Olympus 300mm mit TC 2 an der G9

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msjb22
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Olympus 300mm mit TC 2 an der G9

Beitrag von msjb22 » Sonntag 29. März 2020, 11:41

Ich liebäugel jetzt schon ne Weile damit mir ein lichtstarkes Tele oder Telezoom zu kaufen, und ich kann mich nicht entscheiden...

Im Wesentlichen gibt es ja 4 Objektive, die in Frage kommen würden, plus die entsprechenden Telekonverter...

Olympus 300mm f 4.0
Olympus 300mm TC 1.4 = 420mm/f 5.6
Olympus 300mm TC 2 = 600mm/f 8

Olympus 40-150mm f 2.8
Olympus 40-150mm TC 1.4 = 56-210mm/f 4.0
Olympus 40-150mm TC 2 = 80-300mm/f 5.6

PanaLeica 50-200mm f 2.8-4
PanaLeica 50-200mm TC 1.4 = 70-280mm/f 4-5.6
PanaLeica 50-200mm TC 2 0 100-400mm/f 5.6-8

PanaLeica 200mm f 2.8
PanaLeica 200mm TC 1.4 = 280mm/f 4
PanaLeica 200mm TC 2 = 400mm/ f 5.6

Da ich auch noch das 45-200mm v2 und das 100-400mm PanaLeica habe, tendiere ich im Moment am ehesten zum Olympus, auch, weil die 600mm mit dem TC 2x schon sehr interessant wären, trotz der reduzierten Blende... das 50-200er ist für mich vermutlich am Uninteressantesten, es sei denn als Ersatz für das 45-200, aber da fahre ich dann eventuell mit dem Oly 40-150 plus TC besser.

Meine Frage jetzt:
Hat schon mal jemand die Kombi mit dem 2fach Konverter an der G9 probiert, und Erfahrungen mit dem Stabi? Dual-Stabi geht ja nicht bei den Olympus-Objektiven, und ich frage mich, ob das noch einigermaßen zu halten ist, oder ob da die kleine Blende im Grunde schon einen Strich durch die Rechnung macht...

Hintergrund ist, daß ich kurze Belichtungszeiten auch bei schlechteren Lichtverhältnissen für die Tierfotografie haben möchte, um Bewegungen einzufangen und die ISO möglichst klein zu halten. Und natürlich möglichst ohne Stativ arbeiten zu können.
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Holger R.
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Re: Olympus 300mm mit TC 2 an der G9

Beitrag von Holger R. » Sonntag 29. März 2020, 11:54

ich kann Deine Frage zum Oly300 nicht beantworten, nutze aber das 200er mit dem TC1.4 und mit dem TC2.0 und muss sagen, daß der 2-fach Konverter schon ordentlich an Qualität verschluckt.

Wenn das beim Olympus auch so ist (wovon ich fast ausgehe, weil es bei Canon z.B. auch so ist, daß der 1,4er noch gut performt und der 2er abschmiert), dann wäre überlegenswert den 1.4er zu nutzen und zur Not zu croppen. Zumal f8 als kleinste Blende nicht sehr prickelnd ist.

Bezüglich dem Bildstabi ist meine Meinung und Erfahrung, daß ein Dual-IS bei sehr langen Brennweiten nicht deutlich mehr Belichtungszeit zulässt, als wenn man nur mit OIS hat. Zumindest konnte ich zwischen dem Dual-IS am 100-300 und dem nur OIS (an der unstabilisierten GM1) keine großartige Unterschiede feststellen.
Gruß Holger

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Re: Olympus 300mm mit TC 2 an der G9

Beitrag von sardinien » Sonntag 29. März 2020, 12:25

Ich fotografiere im Telebereich mit:

f/4-6.3 100-400 mm und
f/2.8 200 mm (f/4 280 mm + Zwischenring ab und an für Nahaufnahmen)

Für mich eine ideale Kombination. Bei niederen ISOs setze ich in der EBV PhotoZoom Pro ein und erhöhe die Pixel maximal bis Faktor 2.

Wenn mich etwas im Telebereich reizen würde, wäre das ein MFT f/2.8 400 mm in der Klasse vom f/2.8 200 mm.

Die G9 liefert mit ISO 100 die besten MFT Bilderergebnisse überhaupt (viel Bearbeitungspotenzial). Der A Modus ist bei mir Standard mit dem 200 mm, meist mit ISO 100. Der schnellste AF Modus, da der Prozessor weniger belastet wird.

