nach tagelangem Lesen im Internet bin ich immer wieder in diesem interessanten Forum gelandet und dachte, jetzt frage ich mal nach…
Wir werden in zwei Wochen ein paar Tage auf eine Nordseeinsel fahren und da dies etwas Besonderes für mich ist (dort nicht nur als Tagesgast zu sein), dachte ich, ich brauche dringendst eine neue Kamera!
Deshalb stand ich in den letzten Tagen mehrmals kurz davor, die FZ200 zu kaufen (gibt´s hier in der Nähe in einem Fotogeschäft grade neu für 300€).
Sie liegt im Vergleich zu einigen anderen Kameras von anderen Herstellern bzw. zur großen FZ1000 schon mal gut in meiner Hand...
Doch immer wieder kamen kurz vor der endgültigen Entscheidung Zweifel in mir auf.
Werde ich nicht (zu) schnell an ihre Grenzen stoßen?!
Ich bin auf die FZ200 aufmerksam geworden, da ich nach einer guten Bridgekamera gesucht hatte und sie in meinem Budget liegt (das leider recht begrenzt ist).
Mit den Extras wie Zweitakku, Speicherkarte, Handgelenksschlaufe, Displayschutzfolie, neuer Tasche, Buch von Hr. Spät, Schutzfilter, Polfilter (wegen dem nächsten Urlaub am Meer) , etwas später Raynox 250 Macro und was es evtl. sonst noch braucht.. komme ich dann schnell auch auf über 400€..).
Gute Bildqualität und ein schneller AF (auch schnelle Serienbilder) sind mir wichtig, Zoom ebenfalls.
Das dreh-und schwenkbare Display hab ich vor langer Zeit bei einer Nikon kennen UND lieben gelernt.
Die letzten drei Punkte scheint sie zu haben, doch was ist mit dem ersten, der Bildqualität?
Da ist dieser kleine Sensor... Zwischen als den positiven Berichten waren immer wieder auch sehr gegensätzliche, negative Stimmen darüber zu lesen.
Habe nach Bildern mit der FZ200 gesucht. Einige waren echt beeindruckend, z.B. auch ein Zoom-Video vom Mond (den ich noch nie groß und detailliert vor einer Linse hatte...)
Und dann auch wieder Bilder gänzlich ohne Brillanz, matt, ausdrucksschwach, pixelig, fehlende Schärfe...
Mein erstes erweiterte Fotointeresse hatte in meiner Jugend mit einer geschenkten Minolta XG 9 (& MD ROKKOR 50mm 1:1,7 und HANIMEX Automatik Zoom MC 1:3,5 f=28-80mm Objektiv) begonnen.
Als Studentin holte ich mir dann die ebenfalls analoge Minolta Dimax5 & AF 24-105 / 3,5-4,5 Objektiv, dazu kam etwas später zusätzlich ein Minolta AF100/2,8Macro. Dabei vermisste ich oft ein Teleobjektiv um u.a. Vögel fotografieren zu können. Als ich endlich ein 4,0 / 400mm von Sigma hatte, war es im Alltag kaum bzw. nicht praktikabel (zu schwer..)
Für eine größere Reise bekam ich dann die erste Digitale geschenkt, eine Bridgekamera, Nikon P5700, mit der sehr gute Bilder gelangen. Leider ging das Objektiv unterwegs auf der Reise kaputt (es fuhr plötzlich einfach nicht mehr raus). Kurzfristig und unter recht beschränkten Möglichkeiten kaufte ich dann unterwegs eine Minolta Dimage Z20. Diese kam an ihre digitale Vorgängerin nicht heran, doch im zeitintensiver gewordenen Studium behielt ich sie und nutzte sie bis vor etwa 3 Jahren häufig. Die vergangenen 3 Jahre machte ich überwiegend Handyfotos, die eine (für ein Handy) wirklich zufriedenstellende Bild- und Videoqualität haben. (Sogar einen kleinen, mehrminütigen Beitrag für eine Fernseh-Doku konnte ich damit machen! Das verwirrt mich, nachdem ich dieser Tage von den rel. kleinen Handykamerasensoren gelesen habe...)
Doch schon länger fehlt es mir, einfach mit der Kamera draußen loszuziehen, in die Natur.....
Es hat mich früher oft sehr entspannt und mir viel Freude gemacht.
Auch ein Zoom fehlt.
