Seite 1 von 2

Hilfe bei der Entscheidungsfindung

Verfasst: Samstag 28. Juli 2012, 18:22
von eugenes1000
Hallo liebe Forengemeinde,

ich bin nicht nur neu in diesem Forum sondern auch Neuling in Sachen Systemkamera. Die letzten 2 Monate hatte ich verbracht um einige Therorie Fakten zur erkunden und bin letztendlich bei diesem Forum hängen geblieben.
Ich fotografiere in meiner Freizeit sehr gerne und hatte bislang eine "normale" Digitalkamera. :oops:
Nun möchte ich mir im Herbst eine G3 oder G5 anschaffen. Hier nun mein Hilfegesuch...
Da ich absolut neu bin muss ich mich langsam in die Materie einarbeiten.. Ich tendiere zur G3 als Bodyversion da ich ein Budget von ca. 750 EUR zur Verfügung habe und zwischen zwei objektiven wähle: Pancake 20 mm oder Lumix G 45-200 mm.
Dann kommt es logischerweise darauf an, was man machen will. Ich möchte überwiegend Kinderfotos machen(0-3 Jahre alte Kinder ) als Familienvater logisch, aber auch Objekte die weit weg sind, Familienfeiern, Laternenumzug etc.
Ich denke von der Belichtung ist das Pancake besser, aber mich reizt schon die Möglichkeit durch besseren Zoom entsprechende Fotos zu bekommen. Gerade wenn ich nicht in unmittelbarer Nähe der Kinder bin oder Landschaftsfotos.

So, ich hoffe ich nerve nicht zu viele von euch und würde mich über hilfreiche Antworten freuen.

Besten Dank!

Re: Hilfe bei der Entscheidungsfindung

Verfasst: Samstag 28. Juli 2012, 20:07
von Wildfire
Hi,
Ist dir bekannt das die G Modelle einen cropfaktor von x2 haben? Das 45-200 würde damit bei 90 mm Brennweite anfangen. Mit welchem objektiv machst du die restlichen 70% der Fotos? Du brauchst minimum beide, oder du musst die Kamera als Kit Version kaufen damit du das 14-42 (28-84mm) Objektiv mit dazu bekommst.

Re: Hilfe bei der Entscheidungsfindung

Verfasst: Samstag 28. Juli 2012, 20:24
von veo
Für Dein Budget bekommst Du zur Zeit ein Kit G3W, das beinhaltert ein 14-42 und ein 45-200. Damit bist Du für den Anfang gut aufgestellt für Deine Motive. Ein Pancake 20 ist ein tolles Objektiv (sagt man, Ich kenn' es nicht) aber eher der nächste Schritt. Was Du Dir klar machen solltest, ist, ob es bei dem Budget bleiben soll, oder erst der Anfang ist. Wenn eine Systemkamera Sinn machen soll, ist es nur der Anfang.

Re: Hilfe bei der Entscheidungsfindung

Verfasst: Sonntag 29. Juli 2012, 00:03
von ehenkes
Kalkuliere mal ein Budget von mindestens 2000 Euro ein, denn das Geld wird über den Verkauf von Objektiven, Vorsatzlinsen, Blitze, Ersatzakkus, Fernauslöser, Taschen, Stative, ... verdient. Schau dir mal die Signaturen an, was die Leute so alles haben. Ich benötigte z.B. auf einer Feier unbedingt lichtstarke Objektive zum Filmen im Halbdunkel bei Kerzenlicht. Das Pancake 20 mm F1.7 ist dafür ideal, gerade auch wegen der hohen Auflösung. Einen Tag später bin ich im Freien und benötige das Tele-Objektiv 100-300 mm für Wildlife-Aufnahmen. Am ehesten könnte ich auf das Oly 45 mm verzichten, aber das ist eine Wucht, hat einen eigenen Charme. Nur mit einem lichtschwachen Zoom geht gar nicht. Ansonsten musst Du Blitze einsetzen.

Re: Hilfe bei der Entscheidungsfindung

Verfasst: Sonntag 29. Juli 2012, 06:34
von DocReason
Hallo Eugenes,

willkommen im Forum!

Grundsätzlich kann ich G3X vollkommen zustimmen, aber auch ehenkes hat durchaus Recht.

