Sensor vs Objektiv

Hier gibt`s Infos und Diskussionen rund um die Micro-Four-Thirds-Modelle der Lumix G-, GH-, GF- und GX-Reihe.
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cani#68
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Re: Sensor vs Objektiv

Beitrag von cani#68 » Dienstag 4. Oktober 2016, 13:36

Biggi 61 hat geschrieben:Und deshalb nehme ich die Brennweite x2! Jetzt habe ich es kapiert.
Jut,aber löse dich noch von der "Brennweite x 2" und denke in Bildwinkel - die Brennweite bleibt halt gleich
Biggi 61 hat geschrieben:dass wir bei einem Fisheye etwas angeschmiert sind, denn x2 ist ja immer.
Ja so ist das halt mit den kleinen Sensorformaten ;)
______________
Schöne Jrooß
Uwe


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Valentino

Re: Sensor vs Objektiv

Beitrag von Valentino » Dienstag 4. Oktober 2016, 14:07

46,79° für ein 50er oder 25er mft Objektiv ist meiner Meinung nicht so geläufig ;)

Jenso

Re: Sensor vs Objektiv

Beitrag von Jenso » Dienstag 4. Oktober 2016, 14:22

Wahrscheinlich wäre es das Einfachste, von »Normalbrennweite« zu sprechen (wenn es sich bei MFT um eine 25mm-Brennweite handelt) - dann ahnte ein jeder, daß 12mm ein deutliches Weit und 150mm ein kräftiges Teleobjektiv wäre.
(und die Physik würde nicht verbogen)
((doch der Zug ist abgefahren, die permanenten Verwirrungen in der Welt))
(((auf meiner FZ1000 steht allen Ernstes 25-400 auf dem Tubus! – am Filterring ist man ehrlicher und schreibt 9,1-146)))


p.s.
Alte Hasen haben ja oft sogar noch mit 80 oder gar 105mm als Normalbrennweite herumgefuhrwerkt – solche Wesen sind heute nicht mehr zu erschüttern (aber wer schleppt tatsächlich noch ne alte Rollei oder 'ne Pentax 67 durch die Gegend…)

ThomasT
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Re: Sensor vs Objektiv

Beitrag von ThomasT » Dienstag 4. Oktober 2016, 16:13

Biggi 61 hat geschrieben:Irgendwie bin ich gedanklich falsch abgebogen und hoffe, dass mich jemand auf den richtigen Weg bringt.

Die G6 hat einen Micro Four Thirds Sensor von 17,3 x 13 mm und gegenüber einem APS-Sensor eine höhere Schärfentiefe um eine Blendenstufe (das habe ich aus Franks Buch).

Dann habe ich gelernt, dass bei diesem Sensor die Brennweite vom Objektiv x 2 genommen werden muss. Also habe ich bei meinem Kit Objekiv nicht 14-140 sondern 28-280 mm. Richtig? Richtig!

Es sind jetzt ja schon einige neue Kameras von Panasonic mit einem besseren Sensor auf dem Markt. Besserer Sensor bedeutet vermutlich fast oder genauso gut wie ein APS-Sensor oder evtl. sogar viel besser. Aber wie sieht es dann mit der Brennweite vom Objektiv aus? Ist es dann nicht so, dass ich dann wieder 14-140 mm statt 28-280 mm habe? Also einen kleineren Telebereich, weil ich einen größeren Sensor habe und wie wirkt es sich dann auf den Bildausschnitt aus?

Ich hoffe, dass irgend jemand meine Gedanken nachvollziehen kann. :?

Viele Grüße
Brigitte
Nein. Die Brennweite ist *immer* 14-140. Die Unschärfe ist bei gleicher Blende und gleicher Brennweite immer gleich, egal welche Sensorgröße.
Ein kleinerer Sensor zeigt nur einen geringeren Ausschnitt.
Daraum sieht es so aus wie ein 28-280 Kleinbildformat.
Für den gleichen Ausschnitt, braucht man umgekehrt eine kürzere Brennweite und hat daraum auch die Schärfentiefe einer kürzeren Brennweite.

Am besten nicht umrechnen. Die Verwirrung ist größer als alles andere! Du hast eine MFT-Kamera. Da sieht eine Brennweite X so und so aus. Und hat bei Blende Y eine bestimmte Unschärfe.