Ja, vielleicht sollte ich auch mal beschreiben, wofür ich eine Kamera einsetzen will (nummeriert nach Häufigkeit):
1. Naturfotografie (Blüten, Vögel, Eichhörnchen, an Wasser / an Bächen, Sonnenuntergänge, Wolken & Himmel, Regenbogen, gerne vielleicht ja auch mal den Mond
2. Haustiere, v.a. in Räumen, auch Detailfotos wie z.B. Katzenaugen
3. Reisen, in verschiedene Landschaften: in den Bergen, auch im Schnee, am Meer, an Seen, an Bächen, ... und Städteurlaube (Häuser, Märkte, Brunnen, etc.)
4. Kreatives (z.B. Gemaltes, Gebackenes, aus Ton Geformtes), v.a. in Räumen
5. Kinder (Baby - Schulkind, teil in Bewegung, teils Portraits), draußen & in Räumen
An sich scheint mir eine schnell-fokusierende Bridgekamera dafür passend. Oder was meint Ihr dazu?
Ausgedruckte Größen brauche ich häufiger in 13x18, ab und zu auch in A4 oder einzelne sehr gute Fotos in A3 Größe (zuletzt vor 10 Jahren mit der Nikon...)
Schon lange träume ich aber von einem eigenen Fotobuch in A4 Format mit Naturfotos...
Durch die Zweifel ist mir dann gekommen, im Inet zu suchen, ob es auch Bridgekameras mit größerem Sensor gibt.
Ein paar konnte ich finden.
Doch eine wirkliche Alternative konnte ich nicht entdecken. In den Tests wurde die Bildqualität häufig als nicht sehr viel besser beschrieben ?! Kann das sein?
Oder das Gewicht der Kamera war 400 gr höher.
Dann tauchte irgendwo die FZ 72 auf. Ist da die Bildqualität wirklich besser? 4 Sterne gegenüber 3,5 bei der FZ200! Aber kein bewegliches Display, schlechtere Lichtstärke, extrem-Zoom, etc.
Und woanders kam dann in einer Kauf"beratung" so einer Test-/Infoseite über Digitalkameras die FZ200 als "High-End-Kamera" auf Platz 2 wieder zum Vorschein!
Richtig schwierig….
Mal lese ich von der FZ200 als eine „Top-Bridge“ und „hochwertigen Bridgekamera“. Dann jedoch: sie mache „einen zwiespältigen Eindruck“ aufgrund des frühen Rauschverhaltens...
So drehe ich mich im Kreis
Hier hoffe ich auf Eure Hilfe, wenn möglich, bitte.
Mal denke ich: Ja, mach es, sie hat viele gute Seiten und vielleicht reicht die Bildqualität ja doch..
Und dann wieder: Auch 300 bzw. mit den Ergänzungen dann eher 450€.. sind viel Geld und sollten nicht umsonst ausgegeben werden.. Also was, wenn es rechts und links daneben doch noch was Besseres gibt (Bezahlbares)?
(Nach der Kamera steht der Kauf eines Speichermediums an, und auch mein Laptop ist an seinen Grenzen angekommen und benötigt baldmöglichst eine Nachfolger :-/ Ein Bearbeitungsprogramm habe ich bisher nicht verwendet.
Meine größte Sorge ist, dass mich die Bildquali möglicherweise nicht zufrieden stellt und die FZ200 evtl. sogar schlechter ist, als ihre verschiedenen Vorgänger hier.
Grade mal recherchiert: die Nikon Coolpix hatte zwar nur 5 MP, aber einen 2/3 Sensor mit Cropfaktor 3,9. Die digitale Minolta hatte SEnsor 1/2,5 mit Cropfaktor 6,0, die FZ hat offenbar einen Cropfaktor von 5,6. Wieviel hat das für die tatsächliche Bildquali zu bedeuten?
Bin übrigens nicht verkaufs-erfahren. So habe ich alle genannten Vorgänger & die oben genannten analoge Objektive noch hier.
Könnten mir die alten Objekte in irgendeiner Form evtl. noch nützen? Nicht als kurzfristige Lösung, aber vielleicht zusätzlich zu einer FZ200 oder etwas anderem… mittelfristig in Verbindung mit einem Systemkamerabody?
Mir schwirrt der Kopf vor lauter Testwerten, Beurteilungen,Sensorgrößen etc. ..... was ist jetzt dabei wirklich entscheidend für gute Fotos...?
Ich hoffe der inzwischen richtig langgewordene Text ist noch lesbar, trotz der Länge.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass alles wichtig sein könnte...
Liebe Grüße
Sommerblüte
