DinoLolly hat geschrieben:Ich habe gestern abend mal angefangen, einige wichtige Fachbegriffe zu erklären. Vielleicht hilft der Thread ja bei manchen Fragen. Ich habe es alles mit eigenen Worten und nach eigenem Wissensstand geschrieben, daher kann ich nicht garantieren, dass auch wirklich alles korrekt ist. Daher wäre ich dankbar, wenn Ihr mich auf Fehler aufmerksam machen würdet oder falls etwas falsch erklärt ist, dieses bitte richtig erklären und ich ändere dann diesen ersten Post, so dass hier im ersten Beitrag also zukünftig immer die richtigen Erklärungen landen werden. Falls Ihr noch Begriffe habt, die hier drin fehlen und unbedingt erklärt werden sollten, einfach posten und ich editiere dann diesen Beitrag hier. Irgendwann dürften wir dann eine richtige kleine Enzyklopädie haben. Also ich fange mal an:
Wow! Da hast Du Dir aber Arbeit gemaht! Respekt!
Ich gebe dann mal zu einzelnen Punkten meinen Senf dazu. Zu ein paar Punkten im einzelnen:
DinoLolly hat geschrieben:
ABBLENDEN
Mit Abblenden meint man das Öffnen und das Verschliessen der "Blende". Dadurch kann man bestimmen, welche Bereiche in einem Foto scharfgezeichnet sind und welche Teile eher verschwommen wirken!
Wie schon von Andreas beschrieben geht es beim Abblenden um das Verringern des Durchmessers der Blende. Dadurch gelangt bei gleicher Zeiteinheit weniger Licht auf den Film/Sensor, man muss also länger belichten, um die gleiche Menge Licht auf den Film/Sensor zu bringen. Nebeneffekt und beliebtes Stilmittel ist dabei die Variation der Schärfentiefe, also des Bereiches, der in der Tiefe scharf abgebildet wird.
DinoLolly hat geschrieben:
ABBILDUNGSFEHLER
Manchmal entstehen durch die Verwendung eines (schlechten) Objektives oder eines Konverters Bildfehler. Dies kann bedeuten, dass Teile des Bildes unbeabsichtigt verschwommen sind oder Farbfehler aufweisen. Diese Fehler haben natürlich alle einen Namen und die Bekanntesten sind die "chromatische Aberration", die "Verzeichnung" sowie die Bildwölbung (Vignettierung).
Heutezutage haben die meisten Objektive Abbildungsfehler, die dann in der Kamera korrigiert werden. Das ist gewollt weil die Korrektur in Software leichter und günstiger zu haben ist, als durch die Rechnung der Linse und damit die Komplexität in der Fertigung. Primär werden hier CA und Vignettierungen korrigiert.
DinoLolly hat geschrieben:
ACHROMAT
Diese Objektive bestehen in der Regel aus mehreren Linsen. Dies wurde gemacht, um Bildfehler zu verringern oder gar ganz zu vermeiden.
Achromatische Objektive enthalten extra Linsen-Elemente, die zB CAs verringern sollen. Nicht alle Objektive sind Achromaten, aber fast alle heute verkauften Objektive enthalten mehrere Linsenelemente.
DinoLolly hat geschrieben:
ADDITIVE FARBMISCHUNG
Dieses Mischungverhältnis basiert auf den Grundfarben RGB, also Rot, Grün und Blau. Legt man alle diese Farben übereinander, so erhält man die Farbe Weiß. Fernseher, Monitore, Handydisplays, Beamer und Spielekonsolen funktionieren auf diesem Prinzip! Das Gegenteil dieser Farbmischung ist die so genannte "Subtraktive Farbmischung".
Dabei handelt es sich um Licht-emmitierende Medien.
DinoLolly hat geschrieben:
AUFLÖSUNG
Die Auflösung besagt nichts anderes, als wieviele Bildpunkte auf einer gewissen Fläche aufgenommen werden können. Die Maßeinheit wird dann in der Regel DPI (bei Monitoren, Digitalkameras und ähnlichem) oder auch PPI (im Druckerbereich) genannt. Um einen Vergleichswert zu erhalten, werden immer die Punkte pro einem Inch (2,54cm) angegeben. Bei 1 Megapixel Auflösung stehen also 1.000.000 Bildpunkte auf einer Fläche von 2,54cm x 2,54cm zur Verfügung. Eine Kamera wird allerdings mit ihren kompletten Pixeln beworben, also wieviele Pixel maximal insgesamt zur Verfügung stehen!