Das Kit mit den zwei Objektiven ist ein sehr guter Einstieg, den ich genau so gegangen bin. Theoretisch kann man damit fast alles abdecken. Warum theoretisch? Weil man das übliche Brennweiten-Spektrum vollständig abdeckt. So kann man den Umgang mit der Kamera und den Objektiven recht gut lernen. Trotzdem gibt es für jede einzelne Foto-Situation Objktive, die dafür besser geeignet wären. Wenn Du im Laufe der Zeit feststellst, dass Du z. B. bevorzugt Gesichter fotografierst, wirst Du Dir mit Sicherheit irgendwann ein besonders für Portraitaufnahmen geeignetes Objektiv kaufen.

Vielleicht wirst Du feststellen, dass eine Systemkamera für Dich doch nicht das Richtige ist (was ich nicht hoffe) oder Du hast "Blut geleckt" und wirst zum Fotografen. Das heißt, Du möchtest mit den Fotos nicht nur einen Augenblick festhalten, sondern auch etwas ausdrücken. Das kann man natürlich auch mit den beiden Kit-Objektiven. Aber mit einem zusätzlichen Objektiv, mit einem externen Blitz, mit einem Polfilter usw. hat man natürlich noch mehr Möglichkeiten bzw. mehr Qualität. Dann kommt man schneller als einem lieb ist in die 2000 €-Klasse.

PS: Ich bin mit Qualität und Umfang meiner Ausstattung zur Zeit sehr zufrieden. Wenn ich jedoch den Diskussionen hier im Forum folge, werde ich irgendwann unbedingt ;) (ich hoffe in ferner Zukunft) auch ein besonders hochwertiges Objektiv jenseits der 1000 €-Grenze brauchen.

Frank

Re: Hilfe bei der Entscheidungsfindung

Verfasst: Sonntag 29. Juli 2012, 09:03
von Katrin
Ja, es ist schon richtig, dass man mit der Zeit immer mehr Objektive brauchen könnte, aber das Wichtigste ist immer noch der Fotograf. Es gibt Leute, die machen mit ihrem Standardzoom ausgezeichnete, kreative Fotos und andere mit der Superduperausrüstung - na ja....
Mit den dem Doppelzoomkit wärst Du auf alle Fälle gut eingedeckt. Ich persönlich würde aber eher die G5 mit dem Standard nehmen, weil mich die Ergonomie der G3 öfters ärgert und das scheint mir bei der G5 wesentlich besser gelöst zu sein. Mit der G5 hättest Du wahrscheinlich eine Kamera, mit der Du auf Jahre zufrieden wärst. Sie hat auch mehr direkte Bedienelemente, was mir wichtig ist. Mit Objektiven nach und nach aufstufen kann man immer noch. Wenn Dir aber der Telebereich sehr wichtig ist, dann nimm die G3 mit dem Doppelzoom. Die Bildqualität scheint, was man so liest, gleich zu sein, da machst Du mit der älteren keinen Fehler. Ich fotografiere sehr viel und mir ist das Handling sehr wichtig, deswegen bin ich mit ihr nicht so ganz zufrieden und werde mir wohl die G5 zulegen.

Re: Hilfe bei der Entscheidungsfindung

Verfasst: Sonntag 29. Juli 2012, 11:57
von partisan
Ich finde seine Überlegung: 20mm pancake und dazu das 45-200er garnicht so abwegig.
Ein recht guter Einstieg denke ich.

Aber: Andere Kosten kommen natürlich hinzu:

a) Ersatzakku
b) 2 schnelle Speicherkarten
c) irgendeine Tasche

=> das sind dann mal eben ca 100 Euro drauf!


Externer Biltz, Filter, Stativ, weitere Objektive kann man sich doch auch 1-2 Jahre später erst zulegen.


Ein Freund ist auch gerade in mft eingestiegen und besitzt nur das 20er pana bisher. Why not?


PS: übrigens habe ich mir gerade erneut die G2 geholt und bin immer noch mit ihr zufrieden
Statt der G5 würde ich mir immer lieber erst ein weiteres Objektiv holen und über eine gebrauchte G2 nachdenken.


***

Re: Hilfe bei der Entscheidungsfindung

Verfasst: Sonntag 29. Juli 2012, 12:06
von Lithographin
Hallo Eugenes !

