Test des Leica 200mm f2.8 an der GX9

Hier geht`s um die "Augen" für die Lumix G-, GH-, GF- und GX-Modelle. Alles rund um die Micro-Four-Thirds-Linsen von Panasonic, Olympus, Leica, Voigtländer und Co.
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Prosecutor
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Re: Test des Leica 200mm f2.8 an der GX9

Beitrag von Prosecutor » Sonntag 4. August 2019, 20:10

Ziemlich überzeugend, insbesondere der erste Graureiher und die zwei letzen Eichhörnchen. Aber wo ist das Foto von der attraktiven Dame? :D
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j73
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Re: Test des Leica 200mm f2.8 an der GX9

Beitrag von j73 » Sonntag 4. August 2019, 20:19

Hallo Holger,
ich hab den Eindruck, du gewöhnst dich an die Linse ;) Schöne Ausbeute.
Es ist immer wieder erfrischend zu sehen, was in unserem System steckt.

Zum Objektiv: Da muss jeder seinen persönlichen Preis-Leistungs-Gewichtsmaßstab anlegen.

@Niels: Die Bilder wird er uns wohl nicht zeigen :lol:

Grüße, Jörg
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Prosecutor
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Re: Test des Leica 200mm f2.8 an der GX9

Beitrag von Prosecutor » Sonntag 4. August 2019, 20:22

Schade, Jörg, wir hätten doch gerne die Schärfe beurteilt. :mrgreen:
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Re: Test des Leica 200mm f2.8 an der GX9

Beitrag von sardinien » Montag 5. August 2019, 09:00

Hallo Holger,
habe mir einige deiner Bilder auf flickr in voller Auflösung angeschaut. Irgend etwas stimmt da nicht mit der Schärfe. Hier ein 1:1 Ausschnitt einer Aufnahme von gestern mit 280 mm + 10 mm Zwischenring, der die Abbildungsleistung des Objektives nicht puscht:

Bild
Servus Gerd
LX 100 + G9 + GH5 + GX8/80 + f/1.8 8mm fish + 15mm + f/1.7 25mm + f/1.2 42,5mm + f/2.8 60mm macro + f/1.8 75mm + f/2.8 200mm + f/4 280mm + f/4 7-14 + f/2.8 12-35 I + f/2.8 35-100 II + 14-140 II + 100-400

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Holger R.
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Re: Test des Leica 200mm f2.8 an der GX9

Beitrag von Holger R. » Montag 5. August 2019, 09:16

die Dame habe ich nicht fotografiert - leider habe ich nicht mal Ihre Nummer. So im Nachhinein beides irgendwie schade :cry:

Aber zumindest habe ich tolle Bilder mit heim gebracht, das ist doch auch was wert.

BTT: In Facebook in einer Lumixgruppe berichtet einer, daß er aktuell auch das Objektiv testet, und nie ein so scharfes Objektiv getestet hat. Er ist der Meinung es ist das Beste MFT-Objektiv ever.

Wie beurteilt Ihr meine Bilder? Erwarte ich zu viel, oder seht auch Ihr die Bildqualität/Schärfe als gut, aber nicht überragend an?

Ich finde immer noch, mein 42,5er Lumix und mein 60er Sigma sind klar schärfer, und meine beiden Zoomobjektive (wenn überhaupt) nicht weit vom 200er weg.

Edit: Inzwischen hat Gerd noch sein Distelfalterbild hochgeladen, an so was würde das 200er von mir nie ran kommen, oder ich mach bzgl des EBV etwas falsch.

Gerne würde ich Dir Gerd (oder gerne auch Anderen) 3 RAW-Dateien zur Schärfebeurteilung zur Verfügung stellen.
https://www.dropbox.com/sh/yzszwe7a6eyv ... etBGa?dl=0
Gruß Holger

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Re: Test des Leica 200mm f2.8 an der GX9

Beitrag von sardinien » Montag 5. August 2019, 09:53

Hallo Holger,
habe mir die 3 RW2 Aufnahmen in LR angesehen. Mit diesen Ergebnissen wäre ich nicht zufrieden. Ich fotografiere mit EV, deine Aufnahmen wurden mit MV durchgeführt. Ob es daran liegt? Wenn nein, entspricht das Objektiv nicht diesen Leistungsdaten:

https://www.lenstip.com/521.4-Lens_revi ... ution.html

Meine f/2.8 200 und f/4-6.3 100-400 mm liegen leistungsmäßig näher beieinander, als das 100-300 mm.

