JPEG-Bearbeitung: Tiefen, Lichter, Temperatur bzw. Tonung

Alles rund um Hard- und Software, die man zur Bildbearbeitung benötigt.
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Karoline
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JPEG-Bearbeitung: Tiefen, Lichter, Temperatur bzw. Tonung

Beitrag von Karoline » Mittwoch 10. Juli 2019, 18:55

Ich weiß schon, warum ich in RAW fotografiere. Nun habe ich den ganzen Urlaub wtf in JPEG fotografiert und komme mit der Bearbeitung in LR nicht klar. Unter anderem habe ich "frech" den HDR-Modus genutzt, da es nicht selten wirklich krasse Kontraste gab und das Fotografieren ging mir dann auch noch gut aus der Hand, sprich: also ohne Stativ bei nicht wirklich statischen Motiven. Ich dachte ja, auf jeden Fall kann ich was aus dem RAW rauskitzeln. Pustekuchen. OOC habe ich also einigen Schrott fabriiziert und möchte retten, was zu retten ist.
Nun kann ich Lichter und Tiefen nicht wie gewohnt bearbeiten, das sieht nicht gut aus. Teilweise hat der AWB Farbergebnisse geliefert, mit denen ich auch nicht klar komme. Nun ist die Bearbeitung in LR bei JPEG in der Hinsicht eingeschränkt. Hat jemand Tipps oder Tricks, wie ich an die JPEG herangehen kann?
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Re: JPEG-Bearbeitung: Tiefen, Lichter, Temperatur bzw. Tonung

Beitrag von Tanz(fleder)maus » Mittwoch 10. Juli 2019, 19:18

Hallo Karoline!
Da ich ausschließlich JPEG erstelle und diese wenn auch nur in Photoshop nachbearbeite, kann ich leider keinen Vergleich zu RAW und Lightroom ziehen :( Ich könnte Dir höchstens meinen Workflow in Photoshop zeigen, aber das nützt vermutlich nicht viel, höchstens für diese eine JPEG-Serie? Ich für meinen Teil war mit der JPEG-Qualität meiner Kamera immer zufrieden, aber das muss ja nichts heißen... Ich tippe mal, Gimpi wird hier vermutlich helfen können. :!:
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Re: JPEG-Bearbeitung: Tiefen, Lichter, Temperatur bzw. Tonung

Beitrag von Karoline » Mittwoch 10. Juli 2019, 19:38

Es sind nicht alle Bilder schlecht! Ich weiß nicht, wie viele Bilder meine Missbilligung finden, jedenfalls zu viele und manche mag ich eben sehr. Mit Photoshop habe ich ja nichts am Hut und mit PSE bekomme ich auch nicht wirklich was gerissen, versucht habe ich es schon. Vielleicht bin ich einfach zu ungeübt oder ahnungslos. PSE schimmelt hier eher ...
Schauen wir mal, es gibt ja einige Leute, die schreiben, dass sie nur in JPEG-Format fotografieren. Die müssen (?) diese Fragen oder gar Probleme doch für sich schon beantwortet haben.
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Re: JPEG-Bearbeitung: Tiefen, Lichter, Temperatur bzw. Tonung

Beitrag von Der GImperator » Mittwoch 10. Juli 2019, 19:56

Hi Karo,
Tanz(fleder)maus hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 19:18
Ich tippe mal, Gimpi wird hier vermutlich helfen können. :!:
Gimpi liest zufällig gerade live mit :mrgreen:
...und wurde eben nur kurz von nem Anruf beim Schreiben unterbrochen..... also jetzt raus damit:

Hm, ich würde- bezogen auf den Workflow- gar keine besonderen Unterschiede zw. jpg und RAW-Entwicklung benennen wollen.
Ich gehe bei beiden Formaten sehr ähnlich ran. Desweiteren finde ich jpg auch durchaus gut bearbeitbar. Klar gibts etliche kleine "Tricks und Kniffe" der EBV, um in den versch. Bereichen, aus denen sich ein Foto bezüglich seiner "bearbeitbaren Eigenschaften" zusammensetzt, ein gewisses Qualitätsmaximum zu erreichen.
"Blindempfehlungen" raushauen ohne konkretes Foto wäre aber Energie- und Zeitvergeudung.
Was du gerne machen kannst: schick mir ruhig mal ne Handvoll Fotos; am besten (für dich und dein Ansinnen) mit verschiedenen Charakteristika (in Bereichen von Farben, Kontrasten, Beleuchtung...)
Ich schleus`die gerne für dich ein bissl durch den LR und kreiere dir davon dann jeweils ein Template (an denen du dich vielleicht entlanghangeln kannst). Ob die dir letztendlich was bringen ?
Insg. kann man sicher sagen, daß man jpg halt einfach insg. sensibler mixen muß als RAW. Aber das meldet dir ein jpg ja auch direkt zurück, wenns der Entwickler mit dem Regler etwas zu gut gemeint hat :P
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Re: JPEG-Bearbeitung: Tiefen, Lichter, Temperatur bzw. Tonung

