Gedanken zur Backupstrategie

Alles rund um Hard- und Software, die man zur Bildbearbeitung benötigt.
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Lenno
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Re: Gedanken zur Backupstrategie

Beitrag von Lenno » Samstag 19. Januar 2019, 22:41

Christian-G6 hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 22:25
Lenno hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 18:02
Fotos kommen bei mir auf eine externe Festplatte, diese externe Festplatte habe ich
mit einer 2.ten Festplatte synchronisiert. D.h. neue Fotos kommen hinzu, alte die ich gelöscht habe
werden ebenfalls gelöscht. Das ganze wird also gespiegelt.
Verreckt mir eine Festplatte kann ich sofort mit der 2.ten weitermachen, muss dann halt wieder eine Festplatte
nachkaufen um darauf wieder die Daten der 1.ten zu spiegeln.
Eine Spiegelung (RAID1) ist aber keine Datensicherung; generell ist jeder RAID-Level kein Backup. Angenommen aufgrund eines Anwender- oder Controllerfehlers werden alle Daten auf Platte A gelöscht. Bei einer synchronen Spiegelung sind die Daten augenblicklich auch auf Platte B verloren. Oder ein Virus verschlüsselt dir Platte A, das Problem wird sofort auf Platte B übertragen.
Ich habe keinen Raidverbund, ich mache das über ein Synchronisationsprogramm und starte das ganze manuell.
Und die 2.te Festplatte wird nur beim Backup angeschlossen.
Auf diese Weise kann nichts passieren.

Christian-G6

Re: Gedanken zur Backupstrategie

Beitrag von Christian-G6 » Sonntag 20. Januar 2019, 00:05

Ich mache es mit meinem Mac so:

- alle 1-2 Tage inkrementelles Backup mit Apples Timemachine auf externe HD1 in meiner Schreibtischschublade
- 1x die Woche inkrementelles Backup mit Apples Timemachine auf externe HD2 die im Keller im Tresor liegt
- ca. alle 2 Wochen inkrementelles Backup mit Apples Timemachine auf externe HD3 die im Büro liegt

Und weil ich auch schon mal einen fast-Datenverlust hatte, weil ein Hersteller sich von seinem Produkt verabschiedet hat (Apple Aperture) kopiere ich 1x im Monate alle Daten (Dokumente + Fotos) im original Format auf HD4. Selbst wenn ich mich von Apple verabschiede, kann ich diese Festplatte auf einem Windows-PC lesen.

Insgesamt verteile ich meine Daten also auf 5 Festplatten in 3 Brandabschnitten in 2 Städten. Wenn das alles nicht reicht, habe ich ein Problem in einer Größenordnung, dass mir die Daten auch egal sind.

Christian-G6

Re: Gedanken zur Backupstrategie

Beitrag von Christian-G6 » Sonntag 20. Januar 2019, 00:14

Lenno hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 22:41
Christian-G6 hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 22:25
Lenno hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 18:02
Fotos kommen bei mir auf eine externe Festplatte, diese externe Festplatte habe ich
mit einer 2.ten Festplatte synchronisiert. D.h. neue Fotos kommen hinzu, alte die ich gelöscht habe
werden ebenfalls gelöscht. Das ganze wird also gespiegelt.
Verreckt mir eine Festplatte kann ich sofort mit der 2.ten weitermachen, muss dann halt wieder eine Festplatte
nachkaufen um darauf wieder die Daten der 1.ten zu spiegeln.
Eine Spiegelung (RAID1) ist aber keine Datensicherung; generell ist jeder RAID-Level kein Backup. Angenommen aufgrund eines Anwender- oder Controllerfehlers werden alle Daten auf Platte A gelöscht. Bei einer synchronen Spiegelung sind die Daten augenblicklich auch auf Platte B verloren. Oder ein Virus verschlüsselt dir Platte A, das Problem wird sofort auf Platte B übertragen.
Ich habe keinen Raidverbund, ich mache das über ein Synchronisationsprogramm und starte das ganze manuell.
Und die 2.te Festplatte wird nur beim Backup angeschlossen.
Auf diese Weise kann nichts passieren.
Soweit du vor der Synchronisation mitbekommst, dass du den Ordner "Mallorca 2009" auf der Ursprungsplatte versehentlich gelöscht hast. Ansonsten ist er auf dem Spiegel auch weg. Mit einer Software für inkrementelles Backup (z.B. Apple Timemachine, gibt aber auch andere für Windows) kannst du einen Ordner mit Stand vor z.B. 4 Monaten zurückholen, auch wenn du zwischenzeitig etwas am Inhalt geändert und die Änderung auf weitere Platten gespiegelt hast.

