Foto ohne Perspektive

Alles rund um die Superzoomer von Panasonic – von der legendären FZ50 bis zu FZ200, von der TZ1 bis zur TZ31
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fotofan
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Foto ohne Perspektive

Beitrag von fotofan » Donnerstag 10. Oktober 2019, 10:33

Hallo,
ich wende mich mit dieser Anfrage an die Fotofans.
Hintergrund: ich habe ein Foto mit der TZ61 aus der Gondel der steilsten Standseilbahn der Welt (Schwyz-Stoos ) gemacht. Dabei habe ich steil nach unten fotografiert, um die Steilheit darzustellen. Das ist mir vollkommen misslungen, die Strecke sieht ganz flach aus, da die Vergleichsperspektive fehlt. Das 2. Foto soll einen Eindruck der Realität zeigen, wobei das 1. Foto aus dem sichtbaren Tunnel heraus nach unten gemacht wurde.
Meine Frage: wie kann ich in das Foto eine Perspektive hineinbringen (z.B. durch reingemalten Rand )?
Ich freue mich auf Eure Vorschläge.
P1040947.jpg
P1040947.jpg (295.91 KiB) 509 mal betrachtet
P1040944.jpg
P1040944.jpg (95.68 KiB) 509 mal betrachtet
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carphunter
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Re: Foto ohne Perspektive

Beitrag von carphunter » Donnerstag 10. Oktober 2019, 11:16

Zum Anfang mal um 90° nach rechts drehen, so das ein Hochkant entsteht.
Zeit ist ein kostbares Gut, meist hat man zuwenig davon.
Mit Gruß, Jörg

FZ1000, LR Classic,PS2018, Affinity, Raynox 250DCR , Manfrotto MK055PR03-3W https://www.flickr.com/photos/carphunter1959/ https://500px.com/carphunter19591
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mbf
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Re: Foto ohne Perspektive

Beitrag von mbf » Donnerstag 10. Oktober 2019, 12:55

Steilheiten kriegst Du frontal kaum rübergebracht.

Besser ist es, schräg oder parallel zum Hang zu fotografieren, dass man vertikale Linien als Referenz mit drauf hat. Geht aber nicht bei einem vorhandenen Bild... ;)
Grüße, Matthias

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d-zug-schaffner
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Re: Foto ohne Perspektive

Beitrag von d-zug-schaffner » Samstag 12. Oktober 2019, 03:27

Moin aus Neumünster,

leider sind bei dem verdrehten Bild die Exif-Daten nicht lesbar um die Brennweite zu ermitteln.

Ein Zug auf dieser Strecke, besonders im steilen Abschnitt, wäre ein guter Anhaltspunkt.

Mit mehr Zoom könnte man das ganze Bild sogar noch etwas dramatisieren, auch wenn der Bildausschnitt dann kleiner ausfällt.

K42-Kronshagen-2017-08-05-016.jpg
FZ 200, Weiwinkel 7mm / 41 mm KB
K42-Kronshagen-2017-08-05-016.jpg (341.46 KiB) 311 mal betrachtet

Weitwinkel - bitte die Strecke im Hintergrund beachten.

K42-Kronshagen-2017-08-05-001.jpg
FZ 200, Tele 108 mm / 600 mm KB
K42-Kronshagen-2017-08-05-001.jpg (339.34 KiB) 311 mal betrachtet

Gleicher Fotostandpunkt mit Tele - jetzt habe ich statt einer flachen Strecke eine Achterbahn.

K42-Kronshagen-2017-08-05-012.jpg
FZ 200, Tele 108 mm / 600 mm KB
K42-Kronshagen-2017-08-05-012.jpg (335.09 KiB) 309 mal betrachtet

Leider hat mann dann bei höheren Temperaturen auch Flimmerbilder.
Gruß aus Neumünster
vom
D-Zug-Schaffner

Rainer


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Horka
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Re: Foto ohne Perspektive

Beitrag von Horka » Samstag 12. Oktober 2019, 08:41

Für Perspektive sind Linien oder Vorder-, Mittel- und Hintergrund zuständig. Wenn Du versuchst, irgendetwas direkt in den Vordergrund zu bringen, kann das Auge/Gehirn durch den Größenunterschied die Entfernung abschätzen. Auch eine Bahn, groß im ersten Drittel auf der Schiene, hilft.

