Vögel Im Flug fotografieren, Stabilisator

Hier gibt`s Infos und Diskussionen rund um die Micro-Four-Thirds-Modelle der Lumix G-, GH-, GF- und GX-Reihe.
Sr.Andrea
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Vögel Im Flug fotografieren, Stabilisator

Beitrag von Sr.Andrea » Samstag 1. Februar 2014, 23:06

Hallo,
ich bin immer wieder faziniert, wie manche Fotografen Vögel im Flug ablichten. In diesem Jahr werde ich auch eine Falknerei besuchen. Wäre schön, wenn ich bis dahin schon etwas üben kann.
Habe im Forum schon einige Tipps, wie z.B. lautlos stellen, elektronischer Verschluß etc. gefunden.
Jetzt wollt ich mal fragen, ob man den Stabilisator so einstellen sollte, daß er nur die vertikalen Bewegungen ausgeglichen werden oder stellt man den Stabilisator ganz aus? Man weiß ja sicher nicht welche Richtung die Vögel einnehmen....
Vielen Dank schon mal für die Hilfe :) :roll:
Andrea
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Horka
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Re: Vögel Im Flug fotografieren, Stabilisator

Beitrag von Horka » Samstag 1. Februar 2014, 23:54

Der Stabilisator wirkt gegen das eigene Verwackeln, den Vogel kennt er nicht ;)

Du solltest ihn "normal" einstellen. Wenn Du den Vögeln durch "Mitziehen" folgen willst, dann ist die horizontale Einstellung gut, aber -so verstehe ich Dich-, das hast Du nicht vor und ist selten sinnvoll. Ganz aus ist keine gute Lösung

Der elektronische Verschluss hat Vor- und Nachteile: Einerseits kann er bei schnellen Bewegungen des Objektes zu Verzerrungen führen, andrerseits hält er die Kamera ruhiger. Bei Vögeln habe ich bisher keine Bilder gesehen, die die Flügel unförmig verzerrt haben, deswegen hätte ich dort keine Sorge, den EV zu nutzen.

Ich sage es immer wieder: Die Digitalkamera ist das ideale Versuchsgerät. Mach' Dich mit den Funktionen so vertraut, dass Du Sie vor Ort schnell ändern kannst und dann fotografiere und ändere und fotografiere... und berichte hier über die Ergebnisse. :)

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Sr.Andrea
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Re: Vögel Im Flug fotografieren, Stabilisator

Beitrag von Sr.Andrea » Sonntag 2. Februar 2014, 10:47

Guten Morgen!
:D Das wär das Beste, wenn die Kamera statt GPS-Daten, ein Tierlexikon anzeigen könnte...
Naja, es ging mir eigentlich um Mitzieher, also Vögel im Flug.... Aber nachher fliegt er nicht quer, sondern kommt auf mich zu....
Ja, darum wollt ich das jetzt schon wissen, wegen der Zeit zum Üben...
Hab das mit dem ganz ausschalten auf der Nikon-Seite gelesen. Wußt nicht wie das bei Panasonic is :-)

LG Andrea
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Re: Vögel Im Flug fotografieren, Stabilisator

Beitrag von Horka » Sonntag 2. Februar 2014, 17:46

Mit welchen Zeiten fotografierst Du die Piepmätze?

Mitziehen macht dann Sinn, wenn die Belichtungszeit relativ lang ist, dann wird der Hintergrund verwischt (nicht unscharf, wie bei geringer Tiefenschärfe). Wegen der langen Belichtung verwischen aber auch die Flügel. D. h., Mitziehen ist die hohe Schule der Vogelfotografie.

Bei Deinen ersten Versuchen solltest Du die Kamera nicht für die seltenen Mitziehaufnahme querfliegender Vögel einstellen, sondern für "normale" Bilder und Dich gegen eigenes Verwackeln mit Teleobjektiv schützen. Dazu ist am besten der Stabi vollständig eingeschaltet. Aber das Umschalten ist ja schnell gemacht

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ChristinaM
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Re: Vögel Im Flug fotografieren, Stabilisator

Beitrag von ChristinaM » Sonntag 2. Februar 2014, 18:02

Also, gerade bei Vogelshows in Falknereien musst Du mit plötzlichen Richtungsänderungen der Vögel rechnen - Greifvögel sind unglaublich wendig, da gehts von eben noch waagerecht in den plötzlichen Sturzflug... Ich würde auf jeden Fall mit schneller Serienbildfunktion und dem schon genannten Mitziehen arbeiten...
LG
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Re: Vögel Im Flug fotografieren, Stabilisator

Beitrag von mikuz » Sonntag 2. Februar 2014, 19:15

Aus meiner Erfahrung folgendes:

