valokuva hat geschrieben:Was ich ja nie so ganz verstehe, sind die Preise.
Nehmen wir mal die Olympus f1.8-Serie:
- Das 45er ist vergleichsweise günstig, aber aus meiner Sicht trotzdem super.
- Das 75er ist es auch, obwohl ich nur einmal ein paar Bilder damit machen durfte, aber schon ganz nah an den 1000 EUR.
Also denke ich mir: je Brennweite, desto Euro.
Gerüchteweise soll das 9mm aber ebenfalls um 900 EUR kosten.

Hat das evtl. mit dem Wörtchen PRO in der Produktbezeichnung zu tun?
Da hast du zumindest mal die eine Hälfte der Wahrheit richtig erfasst. Genauer gesagt ist es so, dass es einen Brennweitenbereich gibt, der "relativ" einfach zu konstruieren ist und daher sind die Objektiv auch einigermaßen günstig. Das ist der Bereich um die 45mm. Unter anderem aus diesem Grund tummeln sich dort auch Objektive von so einigen Herstellern (natürlich neben dem Grund, dass es für Portraits eine wichtige Brennweite ist).
Je weiter man sich von dieser Brennweite entfernt, egal in welche Richtung, desto aufwendiger wird die Konstruktion, insbesondere, wenn zwei Faktoren erfüllt sein sollen:
- Möglichst große Offenblende
- Möglichst distortionsfrei
Beim 15mm/1.7 ist Panasonic zum Beispiel offensichtlich einen Kompromiss eingegangen: Um Preis und Größe im Rahmen zu halten hat das Objektiv relativ hohe Distortion (~6%), was bedeutet, dass die Bilder in Software korrigiert werden müssen, da sonst die Geometrien verzerrt sind.
irene49 hat geschrieben:Es liegt sicher an den persönlichen Vorlieben. Aber wenn ich mir mein durchaus sehr geschätztes 100-300er ansschaue, dann ist das ein Schönwetterobjektiv. Etwas mehr Lichtstärke würde ich mir da oft wünschen. Und so wie ThomasT würde mir auch z.B. ein 200 2.8 sehr gut gefallen. Da würde es mich auch nicht stören, bei Teleaufnahmen ein etwas schwereres Gerät in der Hand zu haben.
Es ist im Endeffekt die Frage, welche Kunden die Hersteller anstreben und, ob es diesen Kundenkreis gibt. Panasonic scheint sich aktuell sehr stark auf kompakte Objektive zu fokussieren, um die relativ neue GM Reihe nach vorne zu bringen. Sonst gibt es da auf der Objektivseite abgesehen vom Nocticron eigentlich nichts neues. Olympus scheint die Profi-Fotografen für sich entdeckt zu haben und bringt eine ganze Reihe neuer PRO Objektive auf den Markt, darunter ja auch ein Tele 40-150mm mit Offenblende 2.8. Zudem wird von Olympus wohl auch ein 300mm/4.0 kommen, zumindest gibt es dazu Gerüchte. Von Panasonic gab es Gerüchte zu einem ähnlichen Objektiv (weiß aber nicht mehr, ob das 150mm oder 300mm war), aber angeblich wurde das aufgegeben.
Im Endeffekt stellt sich die Frage für Panasonic und Olympus, ob sich ein Update des 75-300mm bzw. 100-300mm lohnt. Die Objektive sind ja auf dem Markt, d.h. potentielles Klientel ist versorgt. Ein lichtstärkeres Zoom-Objektiv im Bereich 100-300mm würde vermutlich auch schon wieder deutlich größer werden, so dass die Frage ist, ob sich MFT dann noch gegenüber anderen Systemen bei der Größe absetzen kann.
Und ehrlich gesagt: Der wesentliche Grund, warum ich das 100-300mm in Betracht ziehen würde ist die Größe. Das kann man durchaus auch einfach mal so mitnehmen, man kann damit aus der Hand fotografieren und braucht nicht noch einen Gapelstapler als Halterung.

Das Objektiv an sich ist ja auch ok, nur die Haptik der neueren Panasonic Objektive (Metallring, Metallgehäuse etc.) gefällt mir deutlich besser als das Plastik und Gummi der älteren Objektive. Zudem würde ich gerade für so ein Objektiv auch einen Spritzwasserschutz in Betracht ziehen.