Nun lehne ich ich einfach mal zurück und lasse meinem Sarkasmus mit einer Prise Zynismus freien Lauf. :twisted:

Das ist doch heute alles kein Problem weil:
....es ja so viele wahnsinnig gute Kameras gibt und noch mehr Objektive für alle Lebenslagen
....die Kameras alles schon so gut können das man selber gar nicht mehr nachdenken muß und einfach abdrückt.
....man in allen Foren dieser Welt ja die Bestätigung bekommt das man dieses und jenes braucht um ein Mindestmaß an Ausrüstung zu haben die unbedingt erforderlich scheint.
....man mit einem Mindesbudget von XY-Taunsend Euro kalkulieren muß um überhaupt mal eine unbedingt erforderliche "Grundausrüstung zu haben.
....man diese und jenes braucht weil es anders einfach nicht geht, wie Vorsatzlinsen, Fernauslöser, Blitzgeräte und was weiß ich noch.
Ach ja, da gibt es auch das Wörtchen "muß" und "haben", die alleine für sich schon implizieren einen Haufen Schotter über die Ladentheke wachsen zu lassen.

So jetzt habe ich genug gelästert, aber auch mal meiner ersten Reaktion, hinter der ich sehr wohl stehe, freien Lauf gelassen.

Ich kann es NUR aus MEINER Sicht sagen die vielleicht das eine oder ander beinhaltet was Dich nachdenken läßt, mit Sicherheit aber NICHT was Du unbedingt brauchst.
Das schwierigste bei der Auswahl einer Kameraausrüstung ist es nicht zur fragen was man braucht, sondern zu erkennen was man nicht braucht.

Wenn Du bis dato mit einer Kompakten gearbeitet hast, ich nehme das mal auf Grund deines EIngangsbeitrages an, dan bist Du es gewohnt mit wenig Ausrüstung viel machen zu können.
Nun mögen die Anforderung an die Bildqualität so nach und nach steigen, man ließt was andere haben, was man anscheinend unbedingt braucht und stellt sich gedanklich eine erste Ausrüstung zusammen.

Ich habe in meinen etwas mehr als 30 Jahren Foto, so verdammt viel Mist gekauft, nur weil Leute die es ja wissen müssen gesagt haben das ich das brauche.
Zum letzten Mal bei der Prager Fotoschule und das alles hat mir........rein gar nichts gebracht.
Viel Ausrüstung, viel Technik, dieses und jenes Programm, und ohne kalibrierten Schirm geht ja mal gar nichts und ich habe mehr Zeit damit verblödelt diese ganze verfluchte Technik in den Griff zu bekommen nur damit meine Aufnahmen bei irgend einer Aufgabenbewertung duchkommen und habe........

.......die Lust am Fotografieren verloren.
Technisch immer vorne dabei, laufend am Geld ausgeben und dauernd die Technik im Hintergrund sobald ich den Sucher ans Auge hielt.
Es mag Leute geben die sich nur mit der Ausrüstung und Technik definieren können, aber eine Aufnahme die mir unter die Haut geht, oder mental auch nur streift habe ich von den Leuten noch nie gesehen.

Ich kann Dir nur raten die G5 zu nehmen weil die einen ausgeprägteren Griff hat, ansonsten kann es auch die G3 sein wenn sie Dir "in der Hand liegt".
Nimm NUR das kleine Zoom mit 14-42 mm, wenn möglich das "schlechtere" mit dem Zoomring, da habe zumindest ich mehr Gefühl als mit einem Motorzoom.

Laß alles beiseite was Du machen willst und gib Dir und der Kamera mit dem kleinen Zoom Zeit Euch kennen zu lernen, und zwar RICHTIG.
Wie greife ich, wo ist was und was liegt mir.
Lerne, und das ist jetzt kein leeres Wort, den "kleinen" Zoombereich zu schätzen, der größer ist als die meisten glauben.
Mit 14-42 mm hast Du, kleinbildmäßig gesehen, einen absolut klassischen Brennweitenbereich von 28-84 mm.

Vielen reicht das nicht, aber nicht weil es tatsächlich zu wenig ist, sondern weil sie zu ungeduldig sind zu "sehen" und das "per pedes Zoom" einzusetzen.
Man muß sich mehr bewegen, lernt aber wie sich alles verändert weil man "durch das Bild gehen muß".

