Focus stacking welches Programm?

Alles rund um Hard- und Software, die man zur Bildbearbeitung benötigt.
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Focus stacking welches Programm?

Beitrag von Binärius » Sonntag 24. Juli 2011, 22:24

Hallo!
Mich würde interessieren, welche Software ihr benuzt und welche Erfahrungen ihr mit dieser Technik gemacht habt.
Ich möchte mich da auch mal versuchen und könnte mir vielleicht so die Anfängerfehler ersparen. :mrgreen:
Gruß Binärius aka Jens

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Re: Focus stacking welches Programm?

Beitrag von wozim » Montag 25. Juli 2011, 03:35

Hallo,
ich benutze dazu Photoshop CS4. Erst ab dieser Version erfolgt das Ausrichten der Bilder auch automatisch.
Du findest die Option "Bilder in Stapel laden" unter Skripten. Dort kannst du das automatische Ausrichten auch aktivieren.
Anschließend unter "Bearbeiten >>Ebenen automatisch überblenden". Hier musst du darauf achten, dass alle Ebenen ausgewählt sind.

Du hast 2 möglichkeiten, die Bilder zu erstellen:
bei größeren Motiven durch schrittweise Verlegung des Fokus
im Makrobereich durch das Verschieben der Kamera auf das Motiv zu

Ich benutze bei Makroaufnahmen mit den Raynox-Linsen eine Mikroskopspindel, die mir eine minimale Schrittweite von 10µm erlaubt.

Ein leistungsstarker Rechner sollte schon vorhanden sein. Bei mehr als 10 Bildern in voller Auflösung kannst du sonst zwischendurch essen gehen.


Weitere Programme sind:
Helicon http://www.heliconsoft.com/
Combine ZP (Freeware) http://www.hadleyweb.pwp.blueyonder.co.uk/CZP/News.htm

Gruß Wolfgang
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Re: Focus stacking welches Programm?

Beitrag von intruder1961 » Montag 25. Juli 2011, 05:40

Moin Wolfgang,

klingt sehr interessant, aber solche Ergebnisse sind dann sicher nicht mit einem Makroschlitten zu erreichen oder?
Hast Du da ein Mikroskop umgebaut, oder wie muss ich mir das vorstellen?

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Re: Focus stacking welches Programm?

Beitrag von wozim » Montag 25. Juli 2011, 06:25

Hallo Andreas,
wenn er fein genug arbeitet, geht das. Er muss allerdings über eine Skala genaue Schritte erlauben.
Für Aufnahmen mit der Raynox DCR-250 und vollem Telemakro braucht man allerdings Schritte von 150 µm, weil die Schärfentiefe etwa bei 200 µm liegt und sich die Bereiche etwas überlappen sollten.
Ich werde, wenn es klappt noch heute Abend, mal meinen Aufbau hoch laden.

Gruß Wolfgang
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Re: Focus stacking welches Programm?

Beitrag von Binärius » Montag 25. Juli 2011, 06:59

Guten Morgen Wolfgang,
das scheint ja mit Photoshop richtig gut zu klappen.
Ja, Photoshop wird immer umfangreicher. Die Möglichkeit kannte ich noch gar nicht.
Wenn ich mir Deine Bilder so ansehe, scheint Dein Equipment ja bestens zu funktionieren.
Die Makros von Dir auf Flickr sind schon wirklich perfekt gemacht. *Alle Daumen hoch*
Danke schon mal und ich freue mich auf ein Bild Deiner "Anlage".
Gruß Binärius aka Jens

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Re: Focus stacking welches Programm?

Beitrag von intruder1961 » Montag 25. Juli 2011, 15:33

wozim hat geschrieben:
Ich werde, wenn es klappt noch heute Abend, mal meinen Aufbau hoch laden.

Gruß Wolfgang
Super, da bin ich gespannt.
Bei Photoshop muss ich passen, war mir zuteuer,würde höchstens 20% ausreizen und viel zu kompliziert für mich. :D
Ich habe LR 3, Elements & FixFoto hier.

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Re: Focus stacking welches Programm?

Beitrag von wozim » Donnerstag 28. Juli 2011, 18:23

Hallo,

ich habe es bisher nicht geschafft, den ganzen Aufbau zu fotografieren.

Aber hier mal aus der Hüfte geschossen das Kernstück, der Spindelvortrieb.
Er ermöglicht über 50 mm Schritte von je 10 µm.
Zwischen Kugelkopf und der Spindel liegt noch eine Alu-Platte, die zur Zeit eloxiert wird.

Gruß Wolfgang
Dateianhänge
Mikro-Feintrieb.jpg
Spindelvortrieb, 50 mm Gesamtstrecke, kleinste Schrittweite 10 µm.
Das Bild ist nur ein Schnappschuß, zeigt aber das Prinzip.
Bewegt wird das Ganze absolut spielfrei über eine Präzisionsspindel.
Das Gerät war Bestandteil einer optischen Bank zur Einrichtung feiner Laserstrahlen.
Mikro-Feintrieb.jpg (194.59 KiB) 5987 mal betrachtet
Gruß Wolfgang

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Re: Focus stacking welches Programm?