Ein Vogel zum Beispiel ist kein sich fortbewegendes starres Objekt wie z.B. ein Auto.
Ein Vogel bewegt sich nicht nur Richtungsorientiert, sondern bewegt auch in schneller Folge seine Flügel.
Bei langen Belichtungszeiten (Mitzieher) bekommst du evtl. den Körper relativ scharf aber niemals die Flügel; Ausnáhme ein Glückstreffer.
Also die Belichtungszeit mindestens versuchen kürzer als 1/400 zu halten. Ideal ab 1/1000.
Der EV wirkt sich positiv aus solange kein markanter Hintergrund mit in der Bildfolge ist. Bei einem markanten Hintergrund, Gebäude, Wald etc.
werden dort vorhandenen Objekte eine extreme Schieflage bekommen.
Dann auf jeden Fall mit MV arbeiten. (Habe ich heute praktisch erfahren müssen).
Ich selbst schalte den Stabi bei Action Serien grundsätzlich aus, es sei denn ich vergesse es mal.
Inwieweit sich das in der Praxis tatsächlich auswirkt...???...auf jeden Fall muss er eingeschaltet ja arbeiten und versuchen irgendwas festzuhalten oder auszugleichen was sich bewegt und das kostet zumindest Rechenenergie.

Mit der GH3 und auch mit der GX7 hat man das derzeit beste Werkzeug für mft um Bewegungen fest zu halten.
Bei AF-C und Serienbild momentan ohne Konkurrenz.
Mit den richtigen Einstellungen und entsprechender Übung gelingen fast alle Aufnahmen und nicht nur eine sondern komplette Serien.

Du musst auf jeden Fall üben und die für dich richtigen Einstellungen finden.

Gruß
Willi

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Re: Vögel Im Flug fotografieren, Stabilisator

Beitrag von Horka » Sonntag 2. Februar 2014, 19:20

Nutzen wir dieselbe Terminologie?

Mitziehen heißt, dass man bewusst und gleichmäßig während der Aufnahme die Kamera mit einem Vogel oder einer gleichmäßig fliegenden Gruppe bewegt, um einen verwischten Hintergrund zu haben. Das macht nur Sinn bei Zeiten länger um 1/100 s, bringt Bewegungsunschärfe der Flügel und soll die Geschwindigkeit der Vögel zeigen.

Bei 80 % der Bilder fliegen die Vögel kreuz und quer, da wirst Du nicht mitziehen wollen und können.

Gucken wir nach dem Sinn des Stabis. Nach der Faustformel der halben Brennweite in 1/s (bei MFT x 2) wirst Du mit 100 mm Brennweite bei Zeiten kürzer 1/400 keinen Stabi brauchen. Bei längeren Zeiten soll der Stabi Dein "Zittern" ;) ausgleichen. Wenn Du eine ruhige Hand hast, kannst Du länger ohne Stabi auskommen. Hier ist nur Deine Erfahrung ausschlaggebend.

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Re: Vögel Im Flug fotografieren, Stabilisator

Beitrag von mikuz » Sonntag 2. Februar 2014, 19:53

Hier wurde auch nicht explizit nach Mitzieher gefragt sondern nach Vögel im Flug mit oder ohne Stabi und nach Verwendung des EV.
Bei Bewegung wird ja immer das Objekt verfolgt, nur kann das Ergebnis unterschiedlich ausfallen - so wie von uns beiden geschildert.
Je nach Geschmack und Situation.

Anbei für den Fragesteller ein Foto mit EV und Gänsen im Hintergrund.
Man kann deutlich die Schieflage erkennen.
Bei Gebäuden und Bäumen ist es noch deutlicher.

Gruß
Willi
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Re: Vögel Im Flug fotografieren, Stabilisator

Beitrag von ChristinaM » Sonntag 2. Februar 2014, 20:33

Der Vorteil bei Raubvögeln ist allerdings, dass sie meist nicht viel mit den Flügeln flattern beim Fliegen. Beispiel gestern im Tierpark: Ein frei lebender Mäusebussard, gestern im Tierpark aufgenommen, der sich eine Verfolgungsjagd mit einer Nebelkrähe lieferte (die Krähe jagte den Bussard). Foto entstand ganz ohne Vorbereitung, eigentlich war ich gerade dabei, Eisbären zu fotografieren...
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Re: Vögel Im Flug fotografieren, Stabilisator

Beitrag von available » Sonntag 2. Februar 2014, 20:56

mikuz hat geschrieben:Mit der GH3 und auch mit der GX7 hat man das derzeit beste Werkzeug für mft um Bewegungen fest zu halten.
Bei AF-C und Serienbild momentan ohne Konkurrenz.
Mit den richtigen Einstellungen und entsprechender Übung gelingen fast alle Aufnahmen und nicht nur eine sondern komplette Serien.
Die schnellsten Panasonics sind die beiden schon. Die schnellsten mFT aber hinsichtlich Serienfunktion mit AF-C leider bei weitem nicht.
Ich bin immer noch ein Panasonic Fan, aber bei meinem z.Zt. sehr intensiven Vergleich der GH3 mit der E-M1 zieht die GH3 eindeutig den kürzeren.

Viele Grüße

Andreas
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Re: Vögel Im Flug fotografieren, Stabilisator

Beitrag von Horka » Montag 3. Februar 2014, 00:22

Das bedeutet zum Beitrag?

