Monie hat geschrieben:das mit den mehr Hebelchen an der GH2 liest sich für mich schon ganz gut,irgendwie besser als immer im Menü suchen zu müssen
ich habe ja leider beide noch nicht in der Hand gehabt um mir ein persönliches "bild zu machen
Nun ja, das mit den Hebeln und Knöpfen ist immer so ein zweischneidiges Schwert...
Ich hab den Vergleich unmittelbar hier bei meinen Pentax Kameras, wenn ich die Pentax K-m (war ein Pentax-Einsteiger-Modell) und eine Pentax K-7
(Semi-Pro, wie man so schön sagt.. mit entsprechend viel Knöpfen) vergleiche.
Die direkten Zugriffsmöglichkeiten sind zwar auf eine Art schön, aber man kann auch mal versehentlich was verstellen, was ansonsten gut geschützt im
Menü liegt.. und so ein Hebel, der im Nirvana zwischen zwei Schalterstellungen hängt, kann lustige Effekte haben.. Manchmal war ich nicht unglücklich,
wenn etwas nur via Menü zu erreichen war.
Es ist auch immer die Frage, WIE etwas im Menü zu erreichen ist, da gibt es große Unterschiede zwischen "gut gelungen" und "absolute Katastrophe".
die Vidiofunktion intressiert mich dagegen nicht so, bin eher fürs fotografieren, ist denn da ansonsten in der Bildqualität zwischen den beiden auch ein Unterschied?
Ich kenn jetzt nur die GH2, aber nach alldem, was ich gelesen habe, sind es nur leichte Unterschiede. Die G3 ist etwas "jünger", der Sensor aber nicht
unbedingt deutlich besser (... ist halt ein anderer, ohne dieses Multi-Aspect-Feature), grundsätzlich scheinen sie grob zur gleichen Generation zu gehören.
Deutliche Unterschiede wären zwischen einer G3 zu einer G2 oder gar G1 auszumachen, die haben noch Sensoren einer älteren Generation.
Die GH2 ist - noch - das Spitzenmodell bei Panasonic, die Ablösung dürfte aber nicht mehr all zu fern sein (auch wenn noch kein konkretes Produkt angekündigt ist), wobei ich Gerüchte gehört habe, dass man die Modellreihen eh ganz umstricken will. Es soll eine deutlich Profi-Mäßigere Panasonic erscheinen.. dazu könnte auch passen, dass die G3 gegenüber den Vorgängern ja vom Gehäuse geschrumpft ist, eventuell will man "oben rum" im Produktfolio dafür etwas mehr ausbauen... aber das sind halt nur Gerüchte und Vermutungen...
für mich ist auch wichtig das die Kamera auch bei schlechten Lichtverhältnissen wie zb auch abends in der Wohnung bei Halogenlicht oder Weihnachten mit Kerzenscheinlicht gute Aufnahmen macht
sind die beiden dafür denn gut?
Hmmm.. also ganz ehrlich, "High-ISO-Fähigkeit" (das ist so das, was du meinst) ist eigentlich nicht die Paradefähigkeit der µFT Kameras im Allgemeinen und dazu gehört auch die Panasonic.
Das ist zwar mit den neuen Sensoren etwas besser geworden, aber nach meinen ersten Versuchen hier (und gemäß aller Testberichte) ist da jede moderne DSLR, also herkömmliche Spiegelreflex, deutlich besser. Die SONY NEX Reihe vermutlich auch, wobei ich hier die Testergebnisse in diesem Bereich nicht mehr im Kopf habe.
Kommt halt darauf an, was du willst.. Wenn du was kompaktes, "spiegelloses" willst, dann bleiben ja nur die µFT Kameras (Panasonic/Olympus), die NEX Reihe (Sony), die NX Reihe (Samsung), das Q-System (Pentax) und das Nikon 1-System (Nikon) übrig.
Letztere beide sind so neu, dass sie noch nicht wirklich verfügbar sind und so richtig kann man dazu noch nichts sagen.. sie sind wohl ultrakompakt (gerade auch bei den Objektiven), aber zum Preis eines sehr kleinen Sensors, und das ist in der Regel einer guten High-ISO-Fähigkeit eher abträglich, ob die überhaupt so gut wie die µFT Sensoren sind bleibt abzuwarten. Ob die Systeme überhaupt ein Markterfolg werden und man nicht in ein paar Jahren plötzlich mit einem "toten System" dasteht, für das es keine Objektive mehr gibt, ist auch so eine Sache.. Nikon hat da vielleicht mehr Atem als Pentax, die gerade erst zu Ricoh gegangen sind, wo abzwarten bleibt, ob die nicht das Produktportfolio jetzt eh einmal "durchputzen"....
Ähnliches gilt für Samsung: Sehr engagiert im Moment, aber ohne großen Namen im Bereich der Kameras mit Wechselobjektive, und sie haben ihre Kunden schon mal bei den GX Spiegelreflexkameras (leicht modifzierte Pentax-Kameras) übel sitzen gelassen.
Bliebe Sony, aber die NEXen bisher haben alle keinen Sucher und auch keine Möglichkeit dazu, was für mich ein "NoGo" darstelle.. okay, die neue NEX-7 hat optional einen Sucher und klingt auch interessant, aber kostet auch eine Stange Geld. Und bei Samsung gibt aus auch welche mit Sucher aber.. nun ja, siehe oben!
Samsung und Sony nutzen beide übrigens einen Sensor in APS-C Größe (wie die meisten DSLRs), das ist eher gut für rauscharme Bilder bei vergleichsweise wenig Licht... aber dafür fallen die Optiken wohl tendenziell auch etwas größer aus... man kann nicht alles haben!
Letzteres ist wohl der Kernsatz.. Du musst halt wissen, was du willst: Wenn es dir primär um eine Kamera mit guter Fähigkeit geht, auch bei
schlechten Licht brauchbare Fotos zu machen, gibt es vielleicht bessere Alternativen als eine Panasonic oder Olympus. Soll es gleichzeitig kompakt sein, gibt es halt die NEX von Sony dann aber in der Regel ohne Sucher..... Kann es etwas größer sein, kommt vielleicht doch eine klassische DSLR in Betracht, die man ja auch schon recht günstig im Einsteigerbereich bekommen kann.. dann aber halt mit "klassischen" Sucher. Willst du unbedingt einen elektronischen Sucher wie bei den Panasonics oder Samsungs (bzw. den Olympus mit Aufstecksuchern) kommt vielleicht die neue SLT Produktlinie von Sony in Betracht.. sehen aus
wie klassische DSLRs (sind aber auch so groß) haben aber einen elektronischen Sucher.
Tja, viel Geschreibsel, wenig Lösungen, oder? Ist leider so, dass es DIE Antwort nicht gibt solange du nicht sicher sagen kannst "DAS sind meine Anforderungen".. und manchmal kann man das halt nicht.
Ich neige schon dazu Anfängern auf die Frage zu antworten "Welche Kamera soll ich kaufen?": "Egal! Die erste wird höchstwahrscheinlich eh erstmal die verkehrte sein..."