Das hat ansich nichts mit Megapixel zutun. DPI bedeutet Dot Per Inch, also Punkte pro Zoll und ist ein Maß der Dichte der darstellbaren Punkte auf eine definierte Länge. Die Megapixel-Angabe bezieht sich üblicherweise auf die Gesamtfläche des Sensors
DinoLolly hat geschrieben:
BELEUCHTUNGSKONTRAST
Dieser Kontrast benennt den Unterschied zwischen der hellsten und der dunkelsten Stelle einer Fotografie. Bei einer Aufnahme in der Dämmerung arbeitet man also mit einem geringeren Beleuchtungskontrast als wie beispielsweise tagsüber am Strand.
Ich vermute, hier meinst Du den Dynamikumfang, also den Bereich zwischen dem dunkelsten und dem hellsten Punkt im Bild. Dieser kann auch nachts durchaus extreme Bereiche abdecken (Straßenlampe vs. dunkle Ecke).
DinoLolly hat geschrieben:
BELICHTUNGSAUTOMATIK und BELICHTUNGSSTEUERUNG
Neuere Kameras enthalten diese Automatik, welche dem eher unerfahrenerem Fotografen einiges an Arbeit abnimmt. Die bestimmt selbst die ISO-Empfindlichkeit, die "Verschlußzeit" der Kamera wie auch die passende Blende. Meist stehen solchen Kameras dann verschiedene Modis zur Verfügung, denn eine Aufnahme eines Sternenhimmels verlangt natürlich eine andere Einstellung wie die Aufnahme spielender Kinder am Strand. In diesem Zusammenhang überprüft die Kamera also erst einmal die Lichtverhältnisse. Dazu nutzt sie drei verschiedene Systeme. Die Spotmessung (Wie hell ist das Motivbild genau in der Mitte), die integrale Belichtungsmessung (wie hell ist der zentrale Bereich in der Mitte und im Umfeld) und die Mehrfeldmessung (9 oder mehr verschiedene Bereiche des Motives werden überprüft).
Nicht in der Mitte sondern auf dem Punkt, dem man der Kamera sagt. Meist ist es der Fokuspunkt (Aber bitte nicht Fokus- mit Belichtungsmessung verwechseln).
DinoLolly hat geschrieben:BELICHTUNGSKORREKTUR
Trotz aller Cleverness der heutigen Kameras kann es immer wieder einmal vorkommen, dass man trotzdem eingreifen möchte. Dazu dient die Belichtungskorrektur. Hierbei kann man also die Belichtung der Kamera in 1 1/3 Schritten von +3 bis zu -3 anheben oder senken. Dadurch wird das Bild also gezielt über- oder unterbelichtet.
Einstellbar ob in Schritten einer Blende oder 1/3-Blende (äquivalent), nicht 1 1/3. Eine Blende bedeutet die Verdoppelung oder Halbierung der Lichtmenge, also auch die Verdoppelung oder Halbierung der Belichtungszeit.
DinoLolly hat geschrieben:
BILDRAUSCHEN, FARBRAUSCHEN oder RAUSCHVERHÄLTNISS
Bei allen Belichtungszeiten entstehen bei digitalen Kameras nicht nur nützliche Informationen des Bildes, sondern auch fehlerhafte Details. Gerade bei Aufnahmen mit sehr hoher ISO Empfindlichkeit, wird dieses künstliche Rauschen sichtbar. Aber auch bei der Nutzung einer sehr großen Telebrennweite kann dieses Rauschen entstehen. Die meisten Kameras haben heutzutage eine so genannte Rauschunterdrückung integriert. Hierbei wird das Rauschen durch den Kameraprozessor entfernt. Hierbei geht aber Kontrast verloren und das Bild wirkt am Ende leicht verschwommen. Besser wäre es also, dass Bild erst später am PC mit einer geeigneten Software zu "entrauschen". Bei wirklich guten Kameras wird dieses Rauschen vom Benutzer allerdings gar nicht wirklich wahrgenommen, erst Recht wenn das Foto später in einem kleinen Format entwickelt wird.
Dass lange Brennweiten Rauschen erzeugen, ist mir neu. Das Rauschen kommt vom Sensor/Film, nicht von der Optik. Unschärfen bei langen Brennweiten kommen von Beugungsunschärfen.
DinoLolly hat geschrieben:
BILDKOMPRESSION
Modere Kameras können das Foto im Rohdatenformat (RAW) abspeichern, wo keinerlei kamerainterne Bearbeitungen am Foto vorgenommen werden. Um Speicherplatz einzusparen reduzieren aber die meisten Kameras das Foto auf eine kleinere Bildgröße und speichern es in einem anderen Speicherformat ab. Meist ist dies JPG oder TIFF. Obendrein kann man meist selbst wählen, wie stark das Bild komprimiert werden soll. Hierbei gilt die Regel: Je größer die Komprimierung, desto kleiner der Speicherplatz. Aber es gehen auch mehr Bildinformationen verloren, die nicht wieder hergestellt werden können!
