Förderliche Blende

Alles rund um die Superzoomer von Panasonic – von der legendären FZ50 bis zu FZ200, von der TZ1 bis zur TZ31
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fahrradfrik
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Förderliche Blende

Beitrag von fahrradfrik » Dienstag 23. Mai 2017, 10:41

Guten Tag!
Es gibt im Netz, bei Fotoschule.de
einen Artikel über die Ermittelung
der förderlichen Blende bei Kameras. Hat das hier im Forum
schon mal jemand für die TZ101
gemacht?

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veo
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Re: Förderliche Blende

Beitrag von veo » Dienstag 23. Mai 2017, 12:59

Nein, das war mir bislang zu aufwendig.
Es gibt einen Testbericht bei digitalkamera.de aus dem man entnehmen kann, dass für den praktischen Alltag die förderliche Blende bei f=5.6 und die kritische Blende im Weitwinkel bei f=2.8 und Tele bei f=4.7 anzunehmen ist.
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mopswerk
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Re: Förderliche Blende

Beitrag von mopswerk » Dienstag 23. Mai 2017, 18:08

Ich habe eine Fotoformelsammlung in einem XLS aufgebaut ( https://drive.google.com/file/d/0B1Wqad ... sp=sharing" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false; )
Für einen 1Inch Sensor und 20MP bekommt man folgende Daten:
Pixelpitch 2,41 Mikrometer (=Kantenlänge eines Sensors), Zerstreuungsscheibchen von 10,6 Mikrometer, und eine förderliche Blende von F15 ( gerechnet mit der Formel von hier http://www.elmar-baumann.de/fotografie/ ... lende.html" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false; ).
Bei F15 ist das Beugungsscheibchen allerdings 10 Mikrometer groß, das kriegt man dann mit dem Sensor nicht mehr aufgelöst (das Beugungsscheibchen wird über ein paar Pixel verteilt).
Öffnet man die Blende wieder so, dass das Beugungsscheibchen in einen Pixel "hineinpasst" (also Dimension Beugungsscheibchen ~ Pixel Pitch), kann man dann daraus eine dafür "optimale Blende" von F3.5 berechnen.
=> Die förderliche Blende ist bei Digikams meist weit vom Auflösungsoptimum entfernt, umso mehr, je mehr Megapixel der Bildsensor hat
PS: Nachnotiz. Optimale Blenden für andere Sensorformate sind bei 20MP Sensoren wie folgt:
MFT:4,9 / APSC:6,3 / Vollformat:9,6 ... je größer der Sensor, desto kleiner die optimale Blende ... das erklärt zB auch, wieso man mit MFT oft auch ohne großes Abblenden zum Ziel kommt.
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veo
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Re: Förderliche Blende

Beitrag von veo » Dienstag 23. Mai 2017, 19:56

Diese Diskussion ist ja durchaus schon inhaltsreich geführt worden: http://www.lumix-forum.de/viewtopic.php ... de#p356524" onclick="window.open(this.href);return false;
available hat dort für den 16MP 4/3 Sensor eine förderliche Blende von 8,7 berechnet (8,0 für 20MP) bezogen auf Rot. Ihm traue ich durchaus richtiges Rechnen zu. Die Ergebnisse des Rechners von Elmar Baumann sind mir nicht plausibel.
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Re: Förderliche Blende

Beitrag von emeise » Mittwoch 24. Mai 2017, 08:18

Ich bin mal frech und behaupte, dass hier im Forum nicht viele sind, die die Blenden-Begriffe auf Anhieb exakt auseinander halten können.