Die größte Gefahr für Daten ist der User. Und diese Fehler spiegelst man (synchron oder asynchron) auf andere Platten.

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Lenno
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Re: Gedanken zur Backupstrategie

Beitrag von Lenno » Sonntag 20. Januar 2019, 09:58

Hmmm unter Lightroom was versehentlich löschen, geht eigentlich gar nicht.
Ein Risiko besteht immer, egal welche Backup Möglichkeit man nutzt.

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Wolfgang B.
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Re: Gedanken zur Backupstrategie

Beitrag von Wolfgang B. » Sonntag 20. Januar 2019, 16:01

Christian-G6 hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 22:25


Eine Spiegelung (RAID1) ist aber keine Datensicherung; generell ist jeder RAID-Level kein Backup. Angenommen aufgrund eines Anwender- oder Controllerfehlers werden alle Daten auf Platte A gelöscht. Bei einer synchronen Spiegelung sind die Daten augenblicklich auch auf Platte B verloren. Oder ein Virus verschlüsselt dir Platte A, das Problem wird sofort auf Platte B übertragen.
Sorry Christian, das stimmt so nicht. Eine gespiegelte Platte (RAID 1) ist ein vollständig redundantes System, auf dem alle Daten auf den eingebundenen Platten komplett doppelt vorhanden sind. - Demzufolge ist Lennos Aussage, dass gespiegelte Platten ein Backup(-Sytem) bilden, durchaus richtig.

Dahingegen wird RAID 0 (Striping) zur Beschleunigung des Speichervorgangs verwendet und erhöht sogar die Ausfallwahrscheinlichkeit,

Auch ein Raid 5 ist ein redundantes System, in dem bei Ausfall einer Platte deren Inhalt aus dem System heraus rückgesichert werden kann. - Allerdings können nicht alle Plattenfehler ausgeglichen werden und bei Ausfall der Hardware (Controller) muss ein baugleiches Bauteil gefunden werden, was nach einiger Zeit ein großes Problem sein könnte.

Wikipedia errechnet (aufgrund welcher Rechnenmethode auch immer) die Ausfallwahrscheinlichkeiten wie folgt:

"Bei der Präsenz von 3 Platten à 1 TB, die jeweils eine Ausfallwahrscheinlichkeit von 1 % in einem gegebenen Zeitraum haben, gilt

RAID 0 stellt 3 TB zur Verfügung. Die Ausfallwahrscheinlichkeit des RAIDs beträgt 2,9701 % (1 in 34 Fällen).
RAID 1 stellt 1 TB zur Verfügung. Die Ausfallwahrscheinlichkeit des RAIDs beträgt 0,0001 % (1 in 1.000.000 Fällen).
RAID 5 stellt 2 TB zur Verfügung. Die Ausfallwahrscheinlichkeit des RAIDs beträgt 0,0298 % (1 in 3.356 Fällen)."


Beste Grüße, Wolfgang
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Christian-G6

Re: Gedanken zur Backupstrategie

Beitrag von Christian-G6 » Sonntag 20. Januar 2019, 17:15

Hallo Wolfgang,

du hast Recht, RAID0 ist kein Backup.

Alle anderen RAID-Level -sagen wir mal- maximal bedingt.

Ein RAID5 kann dir bei Ausfall einer Platte deren Inhalt nach Stecken einer neuen Platte wieder errechnen. Fallen aber 2 Platten gleichzeitig aus, war es das. Da meistens alle Platte ein ähnliches Alter haben, ist das nach Erreichen der MTBF nicht unwahrscheinlich. Du kannst in dein RAID5 jetzt noch eine Hotspare-Platte bauen. Die springt an, wenn eine Platte im RAID-Verbund ausfällt.

Egal welches RAID mit welchem RAID-Level und wieviel Platte - keins schützt dich vor:
- Verschlüsselung durch einen Virus
- Anwenderfehler wie z.B. versehentliches Löschen

Ein RAID sorgt für Datenredundanz ist aber keine Datensicherung.

Hier ist das Thema ganz gut beschrieben: https://blog.storagecraft.com/de/raid-i ... -5-grunde/

Schönen Sonntag noch

Christian

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Wolfgang B.
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Re: Gedanken zur Backupstrategie

Beitrag von Wolfgang B. » Sonntag 20. Januar 2019, 19:36

Sag mal, Du behältst gerne das letzte Wort, nicht?

