Beitrag
von Jenso » Samstag 12. November 2011, 13:43
Aus meiner analogen Steinzeit trauere ich den beiden Verschlußzeiten „B“ und „T“ nach.
B für Bulb, also Birne - das meinte damals BlitzBIRNE (einmal-Knall: glühheiß und ultrahell, also keinewegs BlitzRÖHRE, wie an den heutigen Elektronenblitzgräten). Man öffnete den Verschluß der Kamera und hielt den Auslöser fest – mit meist sehr lichtunempfindlichen Filmen –, und dann blitzt man irgenwie (notfalls mit Magnesium!) ins Dunkel hinein. Anchließend Knöpfchen/Hebelchen loslassen. Fertig – mit Glück „wurde das was“.
T für Time, also Zeit - das war eine komfortablere Einstellung, für richtige Langzeitaufnahmen (Nacht usw.): man drückte einmal (und der Verschluß sprang auf – wenn man die Zeit für passend erachtete drückte man wieder und der Verschluß schloß sich.
Bei beiden Verfahren benutzte man einen Drahtauslöser, um die Vibrationen der Hand nicht auf die stativgesicherte Kamera zu übertragen. Wunderbare gemütliche Sache, das.
Und beide Zeiteinstellungen wären auch heute noch hilfreich, hätte man sie denn.
Bedauernd
Jens