Der AF des 200 mm ist durch den hohen Kontrast und die Lichtstärke derart gut, dass auch die GH5 sehr gut im AFF/AFC damit klarkommt. Meine 2. G9 setze ich zwischenzeitlich mit dem f/1.7 10-25 mm ein, wegen HiRes.

Klar ist Brennweite in bestimmt Fällen durch nichts zu ersetzen, gleiches gilt aber auch für die Lichtstärke. Entscheidend ist der perfekt sitzende AF.

Das 200 mm eignet sich auch gut im 6K s/s Modus und für 6K postfokus Aufnahmen.

Mein 100-400 ist auch bei 400 mm top und die Flexibilität von Zooms hat ebenfalls Vorteile.
Servus Gerd
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Re: Olympus 300mm mit TC 2 an der G9

Beitrag von msjb22 » Sonntag 29. März 2020, 13:14

sardinien hat geschrieben:
Sonntag 29. März 2020, 12:25
Mein 100-400 ist auch bei 400 mm top und die Flexibilität von Zooms hat ebenfalls Vorteile.
Meins ist bei 400mm gefühlt arg weich, bin mir aber nicht sicher, ob das nicht an der fehlenden Lichtstärke/zu langen Belichtungszeiten liegt... und bei kleinen Vögeln geht leider nichts über Brennweite und schnelle Zeiten...

Von Bildqualität und Schärfe her ist bisher aus meinem Bestand klar das Oly 12-100 Pro mein Favorit, deshalb lieäugle ich halt mit einem der beiden Olys...
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Re: Olympus 300mm mit TC 2 an der G9

Beitrag von sardinien » Sonntag 29. März 2020, 13:51

Wenn dein 100-400 mm bei 100 mm schwächer ist, als das 12-100 mm, würde ich sagen, dass dein 100-400 mm nicht top ist.

Ich hatte das 12-100 mm einige Tage zum Test und mein Urteil war gespalten. Bei 12 mm ist es sehr gut um dann im längeren Bereich abzubauen. Die Gegenlichteignung incl. Blendensterne und die Performance in die Ferne (>100 km Landschaft) war ernüchternd. Meine Erfahrungen decken sich mit Lenstip, auch meine Bewertung des 200 mm.
Servus Gerd
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Re: Olympus 300mm mit TC 2 an der G9

Beitrag von msjb22 » Sonntag 29. März 2020, 14:05

Ich muss gestehen, ich hab die beiden bei 100mm noch nicht direkt verglichen, das 12-100 hatte ich mehr mit dem 14-140er im Vergleich, und da hat es klar gewonnen. Und mein Exemplar liefert auch hervorragende Ergebnisse bei Gegenlicht samt Sonnensternen ab...

Das 100-400 lässt bei mir so ab 350mm doch auffällig nach (sehr weich, kaum Crop-Potenzial da quasi sofort unscharf), deshalb die Überlegung hin zum 300mm Oly mit Konverter... aber ich bin mir eben auch nicht sicher, ob das nicht mehr an Bewegungsunschärfe (von mir und dem Subjekt) als am Objektiv liegt. Oder Atmosphäre oder so...
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Re: Olympus 300mm mit TC 2 an der G9

Beitrag von Karoline » Sonntag 29. März 2020, 15:28

Hallo msjb22,

ich habe das 40-150mm und das 300mm von Oly und den TC 1,4. Die Objektive werden an einer Olympus betrieben, Probleme wegen der unterschiedlichen Systeme der Stabilisierung gibt es also nicht.

Beide Objetive haben bekanntlich eine hervorragende Bildqualität. Mit dem TC 1,4 ist sie allerdings schlechter, wenn auch immer noch sehr gut. Mit dem TC2,0 wird es sicher nicht besser, zum Thema allgemein gibt es ein informatives Video von Krolop auf Youtube. Das passt auch zu den Erfahrungen, wie sie Holger mit dem 2,0 am 200mm schildert. Ich weiß nicht, ob es Testberichte zum neuen TC von Olympus gibt. Jedenfalls habe ich mich nach dem Video gegen einen 2,0 TC entschieden, obwohl ich mir den gerade am 40-150mm gut vorstellen konnte.

