Fotografieren in großen Kirchen

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adinia
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Fotografieren in großen Kirchen

Beitrag von adinia » Donnerstag 26. Mai 2016, 16:53

Hallo Foristen,
habt ihr vielleicht Tipps für mich?

Ich werde nächste Woche - jetzt mit der FZ 300 - einen Ausflug nach Speyer machen, mir natürlich auch den Speyerer Kaiserdom ansehen. Die größte romanische Kirche Europas. Diese romanischen Gebäude sind immer total sperrig....

Als ich mir letztes Jahr Saint-Remi angesehen hatte, war ich im Nachhinein wieder mal ziemlich unzufrieden mit meinen Fotos.... Einiges fotografiert in der Totalen, war dann (natürlich leider) winzig klein.
Aber wie sonst? Habt ihr möglicherweise ultimative Vorschläge für mich?
fragt mit vielen Grüßen, adinia
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basaltfreund
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Re: Fotografieren in großen Kirchen

Beitrag von basaltfreund » Donnerstag 26. Mai 2016, 17:58

nAbend, ich finde Bernhard macht tolle Kirchenbilder, vielleicht hilft dir das etwas weiter:

http://www.lumix-forum.de/viewtopic.php ... er#p140843" onclick="window.open(this.href);return false;

ansonsten würde ich in Kirchen auch immer HDR im Hinterkopf haben!
viele Grüsse aus der Eifel Michael
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Der GImperator
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Re: Fotografieren in großen Kirchen

Beitrag von Der GImperator » Donnerstag 26. Mai 2016, 18:30

basaltfreund hat geschrieben:nAbend, ich finde Bernhard macht tolle Kirchenbilder, vielleicht hilft dir das etwas weiter:

http://www.lumix-forum.de/viewtopic.php ... er#p140843" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;

ansonsten würde ich in Kirchen auch immer HDR im Hinterkopf haben!
Hi,
unbedingt beide Tipps beachten ;)
Und wenns bloß die + Belichtungsvariante ist, die du später als DAS Einzelpic auswählst, weil sie dir am PC dann überraschend sinniger und schöner belichtet rüberkommt.
Wenn du ECHTE HDRs entwickeln willst, dann empfehle ich auch, daß du am Stativ-Schleppen nicht sparst. Ihr werdet ja sicher nicht weit vom Dom parken/starten.
Macht die FZ300 immer noch die einfache 3er AB-Variante ? Oder kann sie inzwischen 5 oder sogar 7 ? Falls bloß 3, dann könntest du dank Stativ nämlich auch 2 AB-Belichtungen machen, hättest ne Auswahl von bis zu 6 versch. belichteten Pics mit identischem Frame.

PS: ich gehe davon aus, der Dom ist auch wirklich offen !? Im November hab ich gehört, daß er ne Weile zu gemacht würde. Vielleicht war das aber auch bloß ne ausgedehnte "Winterpause" (mit dem üblichen Renovierungsgedöns).
Ne andere Kirche in Speyers Zentrum (Name ? Schall u. Rauch :P ) hat leider definitiv dicht (wg. größeren Renovierungsarbeiten). Ich glaube, noch weit ins Jahr rein.
G70_Pana 14-140II_Pana 42.5 f1.7_Samyang 7.5mm f3.5_Oly m.zuiko 7-14mm f2.8_FZ150
Rollei Fotopro CT-5A Stativ, Raynox DCR 150 Achromat, Lowepro Nova 160 + Apex 110 Taschen, Dell U2412M Monitor,Toblerone 400g-Packung

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adinia
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Re: Fotografieren in großen Kirchen

Beitrag von adinia » Donnerstag 26. Mai 2016, 19:24

Der GImperator hat geschrieben: Und wenns bloß die + Belichtungsvariante ist, die du später als DAS Einzelpic auswählst, weil sie dir am PC dann überraschend sinniger und schöner belichtet rüberkommt.