Es dauert seine Zeit das Handbuch zu lesen, zu wissen wie man die verschiedenen AF-Modi oder Belichtungen einsetzt, aber auch deren Grenzen zu erforschen.
Und denke daran, das 20er Pancake ist eine 40 mm Optik die den Bildwinkel schon eingrenzt, allerdings wieder ganz nahe an der klassischen 50 mm "Standardoptik".

Wie gesagt, lerne mit der Kamera und dem kleinen Zoom, gehe es langsam an und denke über das nach was Du getan hast, nimm Dir Zeit Deine Aufnahmen zu analysieren und frage Dich zuerst was DU besser machen könntest bevor Du fragst was Du jetzt kaufen sollst.

So, jetzt habe ich mal wieder viel zu viel und zu emotional, aber das kriege ich sonst nicht rüber, sorry. :oops:
Weniger ist oft um so viel mehr und zum Schluß einen Satz den ich mir gemerkt habe:

"Lache nicht über jemanden der zurückgeht, er könnte Anlauf nehmen....."

Cristina

Re: Hilfe bei der Entscheidungsfindung

Verfasst: Sonntag 29. Juli 2012, 13:17
von partisan
Ok ich hab es falsch gelesen, sorry.


Du schreibst ja: "Pancake 20 mm oder Lumix G 45-200 mm."
und das du nur einen g3 oder g5 body suchst.

also: um die ca 100 Euro für Speicherkarten und Ersatzakku und Tasche und eventuell einen UV-Filter als Objektivschutz kommst du nicht herum
(das mit dem UV-Filter ist umstritten, aber ich denke die meisten benutzen ihn doch, um ihr Objektiv zu schonen)#


Bleiben dir 650 Euro und ich denke das reicht auch.

Variante 1) Mache es wie Christina schreibt: Hole dir einfach eine g3 oder g5 als Kit (14-42mm). Reicht alle mal ersteinmal und wahrlich genug Möglichkeiten

Variante 2) Investiere in eine gebrauchte G2 mit Kit (ca 300 Euro!) und hole dir dazu das 20mm pana.
Ich würde Dir diese Variante empfehlen.
Es ist eben einfach ein gutes Objektiv! und Du hast was für low-light, was mir wichtig ist. Nächstes Jahr ist die G3 gewiss auch deutlich günstiger
auf dem Gebrauchtmarkt und du kannst sie mit deiner G2 "tauschen" und zahlst dann eben noch ein wenig drauf, wenn Du meinst Du musst da
nachrüsten.

Variante 3) Falls Du wirklich gleich mehr tele haben willst, kaufe dir die g3 als kit mit 2 Objektiven 14-42mm und 45mm-200mm. Dann wirds aber schon eng
mit deinem Budget (eben Speicherkarte etc...), aber wenn man sucht, wird es auch nicht deutlich teurer.

Alle meine 3 Vorschläge beinhalten das Kit 14-42mm und ich denke es ist die 80-100 Euro Aufpreis (wenn überhaupt wenn Du dich für eine G2 entscheiden solltest) wirklich wert. Wenn du keine Lust auf das Kit hast, wäre auch die Variante 20er pana und 45oly an der g2 so beinahe noch in deinem Budget. Ich finde das sogar die beste Wahl, die einen Zoom überflüssig macht und Du hast 2 top-Objektive. (Auch das sehen einige hier anders und schwören ja auf ihre Zooms)

Nur einen body mit 45-200mm finde ich persönlich absurd.


Fazit: Dein Budget reicht aber auf jeden Fall um wirklich gut versorgt in das System einzusteigen.


Lieben Gruß!

Re: Hilfe bei der Entscheidungsfindung

Verfasst: Sonntag 29. Juli 2012, 13:24
von ehenkes
... die Lust am Fotografieren verloren
Das ist ein wichtiger Punkt. Man muss immer wieder diese Freude und diesen Antrieb finden. Dafür ist dieses Forum aus meiner Sicht nicht besonders geeignet. Bei z.B. fotocommunity.de kommt man mit mehr Enthusiasten in Kontakt, und das bietet Vorbild, neue Themen und zieht weiter.

