zukunft) auf einen Beamer ausgegeben werden. Um die Übertragunszeiten vom NAS in Grenzen zu halten, will ich Duplikate der Bilder mit Silkypix genau auf das Format des jeweiligen Ausgabegerätes bringen. Das mache ich zur Zeit schon mit meinen per Elektro-Kamera aufgenommenen Photos. Für diesen Zweck werden die Duplikate der Bilder in jpg auf der NAS abgelegt.
Noch ein Wort zur Größe der Bilder:
In naher Zukunft werden die UHD-Geräte erschwinglich werden, ich habe das erste schon für unter 2000€ gesehen. Die haben ein Format von 3840 × 2160. Daher lohnt es sich meines Erachtens, Dias mit 4000 dpi zu scannen. Das ergibt Bilder im Format 5340 x 3560 . Das ist nur 1,4x über dem UHD-Format. Für unser altes TV werden die Bilder zur Zeit noch auf 1080 x 720 herunter gerechnet.
Klaas
Zu dem Thema 16-Bit-tif:
Ich habe gerade angefangen, mich mit dem Ding anzufreunden. Ich habe jetzt einige Kodachrome-Dias gescannt und kann am Monitor bezüglich 8-Bit und 16-Bit keinen Unterschied feststellen. Das war aber auch nicht der Sinn der Sache. Es geht mir darum, daß ich bei der Nachbereitung in Silkypix eine ausreichende Farbtiefe habe, um das Bild nachbearbeiten zu können. Damit will ich Lücken im Histogramm vermeiden. Das Ergebnis will ich dann in 8-Bit-tif lzw-komprimiert dauerhaft auf einem NAS speichern. Das ergäbe dann pro Bild nur noch rund 25 MB. Mit ein paar 2-TB-Festplatten sollte das dann kein Problem sein. Nach meinem Eindruck muß man fast jedes Bild nachbearbeiten.
Beim Versuch, 16-Bit-tif zu komprimieren, kamen etwas größere Dateien heraus als in der unkomprimierten Version. Das war mit Vuescan so und auch mit Silkypix. Die Komprimierung funktionierte nur bei 8-Bit-tif.
Zur Ausgabe der Bilder:
Kunstdrucke und ähnliches ist nicht beabsichtigt. Ich ersaufe in meiner Wohnung in Papierbildern und in Dias. Daher ja die Anschaffung eines Scanners, um endlich wieder Herr in meiner Wohnung zu werden.
Die Bilder liegen auf einer NAS und können von dort auf einen PC, ein Fernsehgerät oder (hoffentlich in naher Zukunft) auf einen Beamer ausgegeben werden. Um die Übertragunszeiten vom NAS in Grenzen zu halten, will ich Duplikate der Bilder mit Silkypix genau auf das Format des jeweiligen Ausgabegerätes bringen. Das mache ich zur Zeit schon mit meinen per Elektro-Kamera aufgenommenen Photos. Für diesen Zweck werden die Duplikate der Bilder in jpg auf der NAS abgelegt.
Noch ein Wort zur Größe der Bilder:
In naher Zukunft werden die UHD-Geräte erschwinglich werden, ich habe das erste schon für unter 2000€ gesehen. Die haben ein Format von 3840 × 2160. Daher lohnt es sich meines Erachtens, Dias mit 4000 dpi zu scannen. Das ergibt Bilder im Format 5340 x 3560 . Das ist nur 1,4x über dem UHD-Format. Für unser altes TV werden die Bilder zur Zeit noch auf 1080 x 720 herunter gerechnet.
Klaas
Lumix GH2 mit 12-60 mm, 20 mm, 14-42 mm, 45-200 mm, Nikon Coolscan V ED.
Windows 10 64 Bit, Lightroom 6.7, Photomatix Essentials, Gimp 2.8, Nikon Scan 4.0.3.
Windows 10 64 Bit, Lightroom 6.7, Photomatix Essentials, Gimp 2.8, Nikon Scan 4.0.3.