Den TC 2.0 habe ich bewusst nicht gekauft, da schon mit dem TC 1.4 die AF Treffsicherheit und die Schärfe etwas nachlässt. Der max. ABM des f/5.6 400 mm von 0,40 ist dagegen reizvoll, deshalb meine ersten Versuche mit dem 10 mm ZR.
Servus Gerd
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Re: Test des Leica 200mm f2.8 an der GX9

Beitrag von Holger R. » Montag 5. August 2019, 10:05

ich probiere auf Alle Fälle mal noch den EV, wobei ich immer das Gefühl hatte, ich büße mit dem EV an Qualität ein (zumindest bei meiner GX7 und GX80 und habe mir das fotografieren mit dem MV angewöhnt).

Ich halte auch üblicherweise Verwacklungsfrei, was bei dieser Masse des 200er eigentlich auch problemlos möglich sein sollte.

Zumindest freue ich mich, daß Du Dir die Mühe gemacht hast die RAWs anzuschauen und zu dem selben Ergebnis kommst wie ich. Danke hierfür.

Ich bin froh, daß es nur ein Testobjektiv ist, und der Händler sehr engagiert zu sein scheint. Ich werde Ihn mit meiner Meinung konfrontieren, vielleicht schickt der das Objektiv mal weg und gibt mir die Chance, das Objektiv dann nachjustiert nochmal zu testen.
Gruß Holger

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Re: Test des Leica 200mm f2.8 an der GX9

Beitrag von Holger R. » Montag 5. August 2019, 14:44

Ich habe den Händler von meinen Eindrücken informiert, er wird mir vielleicht noch diese Woche ein weiteres Exemplar zur Verfügung stellen.
Hut ab - und das in der Servicewüste Deutschland. Dann nerve ich Euch erneut :lol:
Gruß Holger

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Re: Test des Leica 200mm f2.8 an der GX9

Beitrag von Guillaume » Montag 5. August 2019, 14:59

Du nervst nicht! Das ist sehr interessant, was Du schreibst und zeigst.
liebe Grüße aus der vielleicht schönsten Stadt der Welt
Peter


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Re: Test des Leica 200mm f2.8 an der GX9

Beitrag von j73 » Montag 5. August 2019, 15:09

Dito, finde das sehr spannend, man kann für seine eigenen Käufe immer was lernen.

Ich vergleiche bei solchen Gelegenheiten auch immer meine Bilder kritisch mit denen von anderen mit ähnlichen Motiven (Fokus, Schärfe, Einstellungen, ...) mit ähnlichem Equipment.

Willst Du uns den Händler nennen (gerne auch per PN)? HN ist ja von LB nicht soweit weg .... 😉 Falls ich mal wieder was kaufe.
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Re: Test des Leica 200mm f2.8 an der GX9

Beitrag von Wolfgang B. » Montag 5. August 2019, 17:28

Hallo,

ich möchte auch genervt werden ;) :D

Ich lese hier stumm mit und staune, auch wegen Eurer Qualitätsansprüche (alle hier aber insbesondere bei Dir und beim Sardinien-Gerd). Ich sehe das 100-300, insbesondere Dein Exemplar bei 150 bis 200 mm durchaus in guter Gesellschaft mitschwimmen. Darüber lässt es leider etwas nach.

Wie man sieht, lässt sich bei 200 mm Brennweite auch bei den kleineren Blenden des 100-300 hervorragend freistellen. Bei wenig Licht ist das 100-300er natürlich nicht mehr so gut zu gebrauchen, dafür ist es aber flexibler und billiger.

Ich staune, bleib aber wohl bei der Ausrüstung, die ich habe.

Allerbeste Grüße von Wolfgang, der gespannt ist, wie e4s hier weiter geht.

PS: Ich staune nicht nur wegen der technischen Qualität, sondern auch darüber, wie viele tolle Motive Du innerhalb kürzester Zeit gekonnt auf den Sensor bannst.
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Re: Test des Leica 200mm f2.8 an der GX9

Beitrag von Der GImperator » Montag 5. August 2019, 18:03

Wolfgang B. hat geschrieben:
Montag 5. August 2019, 17:28
Hallo,

ich möchte auch genervt werden ;) :D Ich lese hier stumm mit und staune

Ich sehe das 100-300, insbesondere Dein Exemplar bei 150 bis 200 mm durchaus in guter Gesellschaft mitschwimmen. Darüber lässt es leider etwas nach.
Wie man sieht, lässt sich bei 200 mm Brennweite auch bei den kleineren Blenden des 100-300 hervorragend freistellen. Bei wenig Licht ist das 100-300er natürlich nicht mehr so gut zu gebrauchen, dafür ist es aber flexibler und billiger.