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Re: Vögel Im Flug fotografieren, Stabilisator

Beitrag von Guillaume » Montag 3. Februar 2014, 10:08

@Andreas
Bedeutet das jetzt, dass wir mit Panasonic G's auf's falsche Pferd gesetzt haben? Wenn ich in diesem Thread die Fotos von Vögeln im Flug sehe und auch in anderen Threads knackscharfe Aufnahmen der gefiederten Fluchttiere betrachte, kann der Unterschied nicht wirklich so groß sein, wie der Preis, der ja auch irgendwie gerechtfertigt sein will.
Gruß
Guillaume
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Re: Vögel Im Flug fotografieren, Stabilisator

Beitrag von Janer » Montag 3. Februar 2014, 10:25

Andreas geht hier wohl mehr oder weniger auf die Serienbildgeschwindigkeit ein, welche ich aber bei der GH3 im Gegensatz zur G5 schon beachtlich finde.
Ich habe es noch nicht geschafft, dass der Puffer der GH3 mal voll war und ich kein Foto mehr machen konnte, bei der G5 aber schon. ;)
Ich gehe davon aus, dass die GX7 genauso oder besser sein wird als die GH3.

Gruß Jan
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Re: Vögel Im Flug fotografieren, Stabilisator

Beitrag von amarok vom solling » Montag 3. Februar 2014, 12:24

hallo andrea,
ich gehe jetzt mal wieder etwas auf deine fragestellung ein:

2 oder 3 tips noch:

wenn die aufzunehmenden vögel über dir (mit himmel als higru) fliegen,
dann stelle den EV am besten auf etwa + 2/3. die cam hätte vor, aufgrund
des hellen himmels etwas abzublenden - also wird auch der geier (zu) dunkel.
dem wirkst du mit EV + entgegen.

wenn auch bei deienr cam (die kenne ich nicht) die größe des focusrahmens
verändert werden kann, dann stelle ihn GRÖßER ein, damit du den geier leichter
triffst ! ((beachte, daß bei unseren panas DIESE einstellung leider zurückgesetzt
wird, wenn die cam ausgeschaltet wird - beim wiedereinschalten mußt du also
den rahmen wieder neu vergrößern))

zoome nicht zu stark, sondern bleibe lieber im leichten weitwinkel, damit nicht
irgendwelche flügel-teile abgesäbelt sind. zurecht-schneiden kannst du am pc !

wähle die höchstmögliche pixel-auflösung.

wähle von vornherein einen platz, der nicht in der menge ist - sonst hast
du mehr köppe als vögel drauf - DAS kannst du auf dem marktplatz einfacher
haben - willst du aber nicht !

wenn sich eine aufnahme abzeichnet, wo der vogel auf dich zukommt, geh
voll ins weitwinkel - 2,5 meter spannweite füllen das bild sehr schnell voll aus !

achte von vornherein auf den sonnenstand (kein gegenlicht - eher von
schräg hinten).

nimm den mechanischen verschluß (siehe schwanenfoto oben - dort die durch
den el-verschluß verzerrten gänse im higru ! )

orientiere dich an horkas darstellung, ob stabi an oder aus !

halte deinen ersatz-akku griffbereit !

sorry - sind nun doch mehr als "2 oder 3 tips" ;)

und als letzte: stell deine ausbeute auch hier ein, ja ?!

und nun dir viel glück und spaß !!!
Mit besten Grüßen
Bild


Anglizismen sind für mich ein echtes No-Go ! ( :roll: ;) :lol: )
(Torsten Sträter)


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Re: Vögel Im Flug fotografieren, Stabilisator

Beitrag von Fotopanther » Montag 3. Februar 2014, 14:43

Andrea,
Willi und Jürgen haben Dir viele wertvolle Tipps gegeben. Jetzt liegt es an Dir.
Eins ist noch gar nicht besprochen worden:
Willst Du denn Deine Tiere knackscharf oder darf es etwas Bewegungsunschärfe sein? In einer Falknerei bei einer Flugvorführung nur 1/100 Sek, einzustellen, halte ich für viel zu lange und falsch. Dawirst Du - ohne viel Übung - gar nix scharf bekommen. Auch mit 1/400 sek bekommst Du "Wischer", das heißt, der Körper des Tieres ist scharf, die Flügel unscharf. Wenn Du das ganze Tier scharf haben willst, kommst Du um Zeiten von 1/1000 sek oder sogar 1/4000 sek nicht vorbei. Dann liegt es auch noch an Deinem Objektiv und dem Wetter, ob Du diese Zeiten überhaupt hinbekommst.
Und erwarte nicht, dass Du gleich beim ersten Mal tolle Bilder machst! Bei "Mitziehern" und/oder Serienbildern heißt es : üben, üben, üben!!

Viel Erfolg!

Der Fotopanther
Das Equipment, welches wir gebrauchen, spielt nur eine kleine Rolle. Vielmehr kommt es darauf an, es zu beherrschen!
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