PENTACON (2)
- Carsten_Baum
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PENTACON (2)
Ich habe auch noch einige Objektive von PENTACON in Verwendung (1.8/50; 3.5/135 u. 4/200). Beim ausprobieren mit einem Adapter M42 (preiswert (?) bei ebay gekauft) ist mir aufgefallen, dass beim Fokussieren auf unendlich das Bild unscharf wird. Ich musste immer ein klein wenig "zurück drehen" um das Motiv scharf zu bekommen. Frank Späth hat in seinem Buch (Lumix G System Fotoschule) auf Seite 161 unter "Sparen beim Adapter dieses Problem (billige Adapter) beschrieben. Mich würde interessieren, ob sonst noch jemand die gleichen Erfahrungen gemacht hat oder ob das Problem mit dem Fokussieren auf Unendlich bei dieser Kombination (Adapter+Fremd-/Altobjektiv) eine andere Ursache haben kann. Interessant ist das für mich deshalb, weil ich vor der Entscheidung stehe mir alternativ einen neuen Adapter von NOVOFLEX zu kaufen.
Re: PENTACON (2)
Bei meinem Novoflex für Pentax-K-Bajonett konnte ich das (bisher) nicht feststellen.. Der ist gefertigt wie eine eins und für die Ewigkeit, und erlaubt sogar das Abblenden von Objektiven ohne Blendenring (dann zwar naturgemäß ohne Blendenzahlen und Rasterung, aber immerhin!).
Momentan fotografiere ich nur so.. manuell fokussieren mit Arbeitsblendenmessung (was ja bei den Kameras wie den Panasonics gut geht, da der EVF ja sofort die abnehmend Helligkeit im Sucher weitestgehend ausgleicht), hatte ewig kein "richtiges" µFT Objektiv mehr drauf.
Momentan fotografiere ich nur so.. manuell fokussieren mit Arbeitsblendenmessung (was ja bei den Kameras wie den Panasonics gut geht, da der EVF ja sofort die abnehmend Helligkeit im Sucher weitestgehend ausgleicht), hatte ewig kein "richtiges" µFT Objektiv mehr drauf.
Re: PENTACON (2)
Ich habe einen 39,- Adapter aus ebay für Canon FD, der ebenfalls minimal zu kurz ist und damit über Unendlich hinaus eingestellt werden kann. Ich sehe das aber nicht als Problem, da ich sowieso immer die Sucherlupe zum Einstellen mit dem Adapter verwende. Die Gravur der Entfernung auf dem Objektiv ist da vollkommen überflüssig. Bei besonders hochwertigen Teleobjektiven (z.B. Canon L Linsen) hat man außerdem keinen Anschlag bei Unendlich, sondern eine Zone. Dies wurde bei hochlichtstarken Objektiven notwendig, da durch Temperaturunterschiede die Einstellung für Unendlich unterschiedlich sein kann.
Optisch hast Du keinerlei Nachteile, wenn der Adapter etwas zu kurz ist, du gleichst den fehlenden mm einfach bei Scharfstellen am Objektiv aus.
Optisch hast Du keinerlei Nachteile, wenn der Adapter etwas zu kurz ist, du gleichst den fehlenden mm einfach bei Scharfstellen am Objektiv aus.
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Lithographin
Re: PENTACON (2)
Ich benutze eine Adapter von Siocore, so um die 44,00 € für Nikon-F Objektive und kann das Nachstellen bestätigen.
Auch ich muß ein wenig zurück justieren um scharf stellen zu können.
Aber war das auch bei der Originalkamera schon so, wenn gleich auch in geringerem Ausmaß.
Ist aber kein Problem da ich immer mit der Lupe scharf stelle. Schwieriger wird es nur bei langen Brennweiten wie den 70-300 Sigma.
Cristina
Auch ich muß ein wenig zurück justieren um scharf stellen zu können.
Aber war das auch bei der Originalkamera schon so, wenn gleich auch in geringerem Ausmaß.
Ist aber kein Problem da ich immer mit der Lupe scharf stelle. Schwieriger wird es nur bei langen Brennweiten wie den 70-300 Sigma.
Cristina
Re: PENTACON (2)
Ich habe für meine Olympus OM Objektive auch einen "Billigadapter" im Einsatz, bei dessen Einsatz auch vor dem Anschlag liegt. Allerdings stört mich das ebenfalls nicht. Zum wirklich genauen Fokusieren benutze ich immer die Sucherlupe. So weiß man, dass man nicht schlampig arbeiten darf um scharfe Bilder zu erhalten. Es ist nichts ärgerlicher als sich darauf zu verlassen, dass die Einstellung am Anschlag schon stimmen wird und hinter leicht unscharfe Bilder dabei heraus kommen. Auch bei Novoflex gibt es z.T. wohl leichte Toleranzen und somit die gleichen "Probleme". Das hatte ich jedenfalls in Foren gelesen, als ich auf die Suche nach einem Adapter gegangen bin und deshalb habe ich mich gegen diese relativ teuere Lösung entschieden.