Wenn du ECHTE HDRs entwickeln willst, dann empfehle ich auch, daß du am Stativ-Schleppen nicht sparst. Ihr werdet ja sicher nicht weit vom Dom parken/starten.

Macht die FZ300 immer noch die einfache 3er AB-Variante ? Oder kann sie inzwischen 5 oder sogar 7 ? Falls bloß 3, dann könntest du dank Stativ nämlich auch 2 AB-Belichtungen machen, hättest ne Auswahl von bis zu 6 versch. belichteten Pics mit identischem Frame.

ich gehe davon aus, der Dom ist auch wirklich offen !? I.
Guten Abend, GImperator,
dir und Michael Dank für die Hinweise.
.>Und wenns bloß die + Belichtungsvariante :?: ist,< sorry, das habe ich nicht verstanden.

Dieses Mal ist es eine private, keine Studienreise wie sonst. >Ihr werdet ja sicher nicht weit vom Dom parken/starten< Nein, so ist es nicht. Ich fahre mit den Zug nach Speyer, umsteigen in Mannheim. Dann bin ich normalerweise ausschließlich zu Fuß durch die Stadt unterwegs. So sieht man am meisten. Dieses Mal muss ich etwas vorsichtig sein, da ich eine Bursits im Knie bekommen habe.
Ein Stativ habe ich nicht, da ich eigentlich ausschließlich auf Fernreisen fotografiere. Zuhause habe ich keine Zeit dafür. Daher bewundere ich auch, wie viel und wie oft ihr Zeit dafür habt. Beneidenswert...

Danke für den Hinweis. Der Dom ist täglich außer samstags geöffnet.
Schönen Abend, adinia

PS. Ich dachte eben, sinnvoll wäre es ein paar Fotos einzustellen. Die nächsten Tage sind randvoll. Aber dann setze ich sie in "Architektur".
Hier weise ich daraufhin.
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Re: Fotografieren in großen Kirchen

Beitrag von Horka » Donnerstag 26. Mai 2016, 19:36

Der Speyrer Dom ist für eine vorgotische Kirche überraschend hell. Nur bei den Gräbern ist es bisschen duster. Du wirst vermutlich mit ruhiger Hand und gutem Stabilisator die meisten Bilder aus der Hand bei 400 ASA machen können.

Du kannst überall rumlaufen. Über der Krypta stehend hast Du einen schönen Blick aufs Langschiff. Versuch dort ein bisschen Vordergrund einzubeziehen, und wenn es der Fußboden ist

Der Dom wirkt, anders als gotische Kirchen, durch seine Wucht. Es ist mir nicht gelungen, das ins Bild umzusetzen.

Kapellen, Gräberfelder, Almosenkerzen (HDR!), eiserne Krone u. Ä. lohnen Detailaufnahmen.

Nimm Dir Zeit. Ich war zweimal dort und habe jeweils mehr als eine Stunde geguckt. Vergiss auch den Außendom nicht und das romantische Speyer um die Kirche.

Horst
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Nitram
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Re: Fotografieren in großen Kirchen

Beitrag von Nitram » Donnerstag 26. Mai 2016, 22:41

Hallo Adina,

wir waren letze Woche in Speyer (Technik-Museum: sehr sehenswert. Und natürlich auch im Dom und in der Innestadt).

Ich kann dem Horst nur beipflichten: Der Dom ist innen ziemlich hell und man kann sehr gut "aus der Hand" fotografieren.
Von außen ist er natürlich auch sehr imposant. Und auch die historischen Gebäude in Speyer sind sehr schön.

Ich zeige einfach mal drei Bilder, damit du siehst, was dich da so erwartet.

