Sigma ART 30mm f2.8 DN

Hier geht`s um die "Augen" für die Lumix G-, GH-, GF- und GX-Modelle. Alles rund um die Micro-Four-Thirds-Linsen von Panasonic, Olympus, Leica, Voigtländer und Co.
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wozim
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Re: Sigma ART 30mm f2.8 DN

Beitrag von wozim » Montag 13. Mai 2013, 16:47

Hallo Christian,
Seppel_5900 hat geschrieben:Die Größe der Zerstreuungskreise ergibt sich aus dem Strahlengang. Und der Strahlengang hängt von der Art und Anordnung der Linsen ab.
Ist das wirklich so?
Der objektseitige Zerstreuungskreis in hyperfokaler Entfernung ist so groß wie die Eintrittspille, der bildseitige Zerstreuungskreis ergibt sich daraus durch den Abbildungsmaßstab.
Die Linsenanordnung ist hier nicht ausschlaggebend.

Nasses Aufsatz ist didaktisch eine echte Meisterleistung.
Er schafft es, die doch recht komplexe Materie so zu vermitteln, dass jeder Interessierte, auch ohne naturwissenschaftlichen Hintergrund, ihm folgen kann.
Im ersten Teil beschreibt er genau das, was ich oben in Formeln dargestellt habe.

Interessanter ist sein zweiter Teil, und ich denke, daraus resultieren die unterschiedlichen Ansichten.
Da beschreibt er die Ausdehnung und Auswirkung der Unschärfe.
Welche Größe eines Zerstreuungskreises ich dabei akzeptiere ist ja egal, die rechnerisch ermittelte Schärfentiefe variert letztendlich nur z-abhängig und kann jederzeit umgerechnet werden.

Für die Beschreibung der Unschärfe bis hin zum Bokeh sind dann zusätzlich unter Anderem Linsenkonstellation, Abbildungsfehler aber auch die Art der Blende (7 Lamellen, 9 Lamellen, runde Blende, eckige Blende) tragend.
Und an dieser Abbildung der "Unschärfe" scheiden sich oft die Geister. Das ist dann rein subjektive Vorliebe oder Abneigung.

Und ich vermute einmal, dass das Sigma an dieser Stelle deinen Geschmack nicht trifft.
Gruß Wolfgang

https://www.flickr.com/photos/fz100/

GX9, GX80, Oly 45 mm 1:1,8, Sigma 19 mm und 60 mm 1:2,8, umfangreiche Altglassammlung, div. Raynox-Linsen, GR IV HDF

Seppel_5900
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Re: Sigma ART 30mm f2.8 DN

Beitrag von Seppel_5900 » Montag 13. Mai 2013, 18:49

Hallo Wolfgang

Das Stichwort zur Bestimmung des Durchmessers der Zerstreuungskreise ist die astigmatische Differenz:

In den meisten Formeln zur Schärfentiefe geht man von einem vereinfachten Modell aus, d.h.

Ersten, dass die Linsen so dünn sind das die "Materialeigenschaften" keine Rolle spielen
Zweitens, dass die Linsen sphärisch geschliffen sind
Drittens, dass es keine Neigung der eintreffenden Strahlung zur optischen Achse gibt

Soweit die Theorie:

In der Realität spielt die Linsengeometrie, die Dicke, das Material und Anordnung der Linsen zueinander halt eben doch eine Rolle

Gruß Christian

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