Frank
Verfasst: Mittwoch 29. Juni 2011, 23:10
Dann will ich auch mal: Ich bin der Frank, 44, lebe im hohen Norden, komme aber aus dem Südwesten, was ihr sofort hören würdet, wenn Ihr mit mir telefoniert, aber beim Schreiben hoffentlich nicht bemerkt. In die Fotobranche hat es mich als ausgebildeten Journalisten 1995 verschlagen, als ich als Test- und Technik-Redakteur beim fotoMAGAZIN in München angefangen habe. 2007 bin ich dann zur PHOTOGRAPHIE (http://www.photographie.de) gewechselt und mache heute in einem jungen und hoch motivierten Hamburger Verlag zusammen mit ein paar wirklich guten und sympathischen Kollegen eine Fotozeitschrift, die sich das Bild auf die Fahnen geschrieben hat, nicht so sehr die Technik und Tabellen. Damit ich technisch aber nicht ganz aus der Übung komme, schreibe ich in meiner Freizeit Bücher über Kameras. Von Nikon über Sony und Olympus und natürlich Lumix (ein paar von Euch haben so eines ja vielleicht schon mal in der Hand gehabt
)
Mein Equipment? Ihr werdet es nicht glauben: Aber obwohl ich soooo nahe an der "Quelle" sitze, besitze ich gar keine eigene aktuelle Kamera. Das liegt nicht daran, dass ich mir keine leisten könnte, aber für die Bücher und für die PHOTOGRAPHIE arbeite ich ja ständig mit neuen Kameras und Systemen und muss mich jedes Mal neu darauf einlassen. Da bliebe gar keine Zeit und Konzentration für eine "eigene". Das Arbeiten mit aktueller Technik, vor allem das Bildermachen, fasziniert mich seit eh und je. Und ich finde mich berufsbedingt sehr schnell in eine neue Kamera und ihre Bedienung ein.
Mit dem Fotografieren habe ich 1980 angefangen - mit der Voigtländer Bessamatic meines Vaters auf Agfa CT18 (kennt den noch einer?); 1983 kaufte ich mir die erste Kamera, eine Canon A-1 mit 1,8/50 mm, Edelweiß-Gurt, Bereitschaftstasche, Polfilter und einem Zehnerpack Diafilme (damals konnten die Verkäufer noch mehr verkaufen als nur Bodies und Kit-Objektive
) Damit musste ich ein paar Jahre auskommen, dann kam das FD 4,0/70-210 mm dazu - das war's erst mal. 1986 bin ich extra auf die photokina gefahren, um zum einem einmal eine Leica R4, zum anderen die Canon T90 in der Hand halten zu können
Später als Volontär dann der große Wurf: Eine F-1n mit Motor und einem (ich glaube) 24-50 mm-Zoom. Dazu ein Schwarzweißlabor, um mir mit den Abzügen mein Studium zu finanzieren. Und einen Atari 1040 mit Schwarzweiß-Monitor und Nadeldrucker. Die Artikel wurden ausgedruckt, in die Redaktion gebracht und dort von "Erfasserinnen" in die damaligen Computersysteme getippt, die Fotos im Notfall mit dem Taxi zur Redaktion geschickt
Wenn ich die letzten Jahre Revue passieren lasse, wird mir fast schon schwindelig, wie rasant sich unsere Branche entwickelt hat und in welch kurzen Zyklen die Industrie Innovationen auf den Markt bringt. Jetzt haben wir doch tatsächlich Systemkameras mit professioneller Bildqualität, die man in der Hemdentasche transportieren kann. Wir haben Superzoomer, die Brennweitenbereiche überspannen, für die man uns vor zehn Jahren noch für verrückt erklärt hätte, als ein "Superzoom" müde 28-200 mm maß. Wir haben Mini-Kompakte, die in Full-HD filmen (den Begriff kannte ich vor ein paar Foto-Jahren noch gar nicht). Wir haben 50-Zoll-Fernseher, die unsere Bilder und Filme in atemberaubender Qualität kredenzen und uns voller Selbstmitleid an die surrenden Diaprojektoren mit ploppenden Rähmchen und Newtonschen Ringen zurück denken lassen...
Kurzum: Wir leben in einer fototechnisch superspannenden Zeit, und ich bin sehr froh, dass ich mich darin bewegen darf. Aber: Was mir in all den Technik-Jahren immer wichtiger geworden ist, ist das Fotografieren an sich. Das Bildgestalten, das Suchen von Motiven, das (schwierige) Ansprechen fremder Menschen für ein - möglichst ungestelltes - Portrait. Das Ideen-Haben und das Diese-Ideen-vernünftig-in-ein-Bild-Umsetzen. Das Lernen, über die Sucheranzeigen hinaus unverkrampft aufs Motiv zu blicken.
Mein Equipment? Ihr werdet es nicht glauben: Aber obwohl ich soooo nahe an der "Quelle" sitze, besitze ich gar keine eigene aktuelle Kamera. Das liegt nicht daran, dass ich mir keine leisten könnte, aber für die Bücher und für die PHOTOGRAPHIE arbeite ich ja ständig mit neuen Kameras und Systemen und muss mich jedes Mal neu darauf einlassen. Da bliebe gar keine Zeit und Konzentration für eine "eigene". Das Arbeiten mit aktueller Technik, vor allem das Bildermachen, fasziniert mich seit eh und je. Und ich finde mich berufsbedingt sehr schnell in eine neue Kamera und ihre Bedienung ein.
Mit dem Fotografieren habe ich 1980 angefangen - mit der Voigtländer Bessamatic meines Vaters auf Agfa CT18 (kennt den noch einer?); 1983 kaufte ich mir die erste Kamera, eine Canon A-1 mit 1,8/50 mm, Edelweiß-Gurt, Bereitschaftstasche, Polfilter und einem Zehnerpack Diafilme (damals konnten die Verkäufer noch mehr verkaufen als nur Bodies und Kit-Objektive
Wenn ich die letzten Jahre Revue passieren lasse, wird mir fast schon schwindelig, wie rasant sich unsere Branche entwickelt hat und in welch kurzen Zyklen die Industrie Innovationen auf den Markt bringt. Jetzt haben wir doch tatsächlich Systemkameras mit professioneller Bildqualität, die man in der Hemdentasche transportieren kann. Wir haben Superzoomer, die Brennweitenbereiche überspannen, für die man uns vor zehn Jahren noch für verrückt erklärt hätte, als ein "Superzoom" müde 28-200 mm maß. Wir haben Mini-Kompakte, die in Full-HD filmen (den Begriff kannte ich vor ein paar Foto-Jahren noch gar nicht). Wir haben 50-Zoll-Fernseher, die unsere Bilder und Filme in atemberaubender Qualität kredenzen und uns voller Selbstmitleid an die surrenden Diaprojektoren mit ploppenden Rähmchen und Newtonschen Ringen zurück denken lassen...
Kurzum: Wir leben in einer fototechnisch superspannenden Zeit, und ich bin sehr froh, dass ich mich darin bewegen darf. Aber: Was mir in all den Technik-Jahren immer wichtiger geworden ist, ist das Fotografieren an sich. Das Bildgestalten, das Suchen von Motiven, das (schwierige) Ansprechen fremder Menschen für ein - möglichst ungestelltes - Portrait. Das Ideen-Haben und das Diese-Ideen-vernünftig-in-ein-Bild-Umsetzen. Das Lernen, über die Sucheranzeigen hinaus unverkrampft aufs Motiv zu blicken.