VG
Gerhard
VG
Gerhard
Lumix G2, Olympus E-PL2, 3,5-5,6/14-45mm, 4-5,6/45-200mm, 2,5/14mm, 1,7/20mm, 2,8/45mm, Zuiko 1,4/50mm, Tamron 2,5/90mm; dazu eine Olympus E-3 und einige FT-Optiken
Re: PENTACON (2)
Das Objektive etwas über "Unendlich" hinaus gedreht werden können ist gewollt. Beim manuellen Einstellen des Schärfepunktes muß man ja über den optimalen Schärfepunkt hinaus gehen um dann gezielt eine Wenigkeit zurück zu drehen. Bei den Fotografen nannte man das "die Schärfe eingabeln".
- Carsten_Baum
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Re: PENTACON (2)
Das macht mich jetzt etwas unsicher. Beim Einsatz der Objektive an meiner alten analogen Spiegelreflexkamera ist mir das noch nie aufgefallen. Da war bei der Fokussierung auf Unendlich das Bild "scharf". Ein leichtes zurückdrehen und nachjustieren war nicht nötig.Tonsillus hat geschrieben:Das Objektive etwas über "Unendlich" hinaus gedreht werden können ist gewollt. Beim manuellen Einstellen des Schärfepunktes muß man ja über den optimalen Schärfepunkt hinaus gehen um dann gezielt eine Wenigkeit zurück zu drehen. Bei den Fotografen nannte man das "die Schärfe eingabeln".
Den Tipp mit der "Sucherlupe" werde ich mir merken. Ich habe heute Nachmittag gleich noch mal meine alten Objektive mit dem Adapter ausprobiert. Mit Stativ und "Superlupe" und ausreichend Zeit ist diese Variante praktikabel. Wenn es schnell gehen muss, ist eine Bilderserie vielleicht eine Alternative.
Schade ist natürlich,dass der Einsatz des teureren Adapters von NOVOFLEX auch nicht unbedingt die 100% Lösung ist. Wobei der Preis nicht so immens hoch ist, als das man es nicht doch probieren sollte.
Re: PENTACON (2)
Das betraf in erster Linie die wirklich langen Brennweiten. Bei Normalobjektiv reichte der Anschlag.
Re: PENTACON (2)
Wenn es wirklich schnell gehen muss, solltest Du an originale MFT Objektive mit AF denken. Der Einsatz der Adapter bringt ein zweites Leben für viele alte Schätzchen, aber schnell ist die Lösung nicht.Carsten_Baum hat geschrieben: Das macht mich jetzt etwas unsicher. Beim Einsatz der Objektive an meiner alten analogen Spiegelreflexkamera ist mir das noch nie aufgefallen. Da war bei der Fokussierung auf Unendlich das Bild "scharf". Ein leichtes zurückdrehen und nachjustieren war nicht nötig.
Den Tipp mit der "Sucherlupe" werde ich mir merken. Ich habe heute Nachmittag gleich noch mal meine alten Objektive mit dem Adapter ausprobiert. Mit Stativ und "Superlupe" und ausreichend Zeit ist diese Variante praktikabel. Wenn es schnell gehen muss, ist eine Bilderserie vielleicht eine Alternative.
Außerdem ist im Vergleich zu früheren analogen Zeiten heute eine viel höhere Präzision beim Scharfstellen notwendig. Die 16MP einer GH2/G3 sind ja auf einer viel kleineren Fläche angeordnet, als es früher bei der vollen Auflösung eines Dias oder Negativs mit 24x36mm der Fall war. Damit stimmen auch die Schärfentiefeskalen der Objektive nicht mehr, die Berechnung stammt meist noch für Filme aus den 20er und 30er Jahren... Da "Unendlich" ein sehr relativer Begriff ist, würde ich bei einem Adapter nicht auf den Anschlag vertrauen, sondern immer visuell mit Sucherlupe scharfstellen.
Man kann es sich leicht merken: Je kleiner das Format, desto größer muss die Präzision sein. Eine Kompaktkamera muss auf sehr kurzen Wegen mit hoher Präzision arbeiten, die alten, riesigen Plattenkameras konnten auch von "Schreinern" mit ziemlichen Toleranzen hergestellt werden...
- Carsten_Baum
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Re: PENTACON (2)
Vielen Dank für die sehr interessanten Antworten. Sie hab einiges dazugelernt.