In diesem Sinne
.
Dateianhänge
P1300561 Dom Speyer.JPG
P1300561 Dom Speyer.JPG (218.62 KiB) 2627 mal betrachtet
P1300578 Dom Speyer Seitenschiff.JPG
P1300578 Dom Speyer Seitenschiff.JPG (150.54 KiB) 2627 mal betrachtet
P1300574 Dom Speyer Altar.JPG
P1300574 Dom Speyer Altar.JPG (168.44 KiB) 2627 mal betrachtet
Grüße aus der Noris
Martin

Ein jeder soll nach seiner Facon selig werden (Der Alte Fritz)

TZ25 (Mai 2013), TZ18 (März 2012), Ixus40 (Feb 2005), Canon Prima Twin S (Juni 1992)
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Horka
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Re: Fotografieren in großen Kirchen

Beitrag von Horka » Donnerstag 26. Mai 2016, 23:19

Noch was, Adinia: Wie oft warst Du zum Üben im Kölner Dom? Er hat einen ganz anderen, vielfältigeren Charakter als Speyer, aber das Umgehen mit der Mischung aus Totale und Detail, Größe und Besonderheit, Einzelheit und Ganzes, Farben und Kontrast, Hellem und Dunklem kann man dort sehr gut ausprobieren.

Wenn Du mit Bildern aus Deinem Dom zufrieden bist, kannst Du auch Speyer beruhigt angehen.

Horst, Brühler und Kirchengucker
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schwarzvogel
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Re: Fotografieren in großen Kirchen

Beitrag von schwarzvogel » Freitag 27. Mai 2016, 09:14

Über diese "Schmankerl" in Sachen Kirchenaufnahmen wird z.Z. in der Panoramacommunity diskutiert:
http://blog.tagesanzeiger.ch/zoom/index ... 090/69090/" onclick="window.open(this.href);return false;
http://blog.tagesanzeiger.ch/zoom/index ... se-raeume/" onclick="window.open(this.href);return false;
Einfach phantastisch !
mfG schwarzvogel

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Jock-l
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Re: Fotografieren in großen Kirchen

Beitrag von Jock-l » Freitag 27. Mai 2016, 11:38

adinia hat geschrieben:Als ich mir letztes Jahr Saint-Remi angesehen hatte, war ich im Nachhinein wieder mal ziemlich unzufrieden mit meinen Fotos....
Wo zeigt sich diese Unzufriedenheit, in techn. Hinsicht (verwackelt um es übertrieben auszudrücken) oder daß Dir die motivliche Auswahl im Nachhinein eher so la la vorkommt oder anderes ?
Im bürgerlichen Leben ist Jürgen ein Allerweltsvorname, in Foren (oft vergeben) nutze ich Jockel in einer leicht veränderten Schreibweise -> Jock-l ;)
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adinia
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Re: Fotografieren in großen Kirchen

Beitrag von adinia » Montag 30. Mai 2016, 18:04

Guten Abend!
Am 26. schrieb ich: >Ich dachte eben, sinnvoll wäre es ein paar Fotos einzustellen. Die nächsten Tage sind randvoll. Aber dann setze ich sie in "Architektur".< Heute Abend habe ich ewas Zeit. Ich kann nachher dort ein paar Fotos einstellen.

Es geht mir nicht um Helligkeit. Ich mag jene Tiefe, die durch eine gewisse Dämmrigkeit entsteht.
Einiges fotografierte ich in der Totalen oder Halbtotalen, dann war's (natürlich leider) mehr oder weniger winzig klein. Aber wie sonst? Zudem wieder zu viel stürzende Linien. Transformieren kann sie nur zum Teil.

Ich wurde bereits der romanische Basilika St. Remi in keiner Weise gerecht. Das bedauere ich überaus.. :( :( .... Wie könnte ich das hinbekommen?
Bis bald - in der anderen Rubrik - adinia

PS @ schwarzvogel: diese "Schmankerl" in Sachen Kirchenaufnahmen Wow! Wirklich beeindruckend phantastisch :!: :!:
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Re: Fotografieren in großen Kirchen

