Olypus 60er Makro mit Raynox 250 - Was so geht

Hier geht`s um die "Augen" für die Lumix G-, GH-, GF- und GX-Modelle. Alles rund um die Micro-Four-Thirds-Linsen von Panasonic, Olympus, Leica, Voigtländer und Co.
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Ulrich M
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Re: Olypus 60er Makro mit Raynox 250 - Was so geht

Beitrag von Ulrich M » Mittwoch 14. August 2019, 21:03

mbf hat geschrieben:
Mittwoch 14. August 2019, 20:27
Großes Kino.

Und Danke für die Tipps! Magst Du noch was zu den Fokussierschritten sagen? Es gibt ja ein paar lose Untersuchungen dazu (auch hier im Forum, meine ich), aber leider nix Offizielles von Panasonic.
Ich habe mal vor einiger Zeit versucht dazu einen mathematischen Zusammenhang zu finden und das Ganze in eine handhabbare Formel zu verpacken.
Das ist mir leider nicht gelungen, da nichtlineare Zusammenhänge zwischen den Parametern auftreten, die verwendete Optik offenbar auch eine Rolle spielt usw.
Panasonic hüllt sich in Schweigen, irgendwo habe ich dazu auch hier mal was geschrieben.

Daher geht es bei mir grob in die Richtung:

Zuerst immer mal mit Schritt 5 und Blende 5.6 versuchen :)
Bei sehr kleinen Insekten und hohen Abbildungsmassstäben Schritt 4 oder 3, Blende dabei 3.2 oder 4.
Bei grösseren Insekten Schritt 6 oder 7, Blende dabei 6.3 oder höchstens 7.1 .
Das ist aber keine Gebrauchsanleitung, wie immer kommt es drauf an was man realisieren möchte.

Die ISO max. 400, nicht wegen des Rauschens an sich, das wird bei einem Stack gut weg gemittelt, sondern damit die feinen Strukturen noch erhalten bleiben.

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sasssoft
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Re: Olypus 60er Makro mit Raynox 250 - Was so geht

Beitrag von sasssoft » Mittwoch 14. August 2019, 21:17

Ich stelle die Belichtungskorrektur bei meinen Stacks auch oft auf -1/3 bis -1, wenn es helle Motive sind und starke Kontraste vorkommen. Zur Zeit verwende ich Methode B in HeliconFocus mit Standardeinstellungen. Ich bin aber auch nach gut einem Jahr noch in der Übungsphase und lerne gern dazu.

Gruß
Alfred
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Re: Olypus 60er Makro mit Raynox 250 - Was so geht

Beitrag von mopswerk » Mittwoch 14. August 2019, 22:30

Ulrich M hat geschrieben:
Mittwoch 14. August 2019, 21:03
mbf hat geschrieben:
Mittwoch 14. August 2019, 20:27
Großes Kino.
Und Danke für die Tipps! Magst Du noch was zu den Fokussierschritten sagen? Es gibt ja ein paar lose Untersuchungen dazu (auch hier im Forum, meine ich), aber leider nix Offizielles von Panasonic.
Ich habe mal vor einiger Zeit versucht dazu einen mathematischen Zusammenhang zu finden und das Ganze in eine handhabbare Formel zu verpacken.
Das ist mir leider nicht gelungen, da nichtlineare Zusammenhänge zwischen den Parametern auftreten, die verwendete Optik offenbar auch eine Rolle spielt usw.
Für meine Oly M10 zusammen mit dem 60er habe ich damals rumexperimentiert und das Ganze dokumentiert:
https://drive.google.com/open?id=0B1Wqa ... 3gwNUJjY1E
Mit einem Lineal (schräg 45 Grad aufgestellt) bekommt man den Zusammenhang zwischen den Parametern im Menu und den realen Abständen. Damit kann man sich dann Tabellen zusammenbasteln, aber "einfach so" mit Übung geht's ja auch ...
Viele Grüße,Henrik
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Re: Olypus 60er Makro mit Raynox 250 - Was so geht