Ich gehe davon aus, dass Du das 40-150mm ohnehin nicht haben willst, auch wenn es in Deiner Aufstellung enthalten ist, erspare mir deshalb eine Lobrede auf das Objektiv ;)

Meine praktischen Erfahrungen mit dem 300mm zeigen, dass ich bei gutem Licht Bilder ohne Stativ hinbekomme, auch wenn der TC 1,4 dran ist. Ich habe Bedenken, dass Du bei schlechten Licht kleine, bewegte Vögel in der von Dir (vermutlich) gewünschen Qualität auf den Sensor bannen kannst. Das Objektiv wiegt 1,5 kg, der TC kommt hinzu. Vielleicht bin ich ja nur zu schwach auf der Brust, aber diese Kombi im Anschlag halten, um im richtigen Moment auszulösen, ist physisch schon anspruchsvoll. Ein anderes "Problem" ist die mangelnde Flexibilität in der Brennweite (sic!), wenn Du (auf einmal) zu nah dran bist. Ich habe deshalb immer auch das 40-150mm dabei, wenn ich mit dem 300mm unterwegs bin. Umgekehrt ist aber durchaus nicht der Fall! Das heißt, es gibt noch mal zusätzliches Gewicht und wenn Du zwei Kameras hast, um nicht wechseln zu müssen, wird das schon eine ordentliche Schlepperei.

Bei gutem Licht macht das 300mm mit oder ohne TC sehr viel Freude, ohne Stativ durch die Gegend laufen und eben schnell mal die Perspektive zu wechseln, ist schon ein Luxus. Wenn Du aber ansitzt, um scheue Tiere zu fotografieren, lohnt es vielleicht, doch ein Stativ mitzunehmen.
Viele Grüße
Karoline

Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche. (Che Guevara)
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Re: Olympus 300mm mit TC 2 an der G9

Beitrag von msjb22 » Sonntag 29. März 2020, 17:35

Karoline hat geschrieben:
Sonntag 29. März 2020, 15:28
Ich gehe davon aus, dass Du das 40-150mm ohnehin nicht haben willst, auch wenn es in Deiner Aufstellung enthalten ist, erspare mir deshalb eine Lobrede auf das Objektiv ;)
Och, so würde ich es nicht sagen, ich hab es durchaus im Auge, gerade mit dem TC 1,4 als lichtstarken Ersatz für das 45-200er... auch weil ich von der Qualität des 12-100 Pro so begeistert bin.

Gerade weil ich die beiden Olys in der engeren Wahl habe kommt meine Frage bezüglich des Stabis und wie die beiden Systeme sich vertragen... je länger die Brennweite, desto wichtiger ist ja der Stabi, merk ich immer wieder, wenn ich mal wieder beim Rausholen aus der Tasche den Schalter am 100-400er ausgemacht habe. :roll:

Ich hatte mal ganz kurz überlegt, mir zusätzlich einen Olympus-Body zuzulegen, so ein paar Funktionen reizen daran schon, aber mir liegt die Ergonomie nicht wirklich und mit den Menüs konnte ich mich bisher auch nicht anfreunden, zumal ich die G9 im Grunde von Anfang an quasi blind bedienen konnte, alles liegt genau da, wo meine Finger es suchen (nur der Joystick ist bei meinen kleinen Hände etwas zu weit weg für den Daumen)... aber das ist vermutlich eigentlich ein anderes Thema.
Karoline hat geschrieben:
Sonntag 29. März 2020, 15:28
Ich habe Bedenken, dass Du bei schlechten Licht kleine, bewegte Vögel in der von Dir (vermutlich) gewünschen Qualität auf den Sensor bannen kannst. Das Objektiv wiegt 1,5 kg, der TC kommt hinzu. Vielleicht bin ich ja nur zu schwach auf der Brust, aber diese Kombi im Anschlag halten, um im richtigen Moment auszulösen, ist physisch schon anspruchsvoll. Ein anderes "Problem" ist die mangelnde Flexibilität in der Brennweite (sic!), wenn Du (auf einmal) zu nah dran bist. Ich habe deshalb immer auch das 40-150mm dabei, wenn ich mit dem 300mm unterwegs bin. Umgekehrt ist aber durchaus nicht der Fall! Das heißt, es gibt noch mal zusätzliches Gewicht und wenn Du zwei Kameras hast, um nicht wechseln zu müssen, wird das schon eine ordentliche Schlepperei.

