Stacking mit allen Kamerasystemen (offen)

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Re: Stacking mit allen Kamerasystemen (offen)

Beitrag von Sennheiser » Mittwoch 14. August 2019, 13:58

Zum Ausprobieren der Bell & Howell 200 TA habe ich mir aus den USA ein noch original verpacktes 16 mm Filmmagazin besorgt, abgelaufen im Januar 1974.
Diese Magazine mit 15 Meter Filmlänge wurden in den Kameraschacht geschoben. Dabei öffnete sich über einen Bolzen das Filmfenster der Kassette.
Während des Schließens der Kameratür zum Schacht wurde ein Antriebsmitnehmer über das Antriebsritzel der Kassette geschoben, und es konnte sofort mit dem Filmen begonnen werden.

37 Aufnahmen, FZ 1000


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Re: Stacking mit allen Kamerasystemen (offen)

Beitrag von Sennheiser » Mittwoch 14. August 2019, 16:21

For 16 mm Magazine Cameras.
Die Kassette geöffnet.
Die Mechanik ist so aufgebaut das innerhalb der Kassette Bild für Bild vor das Fenster gezogen wird.
Vor diesem Fenster befindet sich dann das Shutterfenster der Kamera mit dem synchronisierten Shutter.

27 Aufnahmen, FZ 1000


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Re: Stacking mit allen Kamerasystemen (offen)

Beitrag von Sennheiser » Donnerstag 15. August 2019, 16:38

Das Deutsche Museum brachte 1979 zum 75-jährigen Jubiläum eine limitierte Auflage von 10 Zinnfiguren heraus, unter dem Motto: "Erfindungen die unsere Welt verändert haben."
Darunter auch die Figur des Louis Jaques Mandé Daguerre mit seiner von ihm entwickelten Plattenkamera, die als erste Kamera mit einer Optik gilt.
Diese "Schiebekasten Kamera" hat ihren Ursprung wohl in der bekannten Camera obscura.
Aufgenommen wurden die Bilder auf dünnen, mit Silber beschichteten Kupferplatten, den Daguerreotypien, wie sie nach ihrem Erfinder genannt wurden.
Fotografieren war damals in diesen Anfängen gefährlich und ungesund wegen der Quecksilber - und Zyaniddämpfe mit denen die Platten lichtempfindlich gemacht wurden.
Etliche Daguerreotypisten sind daran auch frühzeitig gestorben.

Die durch Franklin Mint hergestellten Figuren sind rar geworden, und als Fotobegeisterter wird mein Exemplar einen Ehrenplatz bekommen.

27 Aufnahmen, FZ 1000 + 500 D


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Re: Stacking mit allen Kamerasystemen (offen)

Beitrag von videoL » Donnerstag 15. August 2019, 19:07

BildBildBildBild
Muß man eigentlich Eintritt bezahlen wenn man deine Ausstellung besucht ?= ;)
Viele Grüße Willi
Das Motiv, es kommt darauf an, wie man es sieht.
Ohne Kritik kann ich nicht besser werden.

Kamera = FZ 1000, LED Videoleuchte, Stative, DCR 150, Canon 500d, Kenko Pro1 +3 Dioptrin,3D Schlitten, Hoya Filter
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Re: Stacking mit allen Kamerasystemen (offen)

Beitrag von Sennheiser » Freitag 16. August 2019, 10:37

Danke Willi. :D
Offen ist meine Bude nur für Freunde und Bekannte, die natürlich keinen Eintritt bezahlen. :lol:

Hier noch ein interessantes Detail der Dageurre Figur, welches zeigt das man auch bei den Stativen ganz am Anfang der Entwicklung stand.
Den "Neiger" hat man offensichtlich von einem geodätischen Meßinstrument übernommen, die in dieser Form im 18. Jahrhundert gebräuchlich waren und bis ins 19. Jahrhundert genutzt wurden.
Damit ließ sich die Kamera neigen, was aber voraussetzte das man das Stativ erstmal waagerecht ausrichtete.

84 Aufnahmen, FZ 1000 + 500 D


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Re: Stacking mit allen Kamerasystemen (offen)

Beitrag von Sennheiser » Freitag 16. August 2019, 15:57

Nun hat doch noch eine den Weg in meine Sammlung gefunden...

Eine französische 16 mm Filmkamera Pathé Webo M Reflex 16.
Ein 3,2 Kilo schwerer, absoluter Leckerbissen in Sachen Feinmechanik mit dreifach Objektivrevolver und einem hellen, flimmerfreien Reflexsucher.
Für semiprofessionelle Anwendungen, z.B. Filmreportagen, konnten über der Filmkammer große Filmkassetten angebracht werden.
Genutzt wurde einseitig perforierter 16 mm Film. Die Filmkammer ist für Spulen mit 15 Meter Filmlänge ausgelegt. Die Filmgeschwindigkeit reicht bis 80 Bilder/sec., so daß auch gute Zeitlupen machbar waren.
Die Seriennummer 13712 weist auf den Anfang der sechziger Jahre hin.
Mit dieser Objektivausstattung mußte man damals für diese Kamera um die 2300 DM aufwenden.

Neu war mir der beiliegende C-Mount Ihagee-Adapter, mit dem man z.B. auch Exa - Objektive nutzen konnte. Mit Ihagee Zwischenringen waren dadurch sogar Makroaufnahmen möglich. Ich habe mal das Zeiss Tessar aufgesteckt.