Beitrag von Anspo » Donnerstag 15. August 2019, 08:20

Ulrich M hat geschrieben:
Mittwoch 14. August 2019, 21:03
Daher geht es bei mir grob in die Richtung:

.
Das ist aber keine Gebrauchsanleitung, wie immer kommt es drauf an was man realisieren möchte.
Das ist es vieleicht nicht aber an deinen Aussagen kann man sich ja schonmal orientieren...und dafür sei Dir herzlich gedankt. Bild
Gruß vom Leo

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Re: Olypus 60er Makro mit Raynox 250 - Was so geht

Beitrag von mbf » Donnerstag 15. August 2019, 10:43

Hallo Ulrich,

Danke für die Hinweise. Ja, das habe ich auch schon mitbekommen, dass es unklare Zusammenhänge gibt, die je nach exakter Konfiguration (Kamera, Objektiv, Zusatzkram wie Zwischenringe oder Linsen) schwierig zu ermitteln sind. Schade, denn mit einer sauberen Herstellerdokumentation könnte man hier systematischer arbeiten. Aber egal, Grobeinstellung, lieber etwas konservativer und dann Schnellfeuer. Passt dann schon. ;)
Grüße, Matthias

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Re: Olypus 60er Makro mit Raynox 250 - Was so geht

Beitrag von cani#68 » Freitag 16. August 2019, 09:08

Moin,
und vielen Dank für die Infos.
Da muss ich mal deine Einstellungen mit meinen Stacks ausprobieren.

Nutzt du JPG oder RAW Bilder für den Stack?
Es ist aber kein Post-Fokus Stack, du nutzt die Focus Bracketing Funktion der G9?
Ulrich M hat geschrieben:
Mittwoch 14. August 2019, 19:58
Die Stacks lasse ich meist rückwärts bearbeiten, also letztes Bild zuerst. Das verminder oft die Halos.
Interessanter Ansatz :)
PSG7 hat geschrieben:
Mittwoch 14. August 2019, 15:07
Bilderanzahl steht unter den Fotos.
Danke für Hinweis jetzt habe ich es auch gesehen ;)
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Uwe


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Ulrich M
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Re: Olypus 60er Makro mit Raynox 250 - Was so geht

Beitrag von Ulrich M » Freitag 16. August 2019, 14:49

cani#68 hat geschrieben:
Freitag 16. August 2019, 09:08

Nutzt du JPG oder RAW Bilder für den Stack?
Es ist aber kein Post-Fokus Stack, du nutzt die Focus Bracketing Funktion der G9?
Beim Post Focus hat man keinen Einfluss darauf was die Kamera betreibt, also nutze ich immer den Focus Bracketing Mode.

Alle oben gezeigten Bilder sind mit JPG Aufnahmen enstanden.

Das direkte Verwenden von RAW Aufnahmen bringt nicht wirklich viel Verbesserung, dafür aber lange Bearbeitungszeiten, bedingt durch den (dubiosen?) Helicon RAW Converter.
Wenn man die Vorzüge von RAW nutzen will, halte ich es für besser die RAW Aufnahmen im Bildverarbeitungsprogramm im Batch-Prozess so zu optimieren wie man möchte und dann als JPGs in Helicon zu verwenden.
Aber da hat wohl jeder seine eigene Methode :)

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Re: Olypus 60er Makro mit Raynox 250 - Was so geht