Re: Hilfe bei der Entscheidungsfindung

Verfasst: Sonntag 29. Juli 2012, 14:01
von Katrin
Wahrscheinlich hast Du jetzt so viele Antworten, dass Du vielleicht noch weniger weisst, was für Dich am besten ist. Jeder hat so seine Erfahrungen und Dinge, auf die er mehr Wert legt, als der andere. Die G3 - und die G5 sowieso - rauschen bedeutend weniger bei höheren ISO-Werten als die G1 und G2. Da hat eine deutliche Qualitätsverbesserung stattgefunden. Ich persönlich würde mir die G2 nicht mehr zulegen, zumal man die G3 auch schon ziemlich günstig bekommt. Einen Filter brauchst Du nur, wenn Du irgendwo unterwegs bist, wo etwas an Dein Objektiv kommen kann - ich verwende fast eigentlich nie einen. Ein Ersatzakku ist sehr sinnvoll, Tasche und Speicherkarte brauchst Du unbedingt. Mir reicht eine Karte - ich filme nicht.
Ich denke, grundsätzlich ist es richtig, erst mal nur mit dem 14-42er auskommen zu wollen. Die Frage ist, wie entscheidend Dir der Telebereich ist, wenn da ein großer Bereich für Dich unverzichtbar ist, wäre das Doppelzoom-Kit schon gut.

Re: Hilfe bei der Entscheidungsfindung

Verfasst: Sonntag 29. Juli 2012, 14:31
von ehenkes
Wenn Dir der entfernte Telebereich (>200 mm) wirklich wichtig ist, wirst Du bei MFT aufgrund der noch beschränkten Objektivauswahl nicht glücklich werden. Hier findest Du allgemeine Ratgeber als neutrale Beratung: http://www.digicam-beratung.de/digitalk ... ratung.htm" onclick="window.open(this.href);return false;

Re: Hilfe bei der Entscheidungsfindung

Verfasst: Sonntag 29. Juli 2012, 15:04
von available
Hallo Eugenes,

Du hast schon eine Menge Antworten auf Deine Frage erhalten und das ist gut so. Die erste Frage beim Kamerakauf ist die der Sensorgröße und ich denke damit hast Du Dich genügend befasst und Dich für mFT entschieden. Die zweite wäre die Frage nach dem Body. Ich kann mich zu dieser Frage wie auch in dem was Cristina Dir hier geschrieben hat ihr nur anschließen. Nehme Dir die G3 und G5 einmal in die Hand, benutze alle Tasten und entscheide dann. So habe ich es mit der guten Olympus OM-D E-M5 gemacht und musste mich leider gegen sie entscheiden. Altere Modelle würde ich mir nicht anschaffen. Es hat sich einiges getan.

Somit hast Du Dich für eine Systemkamera entschieden und diese macht nur Sinn wenn Du mehrere Objektive verwendest. Aber jetzt kommt der Knackpunkt! Die meisten Einsteiger denken sie müssten den kompletten Brennweitenbereich abdecken. Ich bin also auch eine wie Du an meiner Signatur sehen kannst. ;) Das ist aber als wenn Du Dir gleichzeitig ein Motorrad einen Porsche eine Kombi einen Lastwagen und einen Bus kaufen würdest. So lernst Du nie fahren. Wie hat Cristina geschrieben? Gebe Dir und der Kamera Zeit. Genau so ist es! Begreife den Body erst einmal in Zusammenhang mit einem Objektiv. Schärfe Deinen Blick für genau diese Brennweite/Brennweitenbereich. Wie kannst Du diese/diesen beim Motiv xy einsetzten. Tips zur Brennweite und Lichstärke kann ich Dir jedoch in dieser Form nicht geben. Es gibt hunderte verschiedene Meinungen, da jeder einen anderen Blick hat und unterschiedliche Themen bevorzugt. Aus meiner Sicht wäre hierfür ein längeres Gespräch notwendig. Der allgemeine Tip ist zuallererst mit dem Kit-Objektiv "laufen" zu lernen ist jedoch nicht so schlecht.

Und noch etwas. Jedes neue Objektiv verlangt um das Beste rausholen zu können eine sehr lange Einarbeitungszeit. Wild draufloszuknipsen funktioniert natürlich schon, ich brauche allerdings bei wöchentlicher Benutzung Monate dazu! Und klerne immer wieder neues was es auch spannend macht! Z.B. am vergangenen Wochenende hatte ich mal wieder ein kleines Aha-Erlebnis.