35 Aufnahmen, FZ 1000


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Re: Stacking mit allen Kamerasystemen (offen)

Beitrag von Sennheiser » Montag 19. August 2019, 13:17

Die Filmkammer der Pathé.
Bei der Filmlänge muß ich mich berichtigen. Die Spulen nehmen nicht nur 15 Meter auf sondern 30 Meter.

31 Aufnahmen, FZ 1000


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Re: Stacking mit allen Kamerasystemen (offen)

Beitrag von piet » Montag 19. August 2019, 17:06

moin Rolf,
ist das eine Pathé für 9,5 mm mit der Transport-Perforation in der Mitte auf dem Steg zwischen den Bildern?
Auf die war ich vor ca. 1/2 Jahrhundert scharf. Ist aber dann doch eine Beaulieu geworden.
Gruß Piet
aus dem Land zwischen den Meeren

G5, GX80 mit Pan 14-42 II; Pan 45-200; Oly 45, Sigma 19; Sigma 60, Walim 7,5;
div. Altglas u. a. Zeiss Planar 2/45; Zeiss Sonnar 2,8/90; div. Pentax-Linsen
Entwickl./Bearbeit.Silkypix Pro/Corel Paint Shop Pro

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Re: Stacking mit allen Kamerasystemen (offen)

Beitrag von Sennheiser » Montag 19. August 2019, 17:52

Hallo Piet,

Nein, es ist die 16 mm Version, wo der Film nur einseitig perforiert ist.
Bei der läßt sich auch die große Filmkassette oben anbringen. Da warte ich auf die Sendung.

Eine schöne Seite über diese Pathé Kameras ist diese: http://www.pathefilm.uk/95gear/95gearpathe1webom.htm
Gruß Rolf

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Re: Stacking mit allen Kamerasystemen (offen)

Beitrag von Sennheiser » Dienstag 20. August 2019, 11:05

Die Bolex D 8 L mit dem Dreifach - Objektivrevolver war in den sechziger Jahren ein unerfüllbarer Wunschtraum.
Sie wurde nur in der kurzen Zeitspanne von 1959 bis 1961 gebaut und kostete damals 1163 DM.

22 Aufnahmen, FZ 1000


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Re: Stacking mit allen Kamerasystemen (offen)

Beitrag von videoL » Dienstag 20. August 2019, 15:55

Hallo Rolf,
durch deine tollen Stacks der alten Kamera wird mir bewußt, wie alt ich in zwischen geworden bin. ;)
Damals habe ich dann schon mal mit offenem Mund vorm Schaufenster gestaunt.
Waren damals für mich so unerschwinglich wie heute für mich ein Rolls Royce.
Ich bin mit meiner FZ 1000 ZUFRIEDEN. :D
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Re: Stacking mit allen Kamerasystemen (offen)

Beitrag von Sennheiser » Dienstag 20. August 2019, 19:50

Hallo Willi,

Ja, mir ging es damals nicht anders. In den Sechzigern war ich noch in der Ausbildung, und man war zwar vom Fotografieren und Filmen infiziert, aber Kameras wie Bolex oder Pathé waren nicht finanzierbar, was sich erst zehn Jahre später änderte.

Mit der FZ 1000 bin ich ja jeden Tag in Sachen Stacking unterwegs, und wie du bin ich voll mit dieser Kamera zufrieden. :D
Gruß Rolf

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Re: Stacking mit allen Kamerasystemen (offen)

Beitrag von Sennheiser » Mittwoch 21. August 2019, 15:07

Die 16 mm Pathé hat ihre Aufsatzkassette bekommen, ausgelegt für 200 feet - Spulen, also rund 60 Meter Film.

21 Aufnahmen, FZ 1000


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Re: Stacking mit allen Kamerasystemen (offen)

Beitrag von Sennheiser » Freitag 23. August 2019, 11:00

Der Filmweg über Kassette.
Eingelegt sind 30 Meter Spulen, weil die passenden größeren 60 Meter Spulen nicht zu bekommen sind.

Zu den Kosten für einen 30 Minuten 16 mm Film ergibt sich folgende Rechnung:
24 Bilder/sec. ergeben eine Filmlänge von 18 cm.
Ein 60 Meter Film ergibt also eine Laufzeit von 5 min. 30 sec.
Für die Filmlaufzeit von 30 Minuten würden rund 6 Spulen benötigt.
Angeboten werden aber nur 30 Meter Spulen, die bei Tageslicht - Umkehrfilm pro Spule 146 € incl. Entwicklung kosten.
Bei benötigten 12 Spulen sind das 1752 €. Rechnet man noch Beschnitt dazu ist man schnell bei 2000 € und darüber.
Also ein sehr teures Vergnügen.

32 Aufnahmen, FZ 1000


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Re: Stacking mit allen Kamerasystemen (offen)

Beitrag von Sennheiser » Freitag 23. August 2019, 14:24

Um stürzende Linien bei Architekturaufnahmen ausgleichen zu können wurde bei den alten Laufbodenkameras die Standarte mit dem Objektiv verstellbar gemacht.
Bei nachfolgendem Beispiel gibt es nur eine horizontale und vertikale Verstellung ohne Neigung.
Kameras mit größeren Formaten hatten nicht nur an der Standarte Verstellmöglichkeit bis zur Drehung und Neigung, sondern auch die Basis (hinterer Teil mit Rollfilm oder Platte) war in der gleichen Art verstellbar. Dadurch wurde die Einrichtung der Kamera recht kompliziert und wollte beherrscht werden.
Das Prinzip der verstellbaren Standarte nutzte man später bei den Shift/Tilt Objektiven.

Ein animiertes Gif zur Standartenverstellung.

2 X 46 Aufnahmen, FZ 1000


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