Beitrag von intruder1961 » Donnerstag 28. Juli 2011, 18:42

Schöner und wohl sehr präziser Aufbau Wolfgang.
Welche Fa. muss denn jetzt die Laser per Hand ausrichten... :lol:
Eine Drehbankspindel würde auch wohl funktionieren oder, dort sind ja auch 1/100mm "Schritte" möglich.
Oder ist 1/100 schon "zu grob" um an Deine Ergebnisse zu kommen?

Habe heute ein Makroschlitten bekommen, aber ich bin mit der Cam am kämpfen was die Manuelle Bedienung angeht.
Ist mit einer DSLR/SLR doch wesentlich einfacher, oder stelle mich nur zu dumm an, was ich absolut nicht ausschließen will.

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Re: Focus stacking welches Programm?

Beitrag von wozim » Donnerstag 28. Juli 2011, 18:57

Hallo Andreas,

eine Drehbankspindel reicht aus.
Die Schärfentiefe der FZ100 mit der Raynox DCR-250 liegt im voll ausgereiztem Bereich irgendwo zwischen 120 und 150 µm.
100 µm-Schritte bieten dabei die nötige Überlappung.
Wnn ich geahnt hätte, dass ich sie mal für Makroaufnahmen gebrauchen würde, hätte ich mehr behalten.
Ich musste mehrere optische Bänke entsorgen und habe von ca. 20 Spindeln nur diese eine behalten, :cry:
Eine habe ich einer Schule gesponsert, der Rest ging für 2,00 €/kg an den Schrotthändler.

Gruß Wolfgang
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Re: Focus stacking welches Programm?

Beitrag von Binärius » Freitag 29. Juli 2011, 08:00

Super Teil Wolfgang!
Für so etwas fehlt mir nur leider das handwerkliche Geschick.
Ich werde mir dann fürs erste einen Makroschlitten besorgen.
Gruß Binärius aka Jens

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Re: Focus stacking welches Programm?

Beitrag von Björn » Donnerstag 11. August 2011, 09:32

@ Wozim - Wenn ich da lesen muss, dass Du da so viele von diesen tollen Mikroskopspindeln aussortiert hast, tut das mir echt weh. Die Makroschlitten, die es so zu kaufen gibt, sind ja wohl recht grob, was die Verstellung angeht.

Mein erster Stacking-Versuch scheint jedenfalls daran gescheitert zu sein.

Daher mal die Frage: Gibt es hochpräzise Makroschlitten zu kaufen, die ähnlich fein zu verstellen gehen wie Dein Eigenbau? Oder wie kommt man an eine solche Spindel ran?
Freundliche Grüße und immer gutes Licht! ;)

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Re: Focus stacking welches Programm?

Beitrag von udalriche » Donnerstag 25. August 2011, 10:45

Meine Makroaufnahmen von Flechtrn (Abbildungsmaßstab 1:1 bis 7:1) habe ich fast alle mit dem kostenlosen DFF-Programm CombineZP von Alan Hadley gestackt. Neuerdings benutze ich auch Helicon Focus (geht noch etwas eleganter und arbeitet extrem schnell). Für Maßstäbe bis 1:1 verwende ich den Novoflex-Makroschlitten (ist dafür fein genug einstellbar), für Maßstäbe darüber habe ich mir ein altes, defektes Mikroskop genommen, den Okularteil abgesägt und benutze den Tisch zum (sehr feinen) Verstellen des Objektabstandes. Die Apparatur ist auf meiner FC-Homepage auf S. 7 abgebildet:

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/862940

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Re: Focus stacking welches Programm?

Beitrag von Björn » Donnerstag 25. August 2011, 11:16

Hui, das ist aber ein sehr interessanter Aufbau, Ulrich! Aber das ist wirklich nur was für's Studio. ;)

Ich hätte gern so etwas in der Art aber als Makroschlitten für unterwegs, möglichst klein aber dennoch hochpräzise.

Als Stacking-Programm nutze ich mittlerweile das PSE9 von Adobe mit der Erweitung Elements+ . Das geht ganz gut, man darf dem Programm nur nicht zu viele Einzelbilder vorlegen, da es sonst (zumindest auf meinem Rechner) kräftig mit die Knie geht. :?
Freundliche Grüße und immer gutes Licht! ;)

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Re: Focus stacking welches Programm?

Beitrag von wozim » Donnerstag 25. August 2011, 11:25

Super Aufbau, das werde ich mir mal für Zuhause anfertigen. Gut durchdacht. :)

Ups Björn, sehe deine Frage erst heute. :oops: Vor einigen Tagen gab es noch mehrere bei Ebay.
Ist zwar auch nicht gerade klein und handlich, ist aber auch outdoor zu benutzen.

Gruß Wolfgang
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Re: Focus stacking welches Programm?

Beitrag von Björn » Donnerstag 25. August 2011, 11:42

Hallo Wolfgang,

Diese Mikrometerschrauben gibt es auch so einzeln zu kaufen. Sogar mit 50mm Verstellweg, was ja reichen sollte. Jetzt bräuchte ich nur ein passendes Gleitsystem (Igus scheint da echt die beste Wahl zu sein) und eine Idee, wie ich das so zusammenbekomme, dass ich mit der Mikrometerschraube den Schlitten verstellt bekomme. Zum Anbringen aufs Stativ würd ich einfach eine Schnellwechselplatte drunterschrauben und eine entsprechende Bodenplatte auf den Schlitten, damit ich die Kamera dort schnell aufsetzen kann...
Freundliche Grüße und immer gutes Licht! ;)

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