Es ist vielleicht besser, von Unschärfe zu sprechen, als von Schärfe. Denn Unschärfe ist ein visueller Eindruck (wie vermatscht das Unscharfe ist). Schärfe ist ein technischer Effekt, der u.a. von der Auslösung abhängt. Mehr Pixel->weniger Schärfentiefe, weil geringere Unschärfe toleriert wird. Aber der visuelle Eindruck bleibt bei gleicher Betrachtungsgröße gleich.
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Biggi 61
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Re: Sensor vs Objektiv

Beitrag von Biggi 61 » Dienstag 4. Oktober 2016, 20:15

Warum habe ich gefragt? :lol:

Es gibt Informationen, mit denen ich Probleme habe. Aber so langsam verstehe ich es.

Thomas: Ich habe eine Kamera mit einem MFT Sensor und zur Zeit nur ein Zoom Objektiv 14-140 und damit kann ich fotografieren! Und wenn mich jemand fragt, mit welcher Brennweite ich ein Bild aufgenommen habe, dann stelle ich mich erst einmal ganz doof (das kann ich sehr gut :mrgreen: )

Nein im ernst, dass mit dem kleineren Bildausschnitt und dadurch das Gefühl, dass es eine größere Schärfentiefe hat (es einfach so aussieht, als wenn ich mein Motiv dichter heran holen konnte) habe ich jetzt verstanden.
Meine Sorge, dass es bei den neuen Kameras von Lumix anders wird und ich neu rechnen muss, ist unbegründet, weil die Sensorgröße bleibt. Ganz im Gegenteil, ich rechne lieber gar nicht mehr und sehe mir durch den Sucher an, was dabei herauskommt. Denn das ist das Wichtige.

Uwe: jedenfalls DAS mit dem Fisheye habe ich verstanden. :lol:

Jenso: für mich war 50 mm das "normale Objektiv" Ich hatte damals 3 Objekive: Weitwinkel (Zoom), Normal und Tele (Zoom)! Das war noch in den guten alten Zeiten in denen ich nach jedem längeren "Spaziergang" Rückenschmerzen hatte, weil das alles zu schwer war. Dabei hatte ich schon eine Bauchtasche, weil diese alten Umhängetaschen ja auch so ein hohes Gewicht hatten und nur über eine Schulter passten. :lol:

Valentino: Vielen Dank, dass an meinen Gedankengängen etwas dran ist. Aber ich glaube, dass ich es jetzt lieber sein lasse und mir nur noch Gedanken über das machen sollte, was ich auch ändern kann. An dem Sensor kann ich nichts ändern. An der Brennweite auch nicht, außer ich kaufe mir zusätzlich ein anderes Objektiv (oder 2 oder 3......) :D

Wenn es irgendwann mal so sein sollte, dass ich mir eine neue Kamera kaufen möchte, dann werde ich euch nach dem Rauschverhalten der Kameras ausfragen. :lol:

Vielen Dank an Valentino, Uwe, Jenso und ThomasT für eure Geduld und Erklärungen.
Liebe Grüße
Brigitte
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Valentino

Re: Sensor vs Objektiv

Beitrag von Valentino » Dienstag 4. Oktober 2016, 21:15

Biggi 61 hat geschrieben: Und wenn mich jemand fragt, mit welcher Brennweite ich ein Bild aufgenommen habe, dann stelle ich mich erst einmal ganz doof (das kann ich sehr gut :mrgreen: )
Das brauchst Du gar nicht. Derjenige der diese Frage stellt ist genauso verpeilt wie Du und hat selbst keine Ahnung von Cropfaktor, Winkeldiagonalen und schärfende Schrumpeltiefe ;)

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natureimpression
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Re: Sensor vs Objektiv

Beitrag von natureimpression » Dienstag 4. Oktober 2016, 23:11

Brennweite ist immer was die Linse (Objektiv) macht - unabhängig vom Sensor!
Die Wirkung die eine bestimmte Brennweite (bezüglich Öffnungswinkel, bzw Vergrösserung) hat, die ist abhängig von der Sensorgrösse.

Für den Öffnungswinkel (x) gilt ganz allgemein:

tan (x/2) = d/(2*f)

d = Diagonale des Sensors (=21,63 mm für MFT, und 43,27 für Vollformat)
f = Brennweite

das 14-42 mm Kitobjektiv hat somit im Weitwinkel (14 mm Brennweite) einen Öffnungswinkel von 75,4 Grad
bei Vollformat wären das bei 14mm 114,2 Grad.

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Re: Sensor vs Objektiv

Beitrag von Biggi 61 » Mittwoch 5. Oktober 2016, 06:12

Damit magst du bestimmt recht haben, Valentino. Und trotzdem fühle ich mich nicht allein mit meiner Verpeiltheit. Ganz im Gegenteil. Ich frage nur nach und andere trauen sich das nicht.


natureimpression: Vielen Dank für dieses Mathebeispiel. Das bedeutet, dass der Öffnungswinkel bei Vollformat etwas weniger als doppelt so groß ist.

