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von teddy4you » Freitag 30. Oktober 2020, 17:04
Hallo Zusammen,
ich habe die letzten Tage mal etwas mit Photo Lab 4 Elite „gespielt“ und wollte mal meine ersten Eindrücke posten.
Ich selbst bin eher der Freizeitfotograf, der meist Natur und Tiere fotografiert. Wobei meine „große“ Kamera leider im Nirwana weilt. Daher nutze ich aktuell eine Kompaktkamera (leider ohne RAW) und mein Huawei P30 Pro (auch für RAW).
Grundsätzlich kann man mit 69 EURO ja nicht viel verkehr machen. So habe ich mir auch das Update gekauft. Die Infos auf der Homepage von DxO haben eigentlich viel versprochen. Habe die Version 3 komplett deinstalliert und die Version 4 dann neu installiert. Das ging bei mir problemlos.
Die Version 3 ist bei mir auf dem PC bzw. dem Laptop recht zügig gestartet. Bei der Version 4 dauert es bei mir etwas länger. Wobei beim Start zu bemerken ist, dass es eine Zeit lang, dort wo eigentlich das Bild zur Bearbeitung angezeigt werden sollte, noch der Desktophintergrund angezeigt wird. Und das auf beiden Systemen. Windows und die Nvidia-Treiber sind jedoch aktuell.
Was auffällt ist die geänderte Oberfläche. Wobei ich die nicht so revolutionär finde. Kommt mir etwas ähnlich wie bei Cature One 20 vor mit der Gruppierung. Wobei ich das individuelle Anpassen noch nicht versucht habe. Bei Capture One Pro 20 geht das ja recht einfach. Bei Photo Lab 4 geht das über die bevorzugte Korrektur (aktivierte Sterne).
Nach wie vor ist mein größerer Kritikpunkt, dass ausschließlich RAW-Bilder geöffnet werden, wo ein optisches Modul vorhanden ist. Wobei die gerade bei Smartphones teils sehr hinterher sind bzw. einige beleibte Hersteller gar nicht vertreten sind. Dabei kann man mittlerweile mit guten Smartphones super Bilder machen und man muss nicht immer die große Systemkamera dabei haben. Die Metadaten kann Photo Lab ja auch auslesen. Leider ist hier DxO etwas stur bei seiner Ansicht. Wobei wohl aktuell besser darauf hingewiesen wird.
Was ich auch kritikwürdig finde, dass man, wenn man die aktuelle Nik-Collection 3 inkl. Perspektive Efex besitzt, für ViewPoint noch mal bezahlen soll. Der eigentliche Sinn ist hier nicht wirklich nachvollziehbar. Mit dem kleinen Umweg über die Nik-Collection kann man ihn ja sowieso nutzen. Warum dann mit Nik-Collection-Kunden nicht auch in Photo Lab aktivieren?
Die Bearbeitung und der Katalog funktionieren zufriedenstellend. Soweit ich es bemerkt habe, wird der Katalog auch selbstständig aktualisiert. Wobei ich hier ausschließlich Bilder auf dem System habe, die noch nicht aussortiert bzw. noch nicht bearbeitet sind. Dann archiviere ich diese extern und sie sind auch nicht mehr im Katalog vorhanden. Bei Luminar 4 geht das ja auch automatisch, aber extrem langsam. In Capture One Pro 20 muss ich da selbst Hand anlegen bei neuen Ordnern. Entfernte Bilder muss man separat löschen. Bei Photoshop Elements+ 2020 ist das ja ähnlich.
Bei der Bearbeitung ist Photo Lab 4 schon fix. Änderungen werden schnell angezeigt. Ich für meinen Teil finde mich auch in der neuen Version schnell zurecht. Leider verdecken die Presets immer noch das eigentliche Bild. Gefühlt sind die Vorschaubilder schon etwas größer als bei der 3er-Version, aber diese auf dem Bild zu sehen ist doch noch mal etwas anderes. Wobei ich i.d.R. Presets kaum nutze. Auch in anderen Programmen.
Was ich da eher nutze, sind eigene Voreinstellungen. Ich finde, dass sich diese einfach erstellen und anwenden lassen. War in der 3er-Version aber auch schon so.
Schade, dass man die Oberfläche an sich leider nicht individuell anpassen kann. Würde mir gern einige weitere Funktionen auf die obere Leiste legen wollen.
Nach wie vor fehlt eine Einstellmöglichkeit für HDR. Das sollte eigentlich mittlerweile Standard sein. Man kann zwar Presets dahingehend nutzen, aber die sind nicht mein Geschmack, wie die die Bilder verändern.
Den Rauschfilter bei RAW konnte ich leider nicht richtig testen. Die alten RAW-Dateien sind nicht so verrauscht, als das man diese Funktion „richtig“ testen könnte.
Was ich bei der 3er-Version besser fand, war die Entfernung von störenden Objekten. In der 4er-Version bin ich da nicht wirklich zufrieden. In Capture One Pro 20 ist das besser gelöst(ähnlich wie in der 3er-Version). Ähnlich gut macht das auch Affinity Photo. Zum Teil auch Lunminar 4. Nur Photoshop Elements+ 2020 schneide hier noch schlechter ab (habe jeweils 2 gleiche Fotos zum Testen verwendet).
Alles in allen muss ich für mich feststellen, dass die Änderungen von der er zur 4er für mich eigentlich nicht wirklich ein Versionssprung darstellen. Es sind eher kleinere Detailverbesserungen.
Dies mein kurzer erster Eindruck. Bleibt abzuwarten, was hier DxO noch nachlegt.
t4y
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