Beitrag von Tanz(fleder)maus » Mittwoch 10. Juli 2019, 20:14

Gimpi, ich wusste, auf Dich ist Verlass :D
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Re: JPEG-Bearbeitung: Tiefen, Lichter, Temperatur bzw. Tonung

Beitrag von Karoline » Mittwoch 10. Juli 2019, 20:14

Die direkte Rückmeldung bei LR habe ich bzw. die Bilder zu spüren bekommen :shock: Ich dachte nicht, dass ich unsenibel bin :shock: Und überhaupt dachte ich, dass LR bei mir in guten Händen ist.

Lange Rede ...: Was für ein Angebot! Da sage ich nicht nein. Ich melde mich per PN.
Viele Grüße
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Re: JPEG-Bearbeitung: Tiefen, Lichter, Temperatur bzw. Tonung

Beitrag von Horka » Mittwoch 10. Juli 2019, 21:07

Das widerspricht dem ehrgeizigen Forumer: Anfangen, nachfragen, beraten lassen, durchbeissen, passt. :D

Ein bisschen kann ich Dich verstehen. Mir geht es umgekehrt. Die RAW gelingen mir nicht so gut wie die JPG, mit den ich meist zu tun habe. Aber nur ein bisschen. Die Abläufe in der SW sind doch ähnlich.

Horst
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Re: JPEG-Bearbeitung: Tiefen, Lichter, Temperatur bzw. Tonung

Beitrag von Lenno » Mittwoch 10. Juli 2019, 21:10

An JPG kann man, sollte man aber nicht mehr rumwurschteln.
Lightroom ist ein RAW Konverter und kein Bildbearbeitungsprogramm, man kann zwar auch JPG's damit aufhübschen,
ist aber nicht wirklich Sinn der Sache.
Der Grund ist ein einfacher, JPG's haben einfach nicht mehr die vollen Tonwertinformationen, sie sind komprimiert. Wie Gimpi schon sagte,
eine Nachbearbeitung darf hier dann nur noch sehr vorsichtig durchgeführt werden wenn man keine Artefakte provozieren möchte.

Ich probiere mich auch gerade im nur "JPG" fotografieren, und ohne Nachbearbeitung. Das setzt ein genaues Fotografieren voraus.
Mal sehen wie lange ich das durchhalte.

Raw ist ganz klar die Wahl, deshalb kaufen wir uns ja die geilen Kameras, weil wir eben das Maximum an Bildinformationen einfangen wollen,
und diese dann in der Nachbearbeitung weiter optimieren.

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Re: JPEG-Bearbeitung: Tiefen, Lichter, Temperatur bzw. Tonung

Beitrag von Karoline » Mittwoch 10. Juli 2019, 21:26

@ Horst,
Du siehst mich peinlich berührt, ich wollte mich nicht drücken. Nach der ersten Runde Frust wollte ich mich erst erneut "durchbeissen", wenn ich wenigstens mal gefragt habe ...

@ David,
was Du so schreibst, habe ich befürchtet. Die betroffenen Bilder sind eben nicht ideal belichtet, der Dynamikumfang zu groß, Stativ konnte ich nicht schleppen, Nachlässigkeit/Eile beim Fotografieren und, und, und ... Keine Entschuldigung, nur eben das pralle Leben im Urlaub. Vielleicht sollte ich das abhaken und mich an meine akutellen RAW (ein Glück!!!) heranmachen. Dir viel Erfolg bei "nur-JPEG-Aufnahmen", ich traue mich das nicht (und jetzt erst Recht nicht mehr).

Vielen Dank Euch!
Viele Grüße
Karoline

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Re: JPEG-Bearbeitung: Tiefen, Lichter, Temperatur bzw. Tonung

Beitrag von Lenno » Mittwoch 10. Juli 2019, 21:34

Mach dir keinen Kopf! Aus diesen Missgeschicken lernt man am besten.
Einfach angewöhnen JPG+Raw einzustellen, dann hat man im Ernstfall ein Raw zur Hand.

