Color Management - ich blick's nicht

Alles rund um Hard- und Software, die man zur Bildbearbeitung benötigt.
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capricorn
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Color Management - ich blick's nicht

Beitrag von capricorn » Freitag 26. Dezember 2014, 17:21

Beim Erstellen einer Diashow (mit einem MAGIX Produkt) bin ich heute auf ein Problem gestoßen wo ich null Ahnung habe an welcher Schraube ich drehen könnte um das in Griff zu kriegen. Ich setze jetzt mal auf die geballte Forumskompetenz - vielleicht gibt's doch eine Lösung ;-)

Das Problem ist, daß in der Diashow Farben anders dargestellt werden, als sie die zugrundeliegenden JPGs aufweisen.

Ganz offensichtlich unterstützt das Diashow Programm kein Color Management. Es gibt keinerlei Optionen dazu in den Menüs, nix im Handbuch und gähnende Leere auf der sonst eigentlich gut befüllten Supportseite.

Was genau passiert?
Die JPGs exportiere ich aus Lightroom mit Farbraum Adobe sRGB.
Mit aktiviertem Color Management zeigt Irfanview zeigt die Farben, so wie sie in Lightroom zu sehen sind.
Mit deaktiviertem Color Management zeigt Irfanview zeigt die Farben, so wie sie im Diashow Programm zu sehen sind.
Heißt für mich das Diashow Programm "kann" kein Farb Management.

Hat jemamd einen Tipp für mich was ich tun kann um die JPGs trotzdem (einigermaßen) farbgetreu von Lightroom in das Diashow Programm zu bekommen?

Danke für Euren Rat - und noch schöne Restweihnachten ;-)
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Re: Color Management - ich blick's nicht

Beitrag von Lenno » Freitag 26. Dezember 2014, 17:26

sRGB sollte eigentlich reichen.

Was für ein Diashow Programm ist das denn, eventuell ein anderes Programm verwenden.

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Re: Color Management - ich blick's nicht

Beitrag von Lenno » Freitag 26. Dezember 2014, 17:30

Was ist denn das Ausgabemedium, Fernseher, Computer-Monitor.?

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capricorn
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Re: Color Management - ich blick's nicht

Beitrag von capricorn » Freitag 26. Dezember 2014, 17:35

Primär der Computer-Monitor.

Das Diashow Programm (Fotos auf DVD 2014 Deluxe) möchte ich eigentlich nicht wechseln, da ich sonst gut damit zurechtkomme und auch dafür bezahlt habe.
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Re: Color Management - ich blick's nicht

Beitrag von Lenno » Freitag 26. Dezember 2014, 17:52

Da gibt es nur eins,
nimm mal bloss ein einziges Referenzfoto, stell dieses in Lightroom so ein, das es nachher für dich
in der Diashow gut passt. Speichere diese Entwicklung als Preset (Vorgabe) ab, z.B. Diashow.
Wende nun diese Vorgabe auf alle anderen Bilder für die Diashow an.

Wenn das Diashow kein Farbmangement unterstützt, dann wirst du immer andere Farben haben,
da kann man dann nichts machen.

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Re: Color Management - ich blick's nicht

Beitrag von capricorn » Freitag 26. Dezember 2014, 18:11

Ich glaube jetzt habe ich eine Möglichkeit gefunden:
ich exportiere die JPGs aus Lightroom mit Farbraum=Monitorprofil (kann man unter "Andere..." auswählen).

Damit sehen die Thumbnails im Explorer so bunt aus daß man fast einen Augenkrebs kriegt, aber die Diashow sieht damit farbecht zu Lightroom aus.
Zumindest auf meinem BenQ Monitor.
Die Frage ist wie das dann am Pana TV bzw. auf dem Android Tablett aussieht...

Danke für die Diskussion David, hat mir geholfen :-)
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Re: Color Management - ich blick's nicht

Beitrag von veo » Freitag 26. Dezember 2014, 18:19

capricorn hat geschrieben:Die JPGs exportiere ich aus Lightroom mit Farbraum Adobe sRGB.
Äh, was genau? Adobe RGB oder sRGB? Zu empfehlen ist sRGB, weil das der kleinste gemeinsame Nenner ist, mit dem Programme und Computermonitore zurecht kommen. Vielleicht ist auch ein Softproof mit sRGB als Profil zu empfehlen.

Wie Lenno schon schreibt, dann einen Probeexport von einem Bild in das Diashow Programm und dieses in Lightroom so lange anpassen, bis es passt. Dann die passenden Einstellungen auf alle anderen Bilder übertragen und erneut exportieren. Mach' vorsichtshalber vorher virtuelle Kopien der Bilder, um nicht vom Regen in die Traufe zu kommen.

