Wenn man wirklich aussortiert wird es nicht nur langwierig, sondern auch schwierig.
Was ist wirklich einfach nur gut, was hat eine Geschichte, was sind einfach nur Erinnerungen und was muß in die Tonne ?
Nichts was wirklich schnell geht, weswegen es auch dauert bis hier wieder mal etwas gezeigt wird.
Auch ein Prozess sich selbst zu hinterfragen und ein Teil dessen was für mich meine ganz persönliche Ausdrucks- und Herangehensweise an die Fotografie ist.
Ein erster und sicher auch wichtiger Schritt war wohl mich von dem Zweitkamera-Dilemma zu zu lösen. Es waren schon tolle Teile, aber immer um einen Tick an der Qualität vorbei die ich haben möchte.
Das 14-150er auf der E-M10II ist für mich jetzt die ideale Grundlage um sie immer dabei zu haben. Kleine Handtaschen waren noch nie mein Ding und so ist die die Mitnahme kein Thema .
Und da wären noch die Objektive.
Was steht beim großen Fluß nicht alles auf meiner Wunschliste. Wohl eigentlich nur um mir immer wieder vor Augen zu halten das ich sie mir auch in nächster Zeit nicht leisten kann.
Und habe ich sie dann, würde ich sie auch immer dabei haben ? Wohl eher nicht.
Das 50er 1.8 Nikon und das 90er 2.8 Makro Tamron reichen doch vollkommen aus um die meisten Situationen zu meistern.
Na ja, eine schöne WW Festbrennweite bleibt schon auf meinem Radar für den Fall das es sich doch mal ausgeht.
Und meine Faulheit oder Bequemlichkeit.
Ich arbeite meistens rein aus dem Bauch heraus mit den Grundlagen aus meiner analogen Frühzeit. Da hat sich nicht viel geändert.
Zeitautomatik, Blende einstellen und Belichtungskorrektur und Zeit lassen.
Geplante Touren mit dem Stativ haben natürlich auch ihren Reiz, aber da fehlt mir in letzter Zeit meistens die Ruhe und Gelassenheit dazu.
Um dann dazustehen und mir zu sagen das ich das verdammte Bild doch schon eine Million mal gemacht habe und was sich denn nun ändert wenn ich es jetzt schon wieder mache.
Na ja, zugegeben. Ich mache es dann meistens trotzdem. Um dann noch ein paar Bildchen zu haben zum aussortieren. Aber auch da nehme ich mich zurück.
Waren es früher bei einer Halbtagstour schon mal 500 Aufnahmen, ist es jetzt schon viel wenn ich 200 erreiche, und die haben noch zu viel Ausschuss.
Aber das wichtigste ist das ich meine neue "Kleine" E-M10er wirklich gerne in die Hand nehme, sie mir liegt, ich kann sie mittlerweile blind bedienen ohne zu suchen, außer........
die vermaledeiten Funktionstasten.
Welche belege ich wie ? Egal wie, es ist einfach nicht stimmig. Fluch der Möglichkeiten, oder-und mein Unvermögen mich zu entscheiden.
Aber zurück zu den Bildern.
Mehrere GB sind den Weg ins Nirvana gegangen und die ersten Probanden liegen in der Erstauswahl-Sammlung.
Und schon frage ich mich wieder.
Zeigen oder nicht. Schon mal gezeigt ? Leider vergessen. Wiederhole ich mich bei meinen Bildern, drehe ich mich im Kreis?
Egal, ich zeige sie einfach nach und nach um mich zu orientieren und entschuldige mich schon jetzt wenn hie und da ein Wiedererkennungseffekt auftritt.
Hier nun ein Bild das ich 2011 im Mai von der Marienbrücke an der Traun gemacht habe.
Die Linie des Brückenschattens und des Fischerbootes mit der Angel haben es mir angetan.
Ein Bild das für mich eine gewisse Ruhe ausstrahlt und das zu jenen gehört die mich daran erinnern warum ich fotografiere und es mir hilft mich vom Wahnsinn abzulenken der mir jeden Tag in den Medien präsentiert wird oder der mich ab und an auch privat mit schöner Regelmäßigkeit einzuholen scheint.

- fischer_traun (1 von 1).jpg (370.61 KiB) 2709 mal betrachtet