Beitrag von Jock-l » Montag 30. Mai 2016, 20:21

... ich denke ich verstehe DIch jetzt besser (auch nachedem ich neben St. Remi auch Notre Dame nachsah). Beispiel Notre Dame- die erste Bildserie, letzteingestellte Bild- hier ist alles ausgerichtet/entzerrt, aber die drei Spitzbögen wirken dadurch surreal weil so hochgezogen-> Da wirst Du nur per händischer EBV/Entzerrung (mittig stauchen) zu einem den Sehgewohnheiten näherkommenden Ergebnis kommen...
Beispiel selbe Thread, zweite Bildserie, erstes Bild- das wirkt sehr genehm, weil da der Blick nach vorn geht, und nicht wie bei den anderen Bildbeispielen Hintergrund und in max. Weitwinkel aufsteigend zur Decke alles abbilden wollend.

St. Remi, da hat jedes Bild ein individuelles Problem- aber das lässt sich auch hier auf das Entzerren als Hauptbearbeitungsschritt in der Software Deiner Wahl zusammenziehen.

Denkansatz- statt einer alleinigen Aufnahme eine weitere Reihe Fotos zum Stitchen aufnehmen, daß Du zuhause bei problematischen Motiven Wahlmöglichkeit hast.
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Re: Fotografieren in großen Kirchen

Beitrag von nordishbynature » Montag 30. Mai 2016, 20:34

Ich sag mal etwas Ketzerisches:
Buch kaufen, Kirchenbesuch vorbereiten – nicht selbst das Vielfotografierte erneut ablichten, sondern gucken und dann Raumgefühl aufnehmen, subjektiv wichtige Aspekte nachempfinden und (evtl.!) ein paar Details, die persönlich wichtig erscheinen, knipsen.

Für ernsthafte Architektur-Photographie ist MFT (und kleiner) ein ungünstiges Medium: da können das Format gar nicht groß und die Standarten gar nicht verstellbar genug sein.


So, nun holt die Steine hervor…
Moin!, sagt Jenso
aka Nordishbynature – doch ich trage ja wieder meinen alten Namen…

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Re: Fotografieren in großen Kirchen

Beitrag von adinia » Montag 30. Mai 2016, 20:49

Jock-l hat geschrieben: Denkansatz- statt einer alleinigen Aufnahme eine weitere Reihe Fotos zum Stitchen aufnehmen, daß Du zuhause bei problematischen Motiven Wahlmöglichkeit hast.
Danke, Jock, für deine weiterführenden Hinweise.
Klingt super. Allerdings ist mir nicht klar, wie das geht, wie ich das machen müsste. Ich habe bisher nur Panoramen mit PSE 11 zusammengestzt.
Versteht man in diesen Fall unter Fotos stitchen technisch eventuell etwas Anderes, oder?
Bei den Ausmaßen, der wuchtigen Weite und Breite, der größen Höhe dieser romanischen Basilika lassen sich da irgendwie stürzende Linien vermeiden? Ich kann's mir kaum vorstellen.... Aber was dann? Wie?
Ich bin gespannt... adinia
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Re: Fotografieren in großen Kirchen

Beitrag von Jock-l » Montag 30. Mai 2016, 23:31

Genau, mit Stitchen meine ich das Zusammenführen sich überlappender Bilder/Motive zu einem Panorama ;)

Du bist ja frei in Deiner Entscheidung, etwas mehr in Richtung Weitwinkel zu gehen und dann die Kamera zu verschwenken, nach dem Stitchen noch ausrichten, anschl. BEschnitt in Format und Motivgröße etc. (ich setze ausnahmsweise zwei Bilder dazu, damit Du siehst, was bei freihändigen Panorama und anschl. Stitchen für Formen entstehen und wie ich diese in Photoshop entzerre.

Mein Tip: Immer Zwischenschritte speichern, nicht als jpeg sondern möglichst tiff für weniger Kompression und Erhalt Datenumfang ! Durch das Zwischenspeichern erhälst Du Dir die Möglichkeit, wenn bei einem Nachfolgeschritt etwas schiefgeht, daß Du eine vorherige Bearbeitungsversion zur Verfügung hast und nicht ganz von vorn anfangen mußt.