Dass RAW unbearbeitete Rohdaten sind stimmt leider auch nicht mehr. Meist hat da ein Prozessor die Bilder schon einmal bearbeitet. Vorteil von RAW: Die Bilddaten sind nicht oder zumindest verlustfrei komprimiert und Informationen wie Weißabgleich wurden noch nicht angewand. Meist hat man auch mehr Informationen über die einzelnen Bild-Pixel als in einem JPEG.
DinoLolly hat geschrieben:
BILDSTABILISATOR
Gerade bei großen Brennweiten ist es fast nicht mehr möglich, die Kamera so ruhig zu halten, dass ein gutes Foto entsteht. Auch wenn man ein Stativ zu Hilfe nimmt, reicht das meist nicht aus. Hier kommt der Bildstabilisator ins Spiel. Er registriert die Bewegungen und steuert mit einer sehr cleveren Elektronik oder einem optischen System dagegen an. Dies passiert in Sekundenbruchtteilen! Es gibt zwei verschiedene Modis. Einmal kann der Stabilisator die ganze Zeit arbeiten, was natürlich mehr Arbeit für den Stabilisator bedeutet, oder er fängt erst bei dem Auslösen der Kamera mit der Arbeit an, was deutlich bessere Ergebnisse liefert.
Stative sind meist besser als der Bildstabilisator. Dieser erlaubt nur 3-5 Blenden (bzgl der Belichtungszeit) zur Belichtung ohne Stabilisator. Stative erlauben Belichtungen von Minuten oder gar Stunden. Da hilft auch ein Stabilistor nicht mehr.
DinoLolly hat geschrieben:
BLENDE
Hierbei ist die Öffnung eines Objektives gemeint. Durch verstellen dieser Blende lassen sich unterschiedliche Schärfegrade eines Motives einstellen.
Siehe Oben.
DinoLolly hat geschrieben:
BLITZLEITZAHL
Um Vergleiche zwischen verschiedenen Blitzgeräten zu ermöglichen, wurde die Blitzleitzahl entworfen. Sie bestimmt, bis zu welcher Entfernung ein Blitz das Motiv ausleuchten kann, bei einer ISO Einstellung von (Standart) 100 und einer Brennweite von 50mm.
So machen das ein paar Hersteller, andere nehmen andere Entfernungen und andere ISO-Werte an. Das macht die Leistungsfähigkeiten der einzelnen Blitze nur schwer vergleichbar. Ich würde bei den Aufsteck-Blitzen immer von "ausreichend" sprechen.
DinoLolly hat geschrieben:
CHROMATISCHE ABERRATION
Hierbei handelt es sich um Darstellungsfehler, hervorgerufen durch ein schlechtes Objektiv oder einen billigen Konverter. Diese Fehler zeigen sich durch verschwommene Bildbereiche oder typische Farbfehler auf dem Foto.
Haben wie schon erwähnt fast alle Objektive mehr oder weniger. Lassen sich aber in Software gut korrigieren. Die Bildbereiche sind auch nicht verschwommen, sondern äußern sich durch bläulichen Saum an Kanten.
DinoLolly hat geschrieben:
FILTER
Viele Kameras und Objektive verfügen über ein Filtergewinde, worauf sich (Sie ahnen es schon) Filter aufschrauben lassen. Hierbei gibt es zahlreiche verschiedene Möglichkeiten, wie beispielsweise Farbfilter, Effektfilter oder Korrekturfilter. Diese Filter dienen in erster Linie dazu, die Qualität eines Fotos zu steigern oder manchmal auch um es derart zu entfremden, dass es wieder gut aussieht.
Über die Steigerung der Qualität des Fotos möchte ich da nicht streiten. Ich denke, Du spielst auf sogenannte UV- oder Sky-Filter an. Diese verbessern zwar unter bestimmten Bedingungen den Kontrast, verringern aber durch ihre eigenen lichtbrechenden Eigenschaften die Auflösung.
DinoLolly hat geschrieben:
HDR
Dieses Kürzel steht für "High Dynamic Range oder in Deutsch Hoher Dynamik Umfang" und besagt, dass dem Bild ein sehr hoher Kontrast- und Farbenumfang zur Verfügung steht. Diese Bilder sind nicht mit 8bit Farbtiefe pro Farbkanal gespeichert sonder mit bis zu 14bit. Mit diesem Verfahren lassen sich qualitativ hochwertige Grafiken entwickeln!