Ein weiteres Hilfsmittel ist, den Hintergrund geringfügig aufzuhellen und den Vordergrund abzudunkeln. Das Gedächtnis weiß, dass durch die Lufttrübung weit entfernte Dinge heller (und unschärfer) erscheinen als nahe. Das widerspricht allerdings dem Wunsch vieler Fotografen nach durchgehendem Kontrast und gleichmäßiger Schärfe.

Ungewöhnliche Positionen versuchen, z. B. direkt auf die Schienen als Mittelpunkt des Bildes. Dann mit kürzestem und längstem Zoom experimentieren.

Horst
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cani#68
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Re: Foto ohne Perspektive

Beitrag von cani#68 » Samstag 12. Oktober 2019, 11:01

Horka hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 08:41
Ungewöhnliche Positionen versuchen, z. B. direkt auf die Schienen als Mittelpunkt des Bildes. Dann mit kürzestem und längstem Zoom experimentieren.
Ich hoffe mal nicht, dass du damit meinst, mal solle sich auf die Gleise / ins Schienenbett.
Aber sorry, das wäre ein echt dämlicher Vorschlag.👎

Frontal ist das tatsächlich schwierig, ich tue mich da auch immer schwer.
Von der Seite, dazu mit einem Bezug (Mensch, Straße, Gebäude, ..) wird es einfacher. Du musst halt schauen, das du so etwas findest.
______________
Schöne Jrooß
Uwe


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Spaziergänger
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Re: Foto ohne Perspektive

Beitrag von Spaziergänger » Samstag 12. Oktober 2019, 11:20

Fotofan will wissen wie er seine Bilder wie ändern kann, damit seine Bilder etwas "hermachen".

Nicht, wie er am Boden Geleise fotografiert. :roll:

So verstehe ich den Beitrag.
Gruß von Ulrich

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Re: Foto ohne Perspektive

Beitrag von lomix » Samstag 12. Oktober 2019, 12:39

hi, bestes Beispiel... Skirennsport Abfahrtslauf..in der Totalen erkennt man kein Gefälle, Steilheit, nur wenn da von seitlich aufgenommen wird,...kann es einem schlecht werden...fast senkrecht gehts da ins Tal. :D
also, Beine in die Hand nehmen, anderen Blickwinkel suchen! :D
GX8 seit 1.9.2016 mit 14-42, Pana 35-100 2.8 Pro,PanLeica 100-400, Oly 60mm makro 2.8
FZ200- Raynox 150, Canon500D-Nahlinse,Funk-Fernauslöser,
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Der GImperator
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Re: Foto ohne Perspektive

Beitrag von Der GImperator » Samstag 12. Oktober 2019, 12:45

mbf hat geschrieben:
Donnerstag 10. Oktober 2019, 12:55
Steilheiten kriegst Du frontal kaum rübergebracht.

Besser ist es, schräg oder parallel zum Hang zu fotografieren, dass man vertikale Linien als Referenz* mit drauf hat. Geht aber nicht bei einem vorhandenen Bild... ;)
*(Anm.: und "Staffelungen, Staffelungen, Staffelungen.......")

Horka hat geschrieben:
Samstag 12. Oktober 2019, 08:41
Für Perspektive sind Linien oder Vorder-, Mittel- und Hintergrund* zuständig. Wenn Du versuchst, irgendetwas direkt in den Vordergrund zu bringen, kann das Auge/Gehirn durch den Größenunterschied die Entfernung abschätzen. Auch eine Bahn, groß im ersten Drittel auf der Schiene, hilft.

Ein weiteres Hilfsmittel ist, den Hintergrund geringfügig aufzuhellen und den Vordergrund abzudunkeln. Das Gedächtnis weiß, dass durch die Lufttrübung weit entfernte Dinge heller (und unschärfer) erscheinen als nahe.
*(Anm.:....... genau solcher Linienkonstrukte jeweils im VG, MG und HG. Und DA sollen dann auch die bilddominanten Linienstrukturen auch noch möglichst schwungvoll, Blicklenkungs-freundlich und für das Gesamtmotiv "schön wirkend" dargestellt sein, von den "Flächen" ganz zu schweigen ( :!: :o nix easy peasy :idea: :P )
-> Ein Pro-Weitwinkel-Nutzungs-Argument wg. deren nativem Abbildungsverhalten/-charakteristik. ABER: je nach Charakter/räumlichen Werten/.... des Szenarios hilft auch vielleicht gerade die "räumliche Stauchung" einer Tele-Linse/BW weiter!)