Bei gutem Licht macht das 300mm mit oder ohne TC sehr viel Freude, ohne Stativ durch die Gegend laufen und eben schnell mal die Perspektive zu wechseln, ist schon ein Luxus. Wenn Du aber ansitzt, um scheue Tiere zu fotografieren, lohnt es vielleicht, doch ein Stativ mitzunehmen.
Der Punkt mit dem Gewicht ist ein guter Hinweis. Ich hatte nicht im Kopf, daß das 300er so viel schwerer ist als das 100-400er PanaLeica! :shock:
Mit der Kombi G9+100-400er komm ich nämlich vom Gewicht her gut klar, auch bei längeren Ausflügen (und mit der G81+12-100er Oly als Zweitkamera), aber das 300er ist ja nochmal fast 500g schwerer! Das muss ich vermutlich wirklich mal erst ausprobieren, wie gut sich die Kombi halten lässt, auch ohne TC...
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Re: Olympus 300mm mit TC 2 an der G9

Beitrag von Karoline » Sonntag 29. März 2020, 18:37

Das 40-150mm ist mein Lieblingsobjektiv. Wenn Du Dir das kaufst, machst Du nichts verkehrt, wenn Du in diesem Brennweitenbereich (auch) unterwegs bist. Das 12-100mm habe ich inzwischen auch und bin damit sehr zufrieden. Abgesehen von der kleineren Blende ist die Naheinstellgrenze ein Handycap, jedenfalls im Vergleich mit den 40-150mm. Ich weiß ja nicht, was Du so fotografierst, aber die Freistellungsmöglichkeit ist sozusagen doppelt beeinträchtigt. Es bleibt aber, dass man mit dem 12-100 ein nettes Allround-Objektiv hat. Ich frage mich aber immer noch, ob es nicht übrglüssig ist, weil ich ja auch das 12-40mm habe und also den kompletten Brennweitenbereich des 12-100mm (und mehr) mit richtig guten und vor allem lichtstärkeren Objektiven abdecken kann. Die einzige Rechtfertigung ist das geringere Gesamtgewicht und dass ich mit ein wenig Kompromissen durch einen Fototag kommen kann. Ich warte noch immer auf die eierlegende Wollmilchsau, die nichts wiegt und die als Zoom sehr gute Schärfe und Lichtstärke bietet :lol:

Bezogen auf das 300er:
Der TC wiegt 150g, das ist nicht so viel. Du kannst die Stativschelle am Objektiv abmachen, das spart an Gewicht. Es gibt dafür einen Zierring, der an deren Stelle angemacht werden kann. Andererseits: Durch das Gewicht liegt das Objektiv satt in der Hand, verwackeln ist eher eine Frage des Standes und der allgemeinen Kraft (in den vielleicht lahmen Armen). Auf jeden Fall hast Du dann ein Objektiv, das sich haptisch richtig gut anfühlt. So gesehen, ist das auch eine Freude, wenn man es hält statt auf das Stativ schnallt. Ich hatte dagegen mal das 100-400mm in der Hand und etwas ausprobiert. Das ist ein ganz anderes Gefühl. Im Vergleich mit dem 40-150mm (als Zoom) fand ich, dass das beim 100-400mm nicht so schön läuft. Ich will mich nicht damit beschäftigen, dass etwas "ruckelt" und ich z.B. auf einmal näher dran bin, als ich sein wollte - und in der Zwischenzeit entfernt sich das Objekt der Begierde (oder so).

Es lebe der Kompromiss :shock:

P.S.: Einen zweiten Body finde ich eine gute Idee, habe ich auch so gemacht. Bei mir ging es darum, das Wechseln zu ersparen. Du könntest dann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Aber auch hier: Gewicht. Ich habe selten zwei Bodys mit, das ist vor allem abhängig von den erwarteten Situationen. Umgekehrt ist die Frage, wie die Olys mit den Pana-Objektiven zusammenarbeiten (beim Stabi). Davon habe ich keine Ahnung. Die G9 ist auch größer als die E-M1 II - das ist ja auch die Frage, wie etwas in der Hand liegt.