Zu dem Thema war alles gesagt, was zu sagen ist. - Und die Ausfallwahrscheinlichkeiten habe ich Dir auch genannt.
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Christian-G6

Re: Gedanken zur Backupstrategie

Beitrag von Christian-G6 » Montag 21. Januar 2019, 06:07

Wolfgang B. hat geschrieben:
Sonntag 20. Januar 2019, 19:36
Sag mal, Du behältst gerne das letzte Wort, nicht?

Zu dem Thema war alles gesagt, was zu sagen ist. - Und die Ausfallwahrscheinlichkeiten habe ich Dir auch genannt.
Wir lassen mal dahingestellt, dass du entscheiden kannst, dass zu dem Thema alles gesagt wurde.

Innerhalb einer fachlichen und höflich geführten Diskussion persönlich zu werden, ist etwas, das ich nicht brauche. Ich bin dann mal weg!

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chrisspeed
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Re: Gedanken zur Backupstrategie

Beitrag von chrisspeed » Montag 21. Januar 2019, 06:23

Hatte ich nicht weiter vorn erwähnt, dass "Backup" zu einer Phobie führen kann :D
LG Christian

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Thorsten_K
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Re: Gedanken zur Backupstrategie

Beitrag von Thorsten_K » Montag 21. Januar 2019, 06:48

Moin, moin,

wie immer im Leben es gibt mehrere Wahrheiten. Bevor wir uns hier wegen RAID Levels streiten ;)

Es gibt immer Single Point of Failure. Controller Hardware, Ausfall des Betriebsystem oder gerne wie bei
Apple Einstellung eines Produkts. (War selber Aperture User)

Wie schon anfangs mitgeteilt ist Langzeitarchivierung (Backup) ein großes Thema.
Mehre Punkte sind bis jetzt noch nicht angesprochen worden, was ist mit der Applications Software.
Okay, die Bilddaten (JPG, RAW, TIF usw.) kann ich in 20 Jahren noch lesen. Aber was ist
mit den Datenbanken von LR, CaptureOne,... dazu muss ja auch das Betriebsystem vorhanden sein.
Wenn man einen kleinen Zeitsprung macht was war 2000 als OS auf dem Markt.
MacOS9 auf PPC, Win2000, Win98, NT...

So nun genug Gedanken... ich geh jetzt auf die Arbeit ;)
--
Lumix G9 & GX9 , 8-18/F2.8, 12-60/F2.8-4, 100-400/F4.0-6.3; Canon EOS 5DsR 11-24,24-70L II, 70-200LIS | CaptureOne 12 - Final Cut Pro X

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Re: Gedanken zur Backupstrategie

Beitrag von Jock-l » Montag 21. Januar 2019, 12:00

Kannst ruhig dabeibleiben Christian- es ist nun mal so daß es unterschiedliche Kenntnisstände gibt, ich behaupte und sehe es bestätigt "es gibt immer etwas zu lernen" oder wie ein Klassiker es ausdrückt "Der größte Feind des Wissens ist nicht Unwissenheit, sondern die Illusion, wissend zu sein. - Stephen Hawking"- für ein Hinzukommen von Wissen ist solch ein Forum ganz okayer Ort ... ;)

RAID ist kein Backup. RAID-HDDs sind i.d.R. örtlich am Ort des Rechners stehend/befindlich, also genauso von Diebstahl oder Brand gefährdet im Ernstfall, ein Backup schließt immer auch eine örtlich getrennte Aufbewahrung ein ...
Eine Backupstrategie geht- wie wir es hier auch mitlesen konnten- über eine Einzelsicherung via Time Machine und Co. hinaus. Siehe Single Point of Failure...

@Thorsten: Richtig, das war vor zwanzig jahren bereits Thema bei Heise und Co., die anregten, nie auf eine proprietäre Lösung von Programmen bzw. deren Architektur zu setzen-> also habe ich eine einfache Ordnerstruktur beibehalten ...

(Zumal ich zu dieser Zeit auch noch mit Linux nebenher hantierte und auch hin-her wechselte.)
Im bürgerlichen Leben ist Jürgen ein Allerweltsvorname, in Foren (oft vergeben) nutze ich Jockel in einer leicht veränderten Schreibweise -> Jock-l ;)
Mehr Lametta ist da nicht :lol:

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Re: Gedanken zur Backupstrategie

Beitrag von Wolfgang B. » Montag 21. Januar 2019, 13:15

Jock-l hat geschrieben:
Montag 21. Januar 2019, 12:00
ein Backup schließt immer auch eine örtlich getrennte Aufbewahrung ein ...
Dies Behauptung ist Unfug. Wann immer man seine Daten vom einen auf ein zweites Medium redundant speichert, liegt stets ein Backup vor. - Wo hast Du das gelesen?