Der Kontrast hat nichts mit dem Dynamikumfang zutun. Der Kontrast ist der Grad des Helligkeitsanstiegs, der Dynamikumfang das Delta zwischen dunkelstem und hellstem Wert.
DinoLolly hat geschrieben:
ISO
Das Kürzel steht für "International Standard Organisation". Sie bestimmt, wie emfpindlich ein in die Kamera eingelegter Film beziehungsweise der Kamerasensor auf einfallendes Licht reagiert. Eine hohe ISO Zahl reagiert mehr auf Licht als eine geringere ISO Angabe. Bei gleicher Belichtung wird also ein Bild vom Mond bei ISO 100 vielleicht perfekt aussehen, während es bei ISO 1600 total überbelichtet ist. Die ISO Werte von guten Kameras beginnen bereits bei ca. ISO 80 und enden bei ISO 102400. Wofür man diese gigantischen ISO Werte benötigt ist mir persönlich allerdings unklar.
Anders als beim Film kann ein Sensor nur immer gleich auf die Menge Licht reagieren. Das Erhöhen der ISO setzt nur einen Signalverstärkungsprozess in Gang. Dabei werden neben den Informationen auch Störsignale mitverstärkt. Das ist dann das digitale Rauschen auf den Bildern.
DinoLolly hat geschrieben:
KALIBRIERUNG
Diese Art des Vergleichens verschiedener Geräte ist besonders wichtig, wenn man selbst Fotos auf dem eigenen Drucker ausgeben möchte. Oft wundert man sich, dass ein Foto auf dem Monitor fantastisch aussah, aber beim Drucken viel zu dunkel wurde. Um diese Fehler zu vermeiden, kann man die Geräte untereinander kalibrieren. Letztendlich bedeutet dies, dass man die Farbe, die Helligkeit und den Kontrast des Monitors dem anpasst, was beim Drucker tatsächlich auch heraus kommt.
Jein, hier werden beide Geräte an ein von einem dritten angegebenen Wertebereich angepasst, wodurch die Ergebnisse auf allen Geräten vergleichbar werden.
DinoLolly hat geschrieben:
KLEINBILDFORMAT
Dies ist das Standartformat gewöhnlicher Kameras und steht für eine Bildgröße von 24mm mal 36mm.
Ist das in der zeiten Hälfte des 20. Jhd sich durchgesetzte Format für Filme. Hierbei handelt es sich um den sogenannten 35mm-Film. Digitalkameras haben in den meisten Fällen deutlich kleinere Sensoren.
DinoLolly hat geschrieben:
KOMPRIMIERUNG
Möchte man die Größe einer Datei verkleinern nutzt man dafür ein Programm oder ein bestimmtes Dateiformat. Bei den Fotos wäre so ein Komprimierungsverfahren zum Beispiel das JPEG Verfahren, bei Musik- oder Videodateien beispielsweise zip oder rar.
Audio-Dateien werden zumeist mit dem weit verbreiteten MP3-Format verkleinert, Videos im MJPEG, MPEG oder ähnlichen Formaten.
DinoLolly hat geschrieben:
MEGAPIXEL
Im Gegensatz zu dem weit verbreiteten Gerücht, sagt die Megapixelzahl einer Kamera rein gar nichts über die Aufnahmequalität dergleichen aus. Eine Kamera mit 6 Megapixeln Auflösung kann manchmal deutlich bessere Ergebnisse liefern als eine Kamera mit 12 Megapixel. Diese Einheit sagt einfach nur aus, wieviele Pixel sich auf einer bestimmten Fläche befinden und zwar 2,54cm mal 2,54cm (1 x 1 Inch). Mehr Pixel bedeuten aber bei gleich großem Sensor auch, dass jedes Pixel kleiner wird!
Siehe Oben, bezieht sich auf die Gesamtfläche des Sensors, nicht auf die Fläche eines Quadratzolls.
DinoLolly hat geschrieben:
OBJEKTIV
Die (meiner Meinung nach) wichtigste Einheit an einer Kamera, denn sie ist hauptverantwortlich dafür, in welcher Qualität das aufzunehmende Motiv auf dem Sensor wiedergegeben wird. Bei Kompakt- und Bridgekameras sitzt das Objektiv fest auf der Kamera, wohingegen es bei Spiegelreflex- und Systemkameras ausgewechselt werden kann. Man unterscheidet zwischen Normal-, Weitwinkel-, Tele- und Makroobjektiv. Hat das Objektiv nur eine Brennweite, spricht man von der Festbrennweite. Kann man die Brennweite verstellen, handelt es sich um ein Zoomobjektiv.