Und dann noch das Menü usw.:
Ich habe keine Ahnung vom Menü meiner Kamera, alles was ich brauche, habe ich auf Funktionstasten gelegt und AF, Serienbilder, HDR, Belichtungsmessung sind über das linke Einstellrad auf dem Body fix erreichbar. Erstaunlicherweise nutze ich auch ab und zu das Menü auf dem Display. Bei der FZ 200 hatte ich mir das auch alles eingerichtet, so gut es ging. Menü? Wozu? Ich hoffe, ich werde jetzt nicht geschlagen von denen, die meinen, man müsse sein Kamera kennen. :lol:
Viele Grüße
Karoline

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Re: Olympus 300mm mit TC 2 an der G9

Beitrag von kl007 » Sonntag 29. März 2020, 22:09

Ich habe auf einer Fotomesse auch mal kurz das Olympus 300mm an meiner G9 getestet. Mich persönlich hat es an der G9 nicht so überzeugt. Vielleicht funktioniert es mit der Olympus M1 ja besser.
Ich habe mir erst einmal das Panasonic 100-400 gekauft und bin mit der Bildqualität (auch bei 400mm) sehr zufrieden. Als Anhang mal ein paar Mondbilder bei 400mm. Vielleicht kann ja Karoline auch mal ein Mond (ausschnitt) mit dem Olympus 300mm + Konverter machen.
Manchmal denke ich auch über den Kauf des Panasonic's 200mm F2.8 nach (wegen der F2.8), aber eigentlich wünsche ich mir auch eher ein stärkeres Tele.
Sony hat ja ein 200-600 herausgebracht und die Bilder gefallen mir recht gut:
https://www.flickr.com/photos/tostaky00 ... bd-2hMfQnH
Das Sony 200-600 ist sogar Konvertertauglich, was ich mir beim Panasonic 100-400 auch gewünscht hätte.
Als Panasonic G9 Besitzer muss mal halt hoffen, dass Panasonic auch mal im Telebereich was entwickelt und nicht nur das 101. WW - Standard Objektiv herauskommt.
Dateianhänge
Mond_Panasonic_100_400Ausschnitt-1004459.jpg
Mond_Panasonic_100_400Ausschnitt-1004459.jpg (98.3 KiB) 663 mal betrachtet
Mond_Panasonic_100_400-1004459.jpg
Mond_Panasonic_100_400-1004459.jpg (56.33 KiB) 663 mal betrachtet
Mond_Panasonic_100_400_Highres_Ausschnitt-1004460.jpg
Mond_Panasonic_100_400_Highres_Ausschnitt-1004460.jpg (110.71 KiB) 663 mal betrachtet
Mond_Panasonic_100_400_Highres_Ausschnitt2-1004460.jpg
Mond_Panasonic_100_400_Highres_Ausschnitt2-1004460.jpg (134.78 KiB) 663 mal betrachtet

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Re: Olympus 300mm mit TC 2 an der G9

Beitrag von Holger R. » Montag 30. März 2020, 06:18

das 100-400 hat der TE ja schon, als Vergleichsbild können Mondbilder meiner Meinung nach überhaupt nicht genutzt werden, da hier extrem viele Faktoren das Ergebnis stark beeinträchtigen
Gruß Holger

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Re: Olympus 300mm mit TC 2 an der G9

Beitrag von sardinien » Montag 30. März 2020, 07:00

Panasonic ist im Supertelebereich gut aufgestellt mit Dual IS+DFD Objektiven:

f/2.8 35-100 mm
f/4-5.6 100-300 mm
f/4-6.3 100-400 mm
f/2.8 200 mm, f/4 280 mm, f/5.6 400 mm

Ob MFTler sich ein f/2.8 400 mm kaufen, sei dahingestellt. Lichtschwache Lösungen, wie ein f/8 600 mm sind selten einsetzbar und erfordern bei schwachem Licht den EBV Künstler für gute Ergebnisse.

Mein 100-400 mm ist bei 400 mm so scharf, dass ich beim Mond die Pixel um 200 % erhöhe und bei Vögeln bis etwa 150 %. Die Ergebnisse sind dabei besser, als normale Crops.

Schwalben, Schmetterlinge, Libellen..... im Flug gelingen mit weniger Brennweite leichter, als mit 400 oder gar 600 mm MFT. Bastler verwenden auch das 100-400 mm mit Konverter 1.4 und 2.0.

Ab und an stacke ich 2 Aufnahmen (aus 20 fps Aufnahmen) um die Schärfe zu erhöhen oder 5 Aufnahmen werden via Median gestackt, um das Rauschen zu minimieren.

Das f/2.8 200 mm ist flexibler, als ein f/4 300 mm. Fehlende Lichtstärke geht immer auf Kosten der AFC Leistung, dabei benötigen die Olys mit ihrem AFC System noch mehr Licht, als die DFD Panas.

