Ist das wirklich so?Seppel_5900 hat geschrieben:Die Größe der Zerstreuungskreise ergibt sich aus dem Strahlengang. Und der Strahlengang hängt von der Art und Anordnung der Linsen ab.
Der objektseitige Zerstreuungskreis in hyperfokaler Entfernung ist so groß wie die Eintrittspille, der bildseitige Zerstreuungskreis ergibt sich daraus durch den Abbildungsmaßstab.
Die Linsenanordnung ist hier nicht ausschlaggebend.
Nasses Aufsatz ist didaktisch eine echte Meisterleistung.
Er schafft es, die doch recht komplexe Materie so zu vermitteln, dass jeder Interessierte, auch ohne naturwissenschaftlichen Hintergrund, ihm folgen kann.
Im ersten Teil beschreibt er genau das, was ich oben in Formeln dargestellt habe.
Interessanter ist sein zweiter Teil, und ich denke, daraus resultieren die unterschiedlichen Ansichten.
Da beschreibt er die Ausdehnung und Auswirkung der Unschärfe.
Welche Größe eines Zerstreuungskreises ich dabei akzeptiere ist ja egal, die rechnerisch ermittelte Schärfentiefe variert letztendlich nur z-abhängig und kann jederzeit umgerechnet werden.
Für die Beschreibung der Unschärfe bis hin zum Bokeh sind dann zusätzlich unter Anderem Linsenkonstellation, Abbildungsfehler aber auch die Art der Blende (7 Lamellen, 9 Lamellen, runde Blende, eckige Blende) tragend.
Und an dieser Abbildung der "Unschärfe" scheiden sich oft die Geister. Das ist dann rein subjektive Vorliebe oder Abneigung.
Und ich vermute einmal, dass das Sigma an dieser Stelle deinen Geschmack nicht trifft.