Ich würde behaupten, dass das Zusammenspiel zwischen Aufnahmemedium (Sensor/Film) und Objektiv entscheidend ist.
DinoLolly hat geschrieben:
PIXEL
Hierbei wird lediglich besagt, wieviele lichtempfindliche Zellen (Picture Cell) auf einer bestimmten Länge bzw. Fläche angebracht sind. Die kleinste Einheit ist also dieses Pixel. Bei einer Auflösung von beispielsweise 1.000.000 dpi wären auf einer Fläche von 25,4mm mal 25,4mm also 1.000.000 Pixel angebracht. Umgerechnet wäre demnach bei dieser Auflösung ein einzelnes Pixel gerade einmal 0,00064516 Quadratmillimeter groß!
DPI ist eine Längen- keine Flächeneinheit. 100.000.000 DPI wären also 100.000.000 Punkte auf einer Streke von 25,4mm.
DinoLolly hat geschrieben:
POLFILTER oder POLARISATIONSFILTER
Mit diesem Filter lassen sich unerwünschte Reflexionen auf Wasser, Glasscheiben oder anderen reflektierenden Gegenständen herausfiltern. Bei metallischen Oberflächen funktioniert der Polfilter nur teilweise!
Es ist wahrscheinlich bekannt, dass Licht Welleneingenschaften hat. Diese Wellen können sich in verschiedenen verdrehten Ebenen ausbreiten. Ein Polfilter filtert die Ebenen heraus, die einer bestimmten Ebene *nicht* entsprechen. Dadurch können diese Reflektionen, welche auf einer ggf ungewünschten Ebene ausgestrahlt werden, aus den Lichtinformationen die den Sensor erreichen sollen herausgefiltert werden.
DinoLolly hat geschrieben:
TONWERTUMFANG
Dieser Umfang benennt den Bereich zwischen der hellsten und dem dunkelsten Farbtonwert innerhalb eines Fotos. Manche Fotos bieten eine "Histogrammansicht", wo man gleich erkennen kann, wie sich der Tonwertumfang im Foto verhält. Im optimalen Fall beginnt er ganz links und geht lückenlos durch bis ganz rechts. Ist nur eine Seite stark ausgeprägt und die andere gar nicht, wird das Bild entweder unterbelichtet oder überbelichtet.
Auch Dynamikumfang
DinoLolly hat geschrieben:
UNTERBELICHTUNG
Ist auf dem fertigen Foto nichts zu erkennen (also alles ist schwarz), so hat der Kamerasensor zu wenig Lichteinfluß vom gewünschten Motiv erhalten und das Bild ist somit unterbelichtet. Entweder war die Belichtungszeit zu kurz, die Verschlusszeit und/oder Blendezahl zu klein oder die ISO Empfindlichkeit zu niedrig angegeben.
ÜBERBELICHTUNG
Ist das Foto weiß und somit unbrauchbar, so wurde während der Aufnahme zuviel Licht an den Kamerasensor weitergegeben. Entweder war der Blitz zu stark, die Verschlusszeit und/oder Blende zu hoch oder die ISO Empfindlichkeit zu groß eingestellt.
Ziemlich extrem ausgedrückt
Die Bilder müssen nicht schwarz sein, es reicht, wenn sie zu dunkel sind. Das ist aber immer Geschmacksache -> Siehe Low-Key
Das Selbe bei Überbelichtung -> High-Key
DinoLolly hat geschrieben:VERZEICHNUNG
Gerade bei der Verwendung von Teleobjektiven und Weitwinkelobjektiven treten diese Farbfehler auf. Man spricht dann von tonnen- oder kissenförmigen Verzerrungen.
Verzeichnungen, gerade Vignettierung oder Tonne oder ähnliches sind keine Farbfehler
DinoLolly hat geschrieben:
WEIßABGLEICH
Dieser Abgleich ist notwendig, damit die Kamera weiß, wann weiß tatsächlich auch weiß sein soll und nicht grau oder gar schwarz. Moderne Kameras nehmen diesen Weißabgleich automatisch vor, wenn man den Auslöser halb durch drückt. Manchmal muss man aber auch einen manuellen Weißabgleich vornehmen, wenn man beispielsweise auf den Bergen ein Foto im Schnee aufnehmen möchte.
Da geht es nicht um Weiß, Grau oder Schwarz sondern darum, dass weiße Bereiche wirklich weiß und nicht Lila, braun oder grün sind. Licht kann verschiedene Farben haben und somit auch die Farbe von Oberflächen verändern. Der Weißabgleich soll das ausgleichen.