In der Sicherheit von Backups gibt es natürlich Abstufungen, aber hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Das Haus kann abbrennen, ein Bankräuber kann meine Sicherheitsplatte aus dem Schreibtisch oder Maicos Platte aus dem Schließfach klauen oder ein Blitz kann im Umkreis von 100 m alles lahmlegen (sogar Platten, die vom Netz getrennt sind) letzendlich kann auch ein Meteor oder sonstwas über Deutschland einschlagen. Nix ist sicher.

Wie sicher man selbst seine Backups aufbewahrt, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen und Strategien. Aber Backups sind das allemal!

Manche Leute tragen Gürtel, weil sie ihren Hosenträgern nicht trauen.

Beste Grüße, Wolfgang
G70, G81

Nikon, Canon sprach die Tante, als sie Lumix noch nicht kannte.

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Re: Gedanken zur Backupstrategie

Beitrag von Jock-l » Montag 21. Januar 2019, 14:27

Wo gelesen ? Z.B. in einem thematisch passenden Script für Anwaltskanzleien, das darüber hinaus Fragen der Verschlüsselung aufwirft/darauf eingeht ...

Eine Backupstrategie die von einer Nähe Quelle-Kopie ausgeht ist keine, Stichwort Diebstahl, Feuer, versehentl. Löschen u.a. Einflußgrößen. Wobei versehentl. Löschen sicher eine Möglichkeit ist die am ehesten vorkommen könnte, wenn man zugrundelegt daß Sticks u.a. Medien ähnlicher Gestalt bei fehlender Beschriftung u.a. verwechselt werden können...

Nahe Aufbewahrung führt den Gedanken einer Sicherung für den Fall eines Ausfalls ins Absurde, kehrt die Idee einer Sicherung um.

Warum "Unfug", wenn beispielsweise Dritte mit einer (auch mir bekannten) 3-2-1-Regel argumentieren (hier ein Beispiellink) ?
Im bürgerlichen Leben ist Jürgen ein Allerweltsvorname, in Foren (oft vergeben) nutze ich Jockel in einer leicht veränderten Schreibweise -> Jock-l ;)
Mehr Lametta ist da nicht :lol:

Christian-G6

Re: Gedanken zur Backupstrategie

Beitrag von Christian-G6 » Montag 21. Januar 2019, 15:41

Jock-l hat geschrieben:
Montag 21. Januar 2019, 14:27
Wo gelesen ? Z.B. in einem thematisch passenden Script für Anwaltskanzleien, das darüber hinaus Fragen der Verschlüsselung aufwirft/darauf eingeht ...

Eine Backupstrategie die von einer Nähe Quelle-Kopie ausgeht ist keine, Stichwort Diebstahl, Feuer, versehentl. Löschen u.a. Einflußgrößen. Wobei versehentl. Löschen sicher eine Möglichkeit ist die am ehesten vorkommen könnte, wenn man zugrundelegt daß Sticks u.a. Medien ähnlicher Gestalt bei fehlender Beschriftung u.a. verwechselt werden können...

Nahe Aufbewahrung führt den Gedanken einer Sicherung für den Fall eines Ausfalls ins Absurde, kehrt die Idee einer Sicherung um.

Warum "Unfug", wenn beispielsweise Dritte mit einer (auch mir bekannten) 3-2-1-Regel argumentieren (hier ein Beispiellink) ?
Hallo Jock-l,

dem ist nichts hinzuzufügen. Danke dir.

Systemrelevanten Großunternehmen (Automobilhersteller, große Banken usw.) müssen ihre Daten auf mindestens drei voneinander unabhängige Systemen replizieren, die jeweils auf einer anderen tektonischen Platte stehen. Nennt sich dann Geosite-Failover. Heftig oversized für einen Privatanwender (obwohl mit AWS realisierbar). Mit einem RAID als einzige Backup-Lösung kommt aber nichtmals eine kleine Landarztpraxis durch die Wirtschaftsprüfung. Weil das eben kein Backup ist.

RAID hält die RPO (Recovery Point Objective) gering oder gleich 0. RPO ist die Zeit ziwschen einem Fehlerfall und der letzten Sicherung. Bsp: Jeden Tag wird um 19:00 eine Sicherung gemacht. Um 18:59 raucht eine Festplatte ab. Die Daten von 19:00 am Vortag bis 18:59 heute sind damit verloren. Die RPO beträgt 24h. Ein RAID5 sorgt hier für eine RPO von 0. Von daher will ich gar nicht sagen, dass RAID sinnlos ist. Es ist halt nur keine sinnvolle und ansatzweise vollständige Backup-Strategie.

Viele Grüße

Christian

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