Mein Tip II: Löse Dich von der Vorstellung, alles in einem Zug zu entzerren, Panoramen wie das von mir gezeigte entzerre ich auch schon mal in zwei oder drei Schritten, Speichern, erneuter Aufruf des Dialoges in PS:" Entzerren" etc. Also beginne an einer Seite und gehe das bis zur anderen Seite durch ...

Mein Tip III: Wenn ich zu Bildreihen für Stitching gehe, mache ich auch IMMER eine Übersichtsfotografie, daß ich später beim Entzerren mich nicht an "gefühlte" Proportionen, sondern an dem Vorbild der Übersichtaufnahme halten kann- sozusagen Vorlagebild, daß ich bei vielen Einzelschritten nie den Blick auf das Gesehene verliere ;) )

PS: Was sich schwer liest, klappt nach einigen Üben- einfach probieren, geh in die Kirche Deines Heimatortes und teste die EBV-Schritte aus, dann hast Du später auf Reisen/Studienreisen etwas mehr praktische Erfahrung als nur die der Anderen und Angelesenes ;)
Mit PSE 11 bist Du schon gut aufgestellt, da ist der Aufruf/Ablauf "Photomerge" (Stitchen der Bilder) ein ähnlicher wie in meinem alten PS CS IV.
Dateianhänge
panorama_nach_merge.jpg
panorama_nach_merge.jpg (178.85 KiB) 2280 mal betrachtet
entzerren_panorama_1.jpg
entzerren_panorama_1.jpg (128.1 KiB) 2280 mal betrachtet
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Horka
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Re: Fotografieren in großen Kirchen

Beitrag von Horka » Montag 30. Mai 2016, 23:41

Du bist nicht die Einzige mit diesem Problem. Eine Lösung ist ist die teilweise unpraktikable und wenig hilfreiche von Nordischusw. mit einer speziellen Kamera. Im Kölner Dom haben übrigens Fotografen eine Kamera mit einem kleinen Luftschiff auf halbe Höhe gefahren und dann fotografiert. Das ist Dir wohl nicht möglich. :)

Du kommst nicht an Deine Grenzen, sondern an die Grenzen Deiner Kamera. Du kannst kein Superweitwinkel ansetzen und kein Fischauge. Es gibt brauchbare Vorsätze, die sind aber teuer und schwer.

Ich behelfe mir mit zwei Methoden:

- Die realistische von Nordischusw.: Ich kaufe mir gelungene Übersichtspostkarten, scanne sie und fotografiere selbst Details.

- Die Jock-1-Methode: Drei bis sieben Einzelaufnahmen (Kamera senkrecht und waagerecht halten) zu einem Panorama zusammensetzen (geht gut mit PSE oder dem kostenlosen ICE von Microsoft) und dann mit dem kostenlosen jpgilluminator entzerren. Sehr aufwändig, aber man ist nicht jeden Tag in Notre Dame. Allgemein mache ich in Kirchen drei Aufnahme vom Altar und rechts und links daneben, ein Drittel Überlappung. Die Bilder sind verzerrt, aber sie geben den Raumeindruck wider.

In Speyer wirst Du weniger Probleme haben, weil Du auf dem Kryptadach fast halbe Schiffhöhe hat. Hier bieten sich drei Panoramen und viele Detailaufnahmen an.

Zu den Farben: Du schriebst, dass Du schummrige Kirchen gerne hast (findest Du nicht im Hauptschiff von Speyer). So bunt (stark farbig) wie Deine Bilder kenne ich als vorbarocke Kirche nur den Kölner Dom bei starkem Süd-Sonnenlicht durchs Richterfenster. Hast Du einen Hang zur angehobenen Sättigung?

Ich wiederhole mich: Du hast in Köln wie nirgendwo anders in der Welt eine Übungsstätte für Kirchenfotografie. Das muss doch reizen!

Horst

PS Deine Detailaufnahmen gefallen mir gut, sie geben einen guten Eindruck von der Kirche.
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