Das ist ein schwierig umzusetzendes Unterfangen und die besten Tipps (zu denen ich auch keine mehr hinzufügen kann/kenne keine weiteren Möglichkeiten) sind- siehe Quotes- bereits beisammen :)
Wenn du dir unter den Hinweisen "die richtige Interpretation/Umsetzung" des (von den Tippgebern) Gemeinten entsprechend vorstellen und praktisch umsetzen kannst, wirst du sicher öfter mal nen tollen Effekt/Eindruck in deinem Sinne als Foto rausbekommen.
Da sich bei Landschaft, Natur-Szenarien/Elementen/Objekten, Architektur (neben der verwendeten Technik, insbesondere der Optiken/Brennweiten) außer einer Positionsänderung deinerseits nix großartig mehr gestalten läßt, ist man einfach auch ein Stückweit dem vorhandenen Szenario ausgeliefert.
Da können die von Horst beschriebenen "Hilfsmittel" (in ungünstigen Positionen/Richtungsbewegungen/Kurven im Frame) nämlich auch gerade das Gegenteil bewirken und dir den Frame verhageln.
Jedes Szenario gibt einem da Möglichkeiten und Aufgaben zu bewältigen, manchmal bessere und viele Möglichkeiten, manchmal wenige ganz schwächliche.

Ich kann sowohl ultraweite Winkel als auch (höhere) Telebereiche als "nutzbar" anführen. Ich hab keine Ahnung, obs dafür sowas wie "förderliche BW" gibt.
In einigen Fällen hab ich sogar speziell aufgrund seiner "extrem-verzerrenden" Charakteristiken mit ner Fisheye-Optik die am stärksten wirkenden Resultate von "Höhenunterschiede-Wahrnehmung/Effekt" rausbekommen. Diese extreme Optik birgt dann aber, neben der Tatsache der ggf. total unerwünschten Glubschaugenoptik, die Gefahr noch anderer negativer Besonderheiten.

Ne Formel- würde ich jetzt daher mal behaupten (!)- gibts daher nicht. Der Faktor "gegebenes Szenario" ist einfach zu variabel und zu stark mit einfließend. Und die gegebenen Tipps sind soweit schonmal gut. Ist halt kein motivisches Thema, um mal eben "so im Vorbeigehen" auf die Schnelle garantierte Toppergebnisse im Überfluß hinzubekommen :idea: ;)
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Spaziergänger
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Re: Foto ohne Perspektive

Beitrag von Spaziergänger » Samstag 12. Oktober 2019, 13:39

Dein erstes Bild um 90° gedreht.
Das es steil ist, ist zu sehen.
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Gedreht.jpg
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Gedreht.jpg (182.46 KiB) 189 mal betrachtet
Gruß von Ulrich

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Der GImperator
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Re: Foto ohne Perspektive

Beitrag von Der GImperator » Samstag 12. Oktober 2019, 13:53

Von der Position (inkl. Distanzen/Verhältnismäßigkeiten) aus, wäre kein Bild (v.a. nicht mit dem Ergebnis des gewünschten Effekts) mit nem Tele möglich gewesen.

Aus der "räumlichen" Positionierung könnte man mit UWW (~ 7, 8, 9 mm) und einer anderen Bildkomposition (von anderer Stelle aus, mit gewissem Augenmerk auf "große/dominantere" VG-Objekte) etwas kreieren.
Mit dem großen Nachteil, daß die Höhendimensionen des HG-Hügels (im negativen Sinne) "verfälscht" dargestellt wären. Ob das dann aber tatsächlich ein deutliches Mehr an "Höhenunterschiedsempfinden" erschaffen würde, vermag ich aber nicht zu sagen, anhand meiner Vorstellungen auf Basis dieses Bildes.
Das (z.B.) "Stationshäuschen" (wenn prominenter in die Bildkreation mit hineingenommen) und die Charakteristik der Schienenrampe, plus (ggf.!) der vordere-untere Bereich (den ich höhen-, größen-, distanzmäßig bei dieser BW relativ schlecht einschätzen kann) könnte sich aber jedenfalls gravierend verändern dadurch. Bzw. "der visuelle Eindruck" davon.
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