Auf "AI" bin ich zzt. aufgrund teils erschreckend schlechter Performance vom Topaz Sharpen AI und nur leidlich (und nur mit Unterstützung von Gimp per weiterem Arbeitsschritt) guter Performance vom Denoise AI nicht so gut zu sprechen
In vielen Bereichen von "Handwerk" im weitesten Sinne hört man von den arrivierten Leuten sehr sehr oft
"Wenn du unter Anwendung des Basis-Werkzeugs die Materie umfänglich durchexerziert und begriffen hast, DANN kannst du gerne auch mit "automatisierten Prozessen" arbeiten!" (so auch hier im Foto"handwerk"
Will heißen- die aktuellen und künftigen AI-Geschichten können sicher das eine oder andere sehr sehr gut, können einem den Workflow echt erleichtern, können so manchen eher unbedarften Anwender per "Computer-Leistung" zum Fotokünstler erheben.
Was sie nicht können und im Gegenteil eher behindernd ("verdummend") Einfluß nehmen, ist das "Digitalfoto verstehen lernen" durch die händische Auseinandersetzung mit deinem gemachten Foto.
Ist Gold wert auch für die gelebte Fotografiererei, wenn man ein Foto (anhand der "Ein-/Aufteilung", die durch die Zuordnung eines Reglers xy zu einem bestimmten Element/Wert vorgegeben wird) in seine Einzelbestandteile* quasi sezieren kann.
*( siehe die "klassischen Standardregler" eines EBV-Tools/RAW-Entwicklers wie "Helligkeit", "Hue", "Klarheit", "Kontraste", "Schatten/Schwarzwert"; oder "Tonwertverlaufsskalen zur/gegen chromatische Abberationen", "Grain", "Perzeptive Sättigung", "Dehaze" etc pp.)
Spätestens bei der Anwendung von gezielt gewünschter Filter (virtuell/PC) auf ein Bild, die man selber ausgestalten/abmischen möchte nach seinen Vorstellungen, muß man sich eh an ein "normales" Fotoentwicklungs-Tool ran wagen. (Oder halt per Friss-oder-stirb die Presets der vollautomatisierten AI-Tools nehmen, wie sie- per einfachem Knopfdruck- kommen).
Bsp.: wenn ich um die Abbildungs- u. Dynamikeigenschaften meiner Cam/Objektiv weiß (gelebte Erfahrungswerte) und wenn ich um die einzelnen Aspekte/Möglichkeiten der EBV weiß, dann mache ich ein Foto auch dementsprechend. Oder ich mache es nicht. Oder ich entscheide mich gezielt für einen "Workaround" (z.B. den Fotomodus erweitern durch Zuschaltung von Focus- oder Exposure Bracketing etc).
Oder ich bleibe zur blauen Stunde/nachts eher daheim. Oder halt eben nicht, weil ich mir was von der nächtlichen Foto-Session verspreche, da ich die Möglichkeiten von mir, meiner Cam UND meiner Bildbearbeitungs-Tools und eigener diesbzgl. Regler-Verschiebe-Kompetenzen gut einschätzen kann.
Hat man von den "erweiterten Basics" im Bereich Fotoentwicklung keinen Schimmer (und geht übers "Schönwetter-Foto" hinaus), dann isses halt immer so`n bissl ins Blaue geraten- Fotobedingungen okay oder nicht ? Kriegts mein AI-Proggie hinterher so hin wie ichs mir vorstelle oder nicht ??
Für die "Insta-Generation" sicher kein Problem. Da wird eh alles bloß 'unter Strom' auf 6-10" AMOLED betrachtet
EBV gehört für mich zur modernen Fotografie dazu wie`s Akku-Laden oder die "Menü-Taste" drücken.
AI kann stützend förderlich hinzukommen. Werden wir die nächsten Jahre sehen. Werden wir bald mal bei Luminar AI sehen.
NUR auf AI setzen ohne Plan von der Materie an sich ist am Ende womöglich nicht mehr viel Fotografie.
Das ist dann Grafikdesign und Bildmanipulation. Sowas hab ich schon vor über 20 Jahren gemacht. Vor über 20 Jahren hatte ich auch schon einige Jahre mit Interesse immer mal wieder geknipst. Ich hatte aber nicht den leistesten Schimmer von Fotografie!