Viele Grüße
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Re: Sensor vs Objektiv

Beitrag von ThomasT » Donnerstag 6. Oktober 2016, 13:29

Biggi 61 hat geschrieben:Ganz im Gegenteil, ich rechne lieber gar nicht mehr und sehe mir durch den Sucher an, was dabei herauskommt. Denn das ist das Wichtige.
Ja.

Du musst nur wissen, was die sog. "Normalbrennweite" ist. Die ist 25 mm bei MFT. Darunter WW, darüber Tele.
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Re: Sensor vs Objektiv

Beitrag von ThomasT » Donnerstag 6. Oktober 2016, 14:02

Na gut, auch das muss man nicht wissen. Kann man ja sehen.

Aber es ist hilfreich um grob einschätzen zu können, dass 14 mm ein normales WW sind. Während es ein KB ein recht starkes WW ist. Und bei super8 ein leichtes Tele ...
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Re: Sensor vs Objektiv

Beitrag von Biggi 61 » Donnerstag 6. Oktober 2016, 14:14

Hallo Thomas,
ich finde es schon wichtig zu wissen, wo die "Null-Brennweite" ist. Also weder WW noch Tele. Zur analogen Zeit waren es 50mm. Jetzt sind es 25 mm. Ob es sich jetzt nur auf die MFT oder auf die digitale Fotografie bezieht, weiß ich nicht.
Super8! Das waren noch Zeiten. :lol: Hatte ich nie gehabt. Zum Filmen hatten wir diese riesige Videokamera (VHS). Später eine etwas kleinere. Es hatte mir aber nie so viel Spaß gemacht, wie das Fotografieren. :D
VG
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Re: Sensor vs Objektiv

Beitrag von Jenso » Donnerstag 6. Oktober 2016, 15:03

Biggi 61 hat geschrieben:… Zur analogen Zeit waren es 50mm. …
Ja, nee, iss klaa.

jedenfalls teilweise, nur teilweise: »analoge Zeiten« sind/waren lang und deren Formate sehr unterschiedlich: 50mm bezieht sich NUR auf das Kleinbildformat
(ich hatte oben bereits auf 6×6 und 6×7 hingeweisen, mit ihren Normalbrenweiten von 80 bzw. 105mm)

…und Du selbst, Brigitte, bringst jetzt »Super Acht« ins Spiel (auch außerordentlich analog): dabei betrug die Normalbrennweite sogar nur etwa 8mm!

ThomasT
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Re: Sensor vs Objektiv

Beitrag von ThomasT » Donnerstag 6. Oktober 2016, 15:20

Super 8 war nie cooler als heute.

http://www.kodak.com/consumer/products/ ... efault.htm" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;

Kodak bringt nicht nur eine neue Super 8 Kamera raus, sondern hat die ganzen neuen Vision3-Filme (die auch in Hollywood von Starwars, Hungergames, Tarantino benutzt werden - natürlich in viel größer 35 mm und 65 mm und IMAX) auch als Super8 herausgebracht (ok, den 250 D 7207 nicht ...).

Ich könnte was verlinken. Allerdings hab ich den 500T bei der Familienweihnachtsfeier getestet und sowas mag ich nicht öffentlich haben.
Der 500T ist eine Kornorgie. Aber die Farben sind klasse, zumindest ordentlich gescannt (und gegraded).
Der andere Film 50D wartet seit Wochen auf den Scan ... (nerv). Ich will wissen, ob die Beaulieu 5008S scharfe Bilder macht ...

So, schnell Bogen zum Ontopic: ich benutzete die G3 als Belichtungsmesser ...
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Re: Sensor vs Objektiv

Beitrag von Biggi 61 » Donnerstag 6. Oktober 2016, 15:29

Jenso hat geschrieben:…und Du selbst, Brigitte, bringst jetzt »Super Acht« ins Spiel (auch außerordentlich analog)
Das war ich nicht! Das war Thomas!

:lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
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Re: Sensor vs Objektiv

Beitrag von Biggi 61 » Donnerstag 6. Oktober 2016, 15:38

Hallo Thomas,
im Gegensatz zu meiner ersten Videokamera ist das ja ein Winzling. :lol:
Interessant, dass die G3 dafür der Belichtungsmesser ist. Die ist ja fast größer als die Super8.
Das es dafür noch Filme gibt! Vermutlich selten und sehr teuer.
Wenn es dir gefällt, dann ist es die Hauptsache und richtig so.
Wenn man solche alten Schätze noch hat und auch noch nutzen kann ist es doch klasse.
VG
Brigitte
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