Mein Fazit:
Wenn schon das f/4 300 mm bzw. f/8 600 mm, dann auch eine E-M1 III dazu.
Servus Gerd
LX 100 + G9 + GH5 + GX8/80 + f/1.8 8mm fish + 15mm + f/1.7 25mm + f/1.2 42,5mm + f/2.8 60mm macro + f/1.8 75mm + f/2.8 200mm + f/4 280mm + f/4 7-14 + f/2.8 12-35 I + f/2.8 35-100 II + 14-140 II + 100-400

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Re: Olympus 300mm mit TC 2 an der G9

Beitrag von kl007 » Montag 30. März 2020, 09:17

Hallo Holger, du hast ja selber an deinem 200mm F2.8 gesehen, dass es (leider) bei den Objektiven ja auch eine große Serienstreuung gibt. D.h. warum sollte es bei dem 100-400 anders sein ? Du hast dich ja auch mit dem 1. 200mm nicht zufrieden gegeben und daher kann es durchaus Sinn machen sein mittelmäßiges 100-400 zu verkaufen und sich noch einmal ein besseres 100-400 zu kaufen. Leider fehlt einem ja meistens ein Referenzobjektiv, sodass man in einem "Labortest" die Bildqualität miteinander vergleichen kann.
Der Mond ist für mich zumindest ein objektives Fotomotiv, da jeder den Mond aus einer vergleichbaren Entfernung fotografieren kann und anhand der Mondkrater kann man das Auflösungsvermögen und die Schärfe schon ganz gut beurteilen. Sicherlich ist das "Seeing" nicht immer gleich gut, aber wir sprechen ja nicht von einer 100x Vergrößerung (wie im Astrobereich) und das Auflösungsvermögen ist auch noch weit von einer Bogensekunde entfernt.
Die Alternative zu einem neuen 100-400 wäre sicherlich ein 200mm F2.8 (bei einem neuen Body + Objektiv(en) kann man ja gleich über einen Systemwechsel nachdenken).

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sardinien
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Re: Olympus 300mm mit TC 2 an der G9

Beitrag von sardinien » Montag 30. März 2020, 09:49

Hier ein 400 mm Mond Ausschnitt 804 x 900 des PANA 100-400 mm nach einer Pixelerhöhung um 200 % mit ISO 100. f/6.3 1/200 Freihand :

Bild

Mit dem 100-400 mm schaffe ich bei 400 mm keine brauchbaren HiRes Aufnahmen. Mit dem f/2.8 200 mm dagegen schon. Ich habe 2 100-400 mm von Forenten mit meinem Objektiv verglichen. Eines war identisch mit meinem und 1 Objektiv aus der 1. Serie wurde von Geissler kostenlos getauscht.

Holger hat mir freundlicherweise Aufnahmen vom f/5.6 400 mm zukommen lassen, da mich die Nahgrenze mit einem ABM von 0,40 schon interessiert. Doch ich mag nicht so viel Umbauerei, und komme mit f/4 280 mm und Zwischenring ebenfalls gut klar.
Servus Gerd
LX 100 + G9 + GH5 + GX8/80 + f/1.8 8mm fish + 15mm + f/1.7 25mm + f/1.2 42,5mm + f/2.8 60mm macro + f/1.8 75mm + f/2.8 200mm + f/4 280mm + f/4 7-14 + f/2.8 12-35 I + f/2.8 35-100 II + 14-140 II + 100-400

kl007
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Re: Olympus 300mm mit TC 2 an der G9

Beitrag von kl007 » Montag 30. März 2020, 10:52

Hallo Gerd, für gute HiRes Mondaufnahmen mit dem 400mm braucht man schon eine Astromontierung. Ich habe für dich auch mal 3 Testfotos mit dem 100-400 gemacht, da du dich ja für den Abbildungsmaßstab interessierst.
Ohne Hilfsmittel erreicht man bei 400mm (Entfernung ca. 120 cm) ca. 7 cm.
Mit 2 Zwischenringen (10mm + 16mm) bei 400mm (Entfernung ca. 90 cm) ca. 4,5 cm.
Mit Canon 500D Nahlinse (Entfernung ca. 50 cm) ca. 2,2 cm.
Mir selber hat die Lösung mit der Nahlinse besser gefallen als die Zwischenringe und mit dem Zoombereich 100-400 ist man vom Abbildungsmaßstab ja auch recht flexibel.
Die Bilder sollen nur mal den Abbildungsmaßstab veranschaulichen und liegen natürlich nicht ideal in der Schärfeebene.
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