Beitrag von mopswerk » Freitag 16. August 2019, 15:37

mbf hat geschrieben:
Donnerstag 15. August 2019, 10:43
Ja, das habe ich auch schon mitbekommen, dass es unklare Zusammenhänge gibt, die je nach exakter Konfiguration (Kamera, Objektiv, Zusatzkram wie Zwischenringe oder Linsen) schwierig zu ermitteln sind. Schade, denn mit einer sauberen Herstellerdokumentation könnte man hier systematischer arbeiten. Aber egal, Grobeinstellung, lieber etwas konservativer und dann Schnellfeuer. Passt dann schon. ;)
Vor Jahren habe ich mal etwas Interessantes ausgegraben, da kann man dann entweder Nahlinsen oder Makroringe oder biedes zusammen formelmäßig erschlagen: "Zur Optik in der Kamera" http://www.herbig-3d.de/german/kameraoptik.htm (bzw als PDF http://www.herbig-3d.de/download/kameraoptik.pdf ).
Als Hersteller würde ich einen Teufel tun, all die Kombinationen dokumentieren zu wollen ... oder würdest Du es als Panasonic auf Dich nehmen wollen, Stackingtabellen für das Oly 60 rausgeben zu wollen? Ich schätze mal, was fix vom Hersteller angegeben werden könnte, welches elektrische Signal für den Antrieb ans Objektiv weitergegeben wird. Aber ich denke, damit kann man als Endanwender nix anfangen, daher ist halt selbst systematisches Vorgehen und Kennenlernen eigenen Equipments angesagt ...
Viele Grüße,Henrik
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Re: Olypus 60er Makro mit Raynox 250 - Was so geht

Beitrag von mbf » Freitag 16. August 2019, 15:48

Keine Frage, dass es herstellerübergreifend schwierig ist. Auch wird es schwierig, da Objektive im Nahbereich manchmal ein direkt nicht vorhersehbares Verhalten bezüglich der Brennweite zeigen, was in Kombination mit Nahlinsen oder ZR nicht besser wird, da man dann u.U. eben nicht mehr im formalen Nahbereich des Objektivs ist oder beim Fokussieren einen größeren Bereich überstreicht als wenn man mit dem "blanken" Objektiv arbeitet.

Aber es gibt noch nicht mal 'ne Liste von Oly für Oly-Optiken und Pana für Pana-Optiken.

Also vertrauen wir (Dankenswerterweise) auf Foren wie dieses!

Wobei mir gerade auffällt, dass wir eine zwar spannende Grundlagendiskussion führen, die aber etwas von eigentlichen Thema (den Bildern) abweicht. Sorry dafür, sowas angezettelt zu haben... :oops:
Grüße, Matthias

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Re: Olypus 60er Makro mit Raynox 250 - Was so geht

Beitrag von mopswerk » Freitag 16. August 2019, 16:04

mbf hat geschrieben:
Freitag 16. August 2019, 15:48
Aber es gibt noch nicht mal 'ne Liste von Oly für Oly-Optiken und Pana für Pana-Optiken.
Na, sowas wie "die Liste" gibt es schon: https://www.four-thirds.org/en/microft/lense.html
Abgesehen von technischen Details (da gibt es zwar einige) sollte man aber beides wechselseitig nutzen können ...
gut, das war mein off-topic kommentar zum Thema ;) ...
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Re: Olypus 60er Makro mit Raynox 250 - Was so geht

Beitrag von Karoline » Freitag 16. August 2019, 20:26

Hi Ulrich,
wunderbare Bilder! Ich staune immer wieder, was fotografisch (und mit mft) alles möglich ist. Und das Vordringen in diese kleinen Welten hat sowieso was.
Der Haselnuss-Typ hat es mir angetan, weil er auch irgendwie "knuffig" aussieht. Was und dass er der Haselnuss womöglich Lebenssaft mit seinem Rüssel absaugt - das blende ich fürs Genießen mal aus.
Viele Grüße
Karoline

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Re: Olypus 60er Makro mit Raynox 250 - Was so geht