PS: Ich staune nicht nur wegen der technischen Qualität, sondern auch darüber, wie viele tolle Motive Du innerhalb kürzester Zeit gekonnt auf den Sensor bannst.
Bin da total im Fahrwasser von Wolfgang.
Wenn "solche Threads" mal in Fahrt kommen (auch, weil sie nen "wertigen" Start hatten, kompetent gefüttert werden- der Threadstarter ist da immer auch richtungsweisend), sind sie mit das Interessanteste, was man so in Technik-/Hobby-Foren finden kann (finde ich).

Auch beim 100-300er hab ich schon sehr interessiert mitgelesen und geguckt (und i.d.Zw.zeit auch mal Gelegenheit gehabt, es in freier Wildbahn für n Weilchen auf meiner G zu nutzen).
FALLS (ich jemals im weiteren Telebereich arbeiten will) und WEIL (ich in der Materie nicht die Spezialistenansprüche habe) spielt da bei mir ne recht große Rolle, aber auch die reine, auf die eigene Performance bezogene Qualität (ohne zu arg aufs Preisschild zu starren, ohne zu arg in Vergleiche mit anderen Linsen zu gehen).
Und da kann man doch dem 100-300er ne ziemlich gute Quali (ohne halt "das gewisse Funkeln" in der Abbildungsleistung/-charakteristik) bescheinigen.
Zumal neben dem (vergleichsweise sogar extrem) kundenfreundlichen Preis die Variabilität von 200-600mm/KB- nach meinem Dafürhalten auch gerade im Bereich Wildlife u. Vergleichbares..... Dirt Bike Racing u.ä........ ganz besonders wichtig sein kann.
Und manche werden sich noch an "ganz früher" (im Forum) erinnern:
eine große Anzahl "Makro-artiger/makronaher" Fotos (wo wir hier viele schöne Schmetterlingsbsp. haben- sowas z.B.; oder andere kleine Tiere (ca. ab 3 bis 10+cm Kategorie) mit Freistellungscharakteristik/"Bokeharbeit", wurden sehr oft mit nem 100-300er gemacht.
Langer Rede, kurzes Zwischenfazit: als "Nicht-Tele-Schütze mit etwas Teleerfahrung" stellt sich mir das f2.8 200mm eigentlich als TOTALER SPEZIALIST dar! :idea: :!: (selbstredend können auch "Dödels" ( :P ) schöne Fotos mit so`nem Ding machen/wissen was damit anzufangen :twisted: ).

Zum technisch-bildauflösenden Aspekt hab ich bisher zwiegespaltene Eindrücke. Als nächstes werde ich mir vielleicht mal deine RAWs angucken; dazu kam ich bisher nicht.
Ich VERMUTE (punktuell u. Allgemein-Eindrucks-bedingt), deine Unzufriedenheitsmomente in den Bereich "störanfällige Flächen/Strukturen" im Kontext mit Schärfentiefe/Fokus ansiedeln zu können.
Motto: am Anfang muß sich auch der geübte Fotograf mit dem neuen Baby erst noch n bissl warmschießen (und die Extrapunkte bei BQ sowie der Trefferquotient von Bildern dieser Quali kommen nach kürzerer oder längerer Eingewöhnung relativ automatisch).
Vereinzelt blitzt mal stellenweise diese gewisse (von uns erwartete) "Pro-Güte" durch. Bin daher auch sehr gespannt, ob dir das nächste Testexemplar wirklich was merklich anderes liefert.
Für MICH im Vergleich 200er vs 100-300er ein absoluter No-Brainer: ich würde mir 4x das 100300 holen, bevor ich mir diese Luxus-Tele-FBW zulegen würde (aber die ist ja auch definitiv nicht für meinereiner konzipiert... Draufhauen von meiner Seite aus wäre unfair, destruktiv und einfach nur dumm).

PS: zum "Abschnitt 4 des zitierten Beitrags (von Wolfgang)" : ja genau!!! :mrgreen: ..... woran liegt das ?!?!???? :o Quasi mit nem Fingerschnipsen sofort einige Motive der Kategorie "Top-Vorzeigbar/Crowd Pleaser" für ne "popelige Testbildreihe" gefunden. Reschbegd! 8-)
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Berniyh
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Re: Test des Leica 200mm f2.8 an der GX9

Beitrag von Berniyh » Montag 5. August 2019, 19:37

Holger R. hat geschrieben:
Sonntag 4. August 2019, 18:14
ich wäre nicht ich, wenn ich mich mit den obigen Ergebnissen zufrieden gegeben hätte und bin nochmal an den Flieder um natürlich auch bessere Vergleichsergebnisse zu bekommen und habe das 200er abgeblendet auf f6.3 und die ISO auf 200 gesetzt.
Das 200er blendet man nicht ab, denn genau für die F2.8 (bei denen es auch noch die beste optische Performance liefert) ist es ja überhaupt da. ;)

