Ich denke das man da etwas differenzieren sollte, zumindest aus meiner Sicht nach dem Durchlesen Deines letzten Beitrages.
Etwas fotografieren zu wollen und sich weniger darum zu kümmern es zu lernen maifestiert bereits die ersten Probleme.Ich lese aber bei Dir, dass Du bestimmte Vorstellungen davon hast, was Du fotografieren möchtest und diese jetzt aufs Bild bringen willst und es nicht unbedingt Deine Frage ist, wie lerne ich am besten Fotografieren. Und da bin ich mir nicht sicher, ob Dir die 42 (bzw.84)mm reichen.
Einfach drauflos zu knipsen kann lustig sein, führt aber zu Entäuschungen wenn die Bilder z.B. unscharf werden.
Das zu verhindern oder das "Problem" zu lösen, erfordert einfach ein gewissen Können und Wissen. Sonst gibt es nur Frust und Fragen wie: Alle meine Bilder sind unscharf, was mache ich falsch ?
Erwartungen zu hoch - Frust noch viel höher - Geld ausgegeben und dann mühsam mit Gerätschaften herumplagen.
All das kann man sich ersparen wenn man zuerst gehen lernt, bevor man läuft, zuerst mit einem Objektiv, und wenn man alles im Griff hat, die ersten Fehler gemacht und daraus gelernt hat, sollte man weiter gehen.
Nicht alle, aber doch einige die eine gewisse Anzahl an Objektiven haben, haben sich selbige sicher erst nach reiflicher Überlegung und Abwäguung aller Vor- und Nachteile unter Berücksichtigung ihrer Arbeitsweise gekauft.Auch wenn die Puristen, die offenbar aber, wie ich auch, mit Objektiven bestens eingedeckt sind, gerne die minimalistische Lösung propagieren, ist es nicht "anrüchig", lieber einen breiten Zoombereich haben zu wollen, mit dem man für viele Zwecke gerüstet ist.
Ich selber habe das 14-42 von Lumix und das 14-150 von Olympus.
Das manuelle Nikon 50er habe ich schon ewig, da war also nur der Adapter fällig.
Zu 90% bewege ich mich in einem Brennweitenbereich des Lumix. In den letzten Wochen eigentlich nur noch das alte Nikon 50 mm auf der G3 weil ich das manuelle Objektiv liebe und es mich zwingt langsamer zu arbeiten, das Lumix auf der PEN für den Rest.
Würde ich heute vor der Entscheidung stehen ein zweites Objektv zum Lumix-Standartzoom zu kaufen, würde ich mich gegen das Olympus entscheiden und mir statt dessen das HyperPrime 12 mm 1.6 besorgen.
Warum ?
Weil ich die zusätzliche Brennweite des Olympus recht selten nutze, zu selten und weil ich viel lieber mit manuellen Objektiven arbeite weil MEIN krativer Spielraum damit viel größer ist.
Also das HyperPrime für "meine" Landschaften für die ich mir unendlich viel Zeit nehme und durch die Festbrennweite mehr kreativen Spielraum habe, genau so wie das 50er Nikon für selektierte Ausschnitte und Portraits, und für alles andere das gute alte Standartzoom.
Und das hat Lehrgeld gekosten das zu lernen was ich brauche, Lehrgeld das sich der Threaderöffner vielleicht sparen kann, wenn er sich ETWAS Zeit läßt.
Das meine ich unter WENIGER und LERNEN.
Und ich lerne immer noch und bin überrascht wie sich meine Arbeitsweise mit mFT doch geändert hat.
Deswegen bin ich wohl auch "puristisch" veranlagt mit weniger anzufangen und sich nach und nach an das heranzutasten was man braucht, und nicht das kauft was man im ersten Impuls haben möchte oder zu brauchen "glaubt", und da nehme ich mich selber gar nicht aus.
Gruß, Cristina