Viele Grüße und viel Spaß mit der Blickschärfung!

Andreas

Re: Hilfe bei der Entscheidungsfindung

Verfasst: Sonntag 29. Juli 2012, 15:15
von StefanS
Den besten Zoom hat man immer noch jeder Zeit dabei: die eigenen Beine!
Der kann zwar nicht bei jeder Gelegenheit eingesetzt werden (z.B. Tieraufnahmen, schnelle Schnappschüsse, ...), ist aber allemal günstiger, als gleich zwei bis drei Objektive zu kaufen. Frank Späht und viele andere raten nicht umsonst dazu, sich die "ersten Fotografieversuche" zu erlaufen.

Daher würde ich zur G5 mit Standard-Zoom raten - auch und gerade wegen des Lumix G X Vario PZ 14-42 mm PowerZoom-Objektiv mit Motor-Zoom (finde ich klasse!).
Als weitereres Zubehör eine anständige SD-Karte (Class10), UV-Filter, einen zweiten Akku und eine anständige Tasche (am besten mit Platz für weiteres Zuberör, welches später dazu kommt... Aufsteck-Blitz, weiteres Zoom- oder Pancake-Objektiv).
Übrigens hat "Partisan" das in seinem Beitrag in den ersten Abschnitten schon ganz gut auf den Punkt gebracht.

Dabei solltest du mit deinem gesetzten Budget ungefähr hin kommen.

Noch einen Tipp: Such dir einen Vor-Ort-Händler und handle mit Ihm auf Basis der bei einschlägigen Internetshops angegebenen Bestpreise.
Lass dich schön beraten und "nimm die Dinger in die Finger". Vielleicht bekommst du dann ein paar Prozente... ;-)
Auf jeden Fall bekommst du, wie im Vorbeitrag schon erwähnt, ein Gefühl dafür und weist dann, welcher Body besser zu dir und in deine Hände passt.

Re: Hilfe bei der Entscheidungsfindung

Verfasst: Sonntag 29. Juli 2012, 16:12
von Katrin
Mit der G5 und dem GX-Objektiv + Zubehör kommst Du mit 750,-- nicht klar, das Pancake-Zoom ist teuer. Dieses Kit wird aktuell für 950,-- angeboten, das mit dem "normalen" Zoom für 750,--. Vielleicht sinkt der Preis noch etwas in nächster Zeit. Außerdem wird die Abbildungsleistung des Pancake-Zooms überall eher als enttäuschend besprochen, ich würde mir das nun überhaupt nicht kaufen. Das billigere Standardzoom soll über eine bessere Abbildungsleistung verfügen. Ich würde mir auch keine Tasche für mein zukünftiges Fotografenleben besorgen, sondern eine die Du jetzt brauchst mit vielleicht noch etwas Luft für noch ein Zubehörteil. Ich habe ohnehin für verschiedene Zwecke verschiedene Taschen, je nachdem, mit was ich unterwegs bin.
Es ist alles richtig, dass man mit begrenztem Brennweitenbereich besser fotografieren lernt. So gesehen wärst Du nur mit dem 20mm am besten bedient. Ich lese aber bei Dir, dass Du bestimmte Vorstellungen davon hast, was Du fotografieren möchtest und diese jetzt aufs Bild bringen willst und es nicht unbedingt Deine Frage ist, wie lerne ich am besten Fotografieren. Und da bin ich mir nicht sicher, ob Dir die 42 (bzw.84)mm reichen. Vielleicht kennst Du jemanden, dessen Kamera Du Dir mit verschiedenen Brennweiten mal leihen kannst, damit Du siehst, was Du brauchst für Deine Bilder. Oder der Fotohändler leiht Dir mal kurz zwei Objektive, damit Du ausprobieren kannst, mit welcher Brennweite Du was aufs Foto bringst. Auch wenn die Puristen, die offenbar aber, wie ich auch, mit Objektiven bestens eingedeckt sind, gerne die minimalistische Lösung propagieren, ist es nicht "anrüchig", lieber einen breiten Zoombereich haben zu wollen, mit dem man für viele Zwecke gerüstet ist.