Abgesehen davon zu deinem Vergleich zum 100-300mm:
Hier solltest du bedenken was du vergleichst.
Das 100-300mm wird bei einem Vergleich Preis/Leistung immer besser abschneiden, da es einfach ein extrem gutes Preis/Leistungsverhältnis hat.
Beim 200mm handelt es sich eben um ein eher spezielles Objektiv in kleiner Stückzahl und entsprechend zahlt man dafür ja auch.
Wobei es inzwischen ja zum Glück deutlich günstiger geworden ist, anfangs waren es ja 2999€ UVP.
Kameras: G9, GM5
Objektive: 12-32mm/3.5-5.6, 12-60mm/2.8-4.0, 100-400mm/4.0-6.3, 15mm/1.7, 42.5mm/1.7, Kowa 8.5mm/2.8, Samyang 7.5mm/3.5 Fisheye, Voigtländer 25mm/0.95
Software: Darktable, (selten) GIMP

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Re: Test des Leica 200mm f2.8 an der GX9

Beitrag von Holger R. » Montag 5. August 2019, 19:54

Freut mich, wenn ich Euch mit meinem (eigentlich privaten) "Problem" nicht langweile.

Der Wunsch nach einem besseren Objektiv in einem schon abgedeckten Brennweitenbereich ist natürlich ein Luxusproblem.
Ich nutze das 100-300 gern und sehr oft, es hat sich irgendwie zu meinem am häufigst genutzen Objektiv entwickelt. Es eignet sich geradezu fast perfekt für meine Art Tierbilder. Durch die lange Brennweite habe ich Respektabstand und kann gut freistellen. Also könnte alles so bleiben wie es ist. Aber, ich bin (obwohl absoluter Hobbyist ohne jegliche Erfahrung mit anderen Kameras) irgendwie doch Perfektionist. Und da locken natürlich mehr Reserven bei schlechtem Licht und eine bessere Bildqualität schon.
Ich fahre mit dem 100-300 z.B. immer nur im "Winter" an unseren Eichhörnchenspot, weil da keine Blätter an den Bäumen das Licht stehlen.
Fellstruktur geht beim 100-300 nur bei top Lichtvoraussetzungen vernünftig. Fehlt das Licht und oder steigt der ISO-Wert, wird das alles recht schnell matschig.
Andere fahren das ganze Jahr dort hin, weil sie entweder geringere Qualitätsansprüche haben, oder andere/lichtstarke System nutzen.
Und das würde ich auch gerne können. Daher der Wunsch nach f2.8.
Aber kicht um jeden Preis, dann muss es halt auch knackscharf sein.
Also testen.
Meine Herangehensweise für Versuche solcher Art ist eigentlich die, daß ich Bilder mache, die ich irgendwie schon mal mit nem anderen Objektiv gemacht habe. Dann kann ich vergleichen, wo die Voreteile liegen oder auch nicht.
Wissenschaftlich ist anders, aber für mich passend.

Also ab zum Eichhörnchenspot, dort findet man mit etwas Geduld immer 1-2.
Der Graureiher war ein absoluter Zufall, er steht üblicherweise abseits auf einer Wiese. Flog aber gerade her, schritt den morschen Baum entlang ans Wasser.
Der Schmetterlingsflieder steht im Garten und ist seit 2 Wochen permanent von Distelfaltern belagert.
So kamen die Motive.

Übrigens, das Abblenden war ein verzweifelter Versuch die Schärfe zu finden, die ich offen nicht gefunden habe.
Auch der heutige Versuch mit dem EV brachte kein Veränderung.
Entweder ist das Objektiv zu speziell für mich (dann sollten aber trotz meines Unvermögens 1-2 Zufallstreffer bei rüber kommen), oder es ist vielleicht technisch doch was nicht ganz so ok.
Ich möchte auch nicht eine 6x so gute Abbildungsleistung, aber eine deutlich bessere als mit dem 100-300 erreichen. Und bisher sehe ich nur Vorteile im Bokeh und in der Lowlightperformance durch die Lichtstärke, aber keine Vorteile in der Schärfe.
Gruß Holger

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Re: Test des Leica 200mm f2.8 an der GX9

Beitrag von Prosecutor » Montag 5. August 2019, 20:13

Vielleicht doch mal irgendwelche Testcharts oder Ziegeln vom Nachbarn im direkten Vergleich ablichten, um die Schärfe zu vergleichen?

Um genauer fokussieren zu können, kann ich dir nur die G9 empfehlen. Mit deren Sucher kannst du viel präziser arbeiten als mit der GX9.
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