Förderliche Blende
Kritische Blende
'optimale' Blende

Erklärungen, die jeder versteht, sind nicht so viele zu finden und durch die Beiträge hier im Forum, entsteht bei mir eher Verwirrung, denn Klarheit. :lol:

Aber das Web hilft ja. Hier ein guter, verständlicher Beitrag :
https://www.fotomagazin.de/technik/f%C3 ... che-blende

Und dann natürlich für die Mathematik- und Physik-Genies unter uns :
https://de.wikipedia.org/wiki/Kritische_Blende

und
https://de.wikipedia.org/wiki/Beugungsunsch%C3%A4rfe

Und dort liest der liebe Dieter : "Die optimale Blende als Kompromiss aus Aberrationsunschärfe und Beugungsunschärfe, die förderliche Blende ist übrigens nicht der Schnittpunkt der Graphen (f(x)=g(x)), sondern das Minimum der Summe beider Funktionen (f'(x) = -g'(x)) "
Na denn ...
FZ18/FZ150 - verschenkt, FZ1K, TZ101, EOS40D/600D, GX7, E-M5 m II / 12-40 und 7-14mm 2.8 Pro
Wenn ich all mein Equipment aufzähle, ist die Seite vollgemüllt.

keep it simple
Grüßle, Dieter

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Re: Förderliche Blende

Beitrag von fahrradfrik » Mittwoch 24. Mai 2017, 09:04

Eigentlich geht es mir nur darum, hat schon jemand den Versuchsaufbau laut Fotoschule. de gemacht und kann ein Ergebnis mitteilen.
Danke

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Fossil
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Re: Förderliche Blende

Beitrag von Fossil » Mittwoch 24. Mai 2017, 09:36

fahrradfrik hat geschrieben:Eigentlich geht es mir nur darum, hat schon jemand den Versuchsaufbau laut Fotoschule. de gemacht und kann ein Ergebnis mitteilen.
Danke
Hab ich mit der FZ200 durchprobiert. Ergebnisse sind interessant. Muss ich noch in übersichtlìche Diagramme packen. Komme zur Zeit nicht an die Daten. So in 2-3 Wochen wird das hoffentlich klappen
Beste Grüße von Antje

Lumix FZ 200, Canon EOS 100, Nikon FE 2, Voigtländer Prominent Synchro-Compur, Fujifilm FinePix F40 fd, Bleistift und Skizzenblock

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mopswerk
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Re: Förderliche Blende

Beitrag von mopswerk » Mittwoch 24. Mai 2017, 09:57

veo hat geschrieben:Die Ergebnisse des Rechners von Elmar Baumann sind mir nicht plausibel.
Ich finde schon: http://www.elmar-baumann.de/fotografie/ ... liche.html" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;
Also: Größe Zerstreuungsscheibchen = Größe Beugungsscheibchen > Z = B
Z = d / 1500 (d:Sensordiagonale)
Und das Beugungsscheibchen: Gemäß physikalischer Definition für das Auflösungsvermögen der Lochblende liegen zwei voneinander abgebildete Punkte einen Radius des Beugungsscheibchens auseinander ( https://de.wikipedia.org/wiki/Beugungsscheibchen" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false; ). Damit kann man das mit den dort angegeben Formeln aus-x-en.
Mit den dortigen Formeln auf der Seite theta = 1.22 lambda / D (D:Durchmesser Blende / Lambda:Wellenlänge / theta: Winkeldurchmesser des Beugungsscheibchens auf dem Sensor) und B = theta * f (f:Brennweite Objektiv) kommt man auf B = 1.22 lambda * f / D = 1.22 lambda * k. Baumann ersetzt k durch die effektive Blende (k = k(nominell) * (m+1) ). aber im Endergebnis steht dann dort in Z = B eingesetzt und umgeformt erhält man
k = Z / (1.22 * lambda ) ... was der Formel des Rechners auf der Baumannseite entspricht (bis auf den Abb.maßtabsfaktor , den man für kleine Abb.maßtäbe ignorieren kann).
Hier gibt es auch einen Rechner: http://www.cambridgeincolour.com/tutori ... aphy-2.htm" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false; ... der spuckt für einen 1 Inch Sensor bei 20MP auch F3.8 aus ...
Wo ich mir die Zusammenhämge klar gemacht habe, habe ich mir eine Erkenntnis für's Fotografieren rausgezogen: Passt alles grob, wenn ich bei MFT um F4-F7 einstelle und bei APSC darf es auch gerne F6-F11 sein ... Und bei kleinen Sensoren sollte man dann eh nicht zu hoch gehen. Ich stehe jetzt auch nicht mit dem Rechenschieber in der Pampa und mache damit Fotos ...
EDIT: Dies ist mein Artikel #2017 im Forum ;)
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