Beitrag von cani#68 » Sonntag 18. August 2019, 12:32

Moin,
Ulrich M hat geschrieben:
Freitag 16. August 2019, 14:49
Beim Post Focus hat man keinen Einfluss darauf was die Kamera betreibt, also nutze ich immer den Focus Bracketing Mode.
Danke für die Bestätigung meiner Erfahrung - der PostFokus ist IMHO nicht so optimal
Ulrich M hat geschrieben:
Freitag 16. August 2019, 14:49
Alle oben gezeigten Bilder sind mit JPG Aufnahmen enstanden.
Auch hier Danke für die Info - handhabe ich auch so.
Mit RAW habe ich herumgespielt, neben der schnelleren Bilderfolge bei JPG ist auch die Bearbeitungszeit in Helicon deutlich länger.
Und eine richtigen Mehrwert habe ich mit RAW noch nicht gesehen.
mbf hat geschrieben:
Freitag 16. August 2019, 15:48
Sorry dafür, sowas angezettelt zu haben...
Auch von mir ein Sorry für`s abdriften - aber es ist dann schon interessant zu sehen / zu erfahren wie solche Bilder entstehen.
______________
Schöne Jrooß
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Re: Olypus 60er Makro mit Raynox 250 - Was so geht

Beitrag von Oldieman » Montag 16. September 2019, 11:46

Hallo Ulrich,
auch ich bin begeistert von deinen Makrobildern, wirklich super.
Diese Grafikkarte hast du nur wegen der schnelleren Verarbeitung oder was mir wichtiger wäre, auch wegen der Qualität ?

Gruß Oldieman

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Re: Olypus 60er Makro mit Raynox 250 - Was so geht

Beitrag von Monree » Montag 16. September 2019, 13:24

Großartige Fotos!!!

Mich würde interessieren, wie die Fotos , - G9, Oly makro 60 mm und Raynox 250 ohne stacking aussehen.
Makros mache ich gerne, aber vom Foto Stacken, -habe ich null Ahnung...

Aber ausprobieren könnte man es ja mal??? :?
VG. Monika
Lumix-G9,Obj. Leica 8-18 mm/F2.8-4.0, Leica 15 mm f/1.7,Lumix 42.5 mm,Sig. 30mm F1.4, Sig. 56 mm 1.4,Leica 12-60 mm f/ 2.8-4 ,Oly 60 mm 2.8 Macro ,
Lumix FZ 1000
https://www.m-r-b-foto-impressionen.de/
https://www.flickr.com/photos/132739363@N04"

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Re: Olypus 60er Makro mit Raynox 250 - Was so geht

Beitrag von sasssoft » Montag 16. September 2019, 13:43

Aber ausprobieren könnte man es ja mal?
Stacken ist im Prinzip nicht schwer, aber man muss die richtigen Einstellungen finden und man sollte ein spezielles Stacking-Programm haben. Der Zeitaufwand für ein einziges fertiges Bild ist auch nicht zu unterschätzen. Das Zusammenrechnen der aufgenommenen Bildern dauert schon etwas und dann ist (jedenfalls bei mir) immer noch einiges an Nacharbeit am Bild zu leisten. Dazu sollte man sich mit seinem Bildbearbeitungsprogramm gut auskennen: es sind bestimmt etliche diffizile Retuschearbeiten nötig, vor allem, wenn sich feine Strukturen überkreuzen und an Motivkanten.

Bei einer Stackingsession landen hier schon mal 1000 bis 2000 Bilder auf der Speicherkarte. Aus diesen Bildern entstehen dann 20 bis 30 fertige Bilder, von denen viele gleich wieder in den Papierkorb wandern. Für die ganze Aktion kann ich schon einige Stunden veranschlagen...

Gruß
Alfred
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Pana G9, GM5, 12-32, 35-100, 100-300 II, PanaLeica 15, 12-60, Sigma 60, Rokinon 7,5; Makro: Olympus 60, Raynox 150, 250, 202; Blitz: Metz 58 AF-2; Kompakt: Nikon P300; Beamer: ACER PD-521, BenQ W1720

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