Der Grund warum ich mich am nur JPG fotografieren versuche ist der, das die Pen F einfach dazu einlädt mal das Kreativrad mit
seinen vielfältigen Einstellmöglichkeiten auszuprobieren, da diese nicht auf das Raw angewendet werden liegt es Nahe das im JPG zu machen.
Und es entschleunigt ganz brutal, weil man wirklich alle Parameter durchchecken muss, bzw. man muss sich einfach die Zeit nehmen ein gutes Pic aufzunehmen.
Da hab ich grad Lust drauf, mal sehen wann es mich nervt. ;)

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Re: JPEG-Bearbeitung: Tiefen, Lichter, Temperatur bzw. Tonung

Beitrag von Horka » Mittwoch 10. Juli 2019, 22:56

David, Du wirst erstaunt sein, was Du aus den JPG herausholen kannst, wenn es manchmal auch ein bisschen Mühe macht und z. B. Ebenen und Auswahlen fordert.

Horst
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Re: JPEG-Bearbeitung: Tiefen, Lichter, Temperatur bzw. Tonung

Beitrag von Lenno » Donnerstag 11. Juli 2019, 08:21

Da stimm ich dir zu Horst, soweit es nicht die Farbe betrifft, also Weißabgleich und Tonung, Colorgrading etc.
Da kann es von Fall zu Fall kritisch werden insbesondere bei Porträts in den Hauttönen. Da ist im JPG einfach schon zuviel an
möglichen Farbtonwerten weggeclippt worden.

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Re: JPEG-Bearbeitung: Tiefen, Lichter, Temperatur bzw. Tonung

Beitrag von Corinna » Freitag 12. Juli 2019, 06:02

Horka hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 22:56
Du wirst erstaunt sein, was Du aus den JPG herausholen kannst, wenn es manchmal auch ein bisschen Mühe macht und z. B. Ebenen und Auswahlen fordert.

Horst
Genau, Ebenen und Ebenenmasken. :!:
Ich habe jahrelang nur JPEGs nachbearbeitet und bin auch nach einem Darktable-VHS-Kurs vor einigen Monaten noch nicht so richtig mit der RAW-Bearbeitung warm geworden.
Meine Methode ist, das JPEG in GIMP zu öffnen, das Originalbild ein paarmal als neue Ebene zu kopieren und dann die Ebenen einzeln mit verschiedenen Plug-In-Filtern zu bearbeiten.
Z. B. eine Ebene stark entrauschen, etwas abdunkeln und Weißabgleich in Richtung blau und davon mit Ebenenmaske nur den Himmel nehmen, eine andere Ebene nur leicht entrauschen und mit Topaz Detail nachschärfen und davon mit Ebenenmaske das Hauptmotiv nehmen.

Liebe Grüße
Corinna
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Re: JPEG-Bearbeitung: Tiefen, Lichter, Temperatur bzw. Tonung

Beitrag von Monree » Freitag 12. Juli 2019, 06:34

Hallo Zusammen
Da auch ich einige Urlaubsfotos völlig vermatscht habe (ISO viel zu hoch),verfolge ich Eure Beiträge hier mit Interesse.

Ich fotografiere nur noch in RAW und bearbeite diese mit LR6, DT.
Was ich noch lernen muss, mit Ebenen und Masken zu arbeiten. Manchmal ist ein Foto so weit gut, nur der Himmel brauchte mehr Dynamik...

@ Karoline
Ich habe die vermatschen Fotos mit verschiedenen Programmen bearbeitet, dank der guten Tipps von den Forum Experten, brauchte ich meine Fotos nicht in den Müll kippen.

Vg, Monika
Lumix-G9,Obj. Leica 8-18 mm/F2.8-4.0, Leica 15 mm f/1.7,Lumix 42.5 mm,Sig. 30mm F1.4, Sig. 56 mm 1.4,Leica 12-60 mm f/ 2.8-4 ,Oly 60 mm 2.8 Macro ,
Lumix FZ 1000
https://www.m-r-b-foto-impressionen.de/
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Re: JPEG-Bearbeitung: Tiefen, Lichter, Temperatur bzw. Tonung

Beitrag von Karoline » Freitag 12. Juli 2019, 07:23

Hallo Monika und Corinna,
mit Ebenen arbeiten ist nicht so mein Ding und darüber habe ich erst gar nicht nachgedacht. Ich habe auch nur LR und PSE, das hat mir bisher gereicht. Wenn ich es da nicht hinbekommen habe, war das Ausgangsmaterial eben zu schlecht. Jetzt habe ich doch einige Bilder, bei denen ich insbesondere nach dem Histogramm davon ausgehen kann, dass sie als RAW zu entwickeln wären. Matsch und Artefakte entstehen dagegen bei den JPEGs. Vielleicht versuche ich das mit den Ebenen in PSE! Ich werde dann berichten und wenn Gimpi mit meinen Bildern was angefangen hat bzw. anfangen konnte, werde ich berichten/zeigen.
Viele Grüße
Karoline

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