Edit:
... war ich ein wenig langsam, aber ist ja schön, wenn wir das ähnlich sehen :mrgreen:
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Re: Color Management - ich blick's nicht

Beitrag von fox » Freitag 26. Dezember 2014, 19:13

Was ist denn ein virtuelle Kopie? :shock: :?:
Eine Kopie, die gar nicht wirklich ist? Ich würde lieber 'ne echte Kopie machen, da weiß man was man hat :!:

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Re: Color Management - ich blick's nicht

Beitrag von karlchen » Freitag 26. Dezember 2014, 19:20

OT
Ist eine virtuelle Kopie nicht in etwa so wie ein unsichtarer Post?
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Lenno

Re: Color Management - ich blick's nicht

Beitrag von Lenno » Freitag 26. Dezember 2014, 19:54

Eine virtuelle Kopie ist nur innerhalb von Lightroom möglich, genau wie die Bearbeitungen selbst,
diese sind nur zahlenwerte in einer Datenbank und werden nur beim Exportvorgang auf das Ausgabebild angewandt.
Eine virtuelle Kopie ist also keine wirkliche Kopie im Sinne von einer weiteren Datei, es ist ein und diesselbe Datei aber
in einer weiteren (virtuellen) Version. Also einfach eine weitere virtuelle Darstellung des Originals, aber mit anderen Zahlenwerten in
der Datenbank.
Das ist ja das tolle in Lightroom, man kann also z.B. 10 verschiedene Versionen einer einzigen Datei haben, ohne das die Festplatte den Platz
dafür wegnimmt, denn es ist nur eine Datei und keine 10.

fox

Re: Color Management - ich blick's nicht

Beitrag von fox » Freitag 26. Dezember 2014, 21:14

Aha, danke, klingt ja interessant. Aber heisst das nicht auch, dass die ganzen Bearbeitungsschritte, die zur jeweiligen Bildinstanz führen, beim Aufruf des Bildes erst einmal ausgeführt werden müssen? Dann müsste man auf das Ergebnis unter Umständen entsprechend lange warten. Also Speicherplatz gegen Verarbeitungszeit getauscht?

Lenno

Re: Color Management - ich blick's nicht

Beitrag von Lenno » Freitag 26. Dezember 2014, 21:20

Eine Bearbeitung kann man machen, muss man aber nicht.
Vor allem wenn man schon beim fotografieren darauf achtet das alles passt.

Bearbeitungen, zumindest bei mir, haben meistens sowieso eher künstlerische Eigenschaften.
Das Original ist eigentlich gut, aber mir gefällt es oft besser, eben etwas aus einem Bild zu machen,
das zwar mit der Realität nichts mehr zu tun hat, aber eben meinem persönlichen Stil eher entgegenkommt.

Aber im Grunde, hast du schon recht, Raw Fotografie beansprucht schon ein wenig Zeit, gerade
wenn man noch nicht so genau weiß an welchen Reglern man wie stark ziehen sollte. Aber mit der Zeit
geht das so fix, das merkt man kaum.

fox

Re: Color Management - ich blick's nicht

Beitrag von fox » Freitag 26. Dezember 2014, 21:39

Nein, das meine ich nicht. Die Zeit, die ich selbst brauche um das Bild zu bearbeiten, steht auf einem anderen Blatt. Ich meine die Zeit, die der Rechner braucht, um die Bearbeitung durchzuführen.

Beispiel: Ich habe ein Bild mit schiefem Horizont und rücke den durch Rotation gerade. Im Gimp dreh ich dazu an einem Regler und wenn ich mit der Vorschau zufrieden bin, klicke ich ok. Dann erhalte ich 'ne Sanduhr, der Rechner rechnet... und rechnet .... und etliche Sekunden später ist das Bild rotiert. Dazu kommen bei Bedarf weitere Bearbeitungsschritte (Kontrast, Farben, Skalieren, Komprimieren...), alle mit entsprechenden Rechenzeiten und am Ende speicher ich das fertige Bild als die bearbeitete (echte) Kopie. Will ich das irgendwann angucken: klick! Bild ist da. Kostet aber Speicherplatz wie das Original. Wenn ich nicht das Bild an sich abspeicher, sondern nur die Info, dass es um 1.5 Grad rechtsrotiiert ist, um 10% geschärft, auf 800x600 skaliert... usw., dann muss der Rechner das doch alles erst noch berechnen. Und ich geh erst mal Kaffekochen, während er versucht, das Bild auf den Monitor zu bringen. Zumindest bei langsamen Rechnern. So stell ich mir das jedenfalls vor.

Lenno

Re: Color Management - ich blick's nicht

Beitrag von Lenno » Freitag 26. Dezember 2014, 21:43

Achso, die Zeit.

Das geht schnell.

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Re: Color Management - ich blick's nicht

Beitrag von veo » Freitag 26. Dezember 2014, 21:51

fox hat geschrieben:Wenn ich nicht das Bild an sich abspeicher, sondern nur die Info, dass es um 1.5 Grad rechtsrotiiert ist, um 10% geschärft, auf 800x600 skaliert... usw., dann muss der Rechner das doch alles erst noch berechnen. Und ich geh erst mal Kaffekochen, während er versucht, das Bild auf den Monitor zu bringen. Zumindest bei langsamen Rechnern. So stell ich mir das jedenfalls vor.
Das ist ja das Tolle an Lightroom. Es wendet diese Befehle nicht auf die 14MB große Originaldatei an, sondern nur auf das Vorschaubild. Und das geht so schnell, wie Du an den Reglern drehst. Für alle Einstellungen hast Du ja eine Log Datei, in der Du alle Schritte in Echtzeit vor und zurück gehen kannst und alles wird protokolliert. Wenn Du eine virtuelle Kopie anlegst, kannst Du was ausprobieren, auch das wird protokolliert, oder Du kannst auch zum Anfang zurückgehen und von vorn anfangen. Und wenn Dir alles nicht gefällt, löscht Du die Kopie wieder und Deine ursprüngliche Bearbeitung bleibt erhalten